Ich habe das Gefühl, dass an einer zunehmenden Anzahl deutscher Schulen der Extremismus schon gesiegt hat. Einerseits die Situation wie hier beschrieben mit Rechtsradikalen und Völkischen Kräften. Andererseits mit Schulen, die einen hohen Anteil an Muslimen haben, wie zum Beispiel in Hamburg. Ich habe die ernsthafte Sorge, dass die gesellschaftstragende Mitte immer weiter ausgehöhlt wird und wir die zunehmende Flucht in Privatschulen nur verstärken. Wie lässt sich das nur vernünftig angehen? Mir fehlen die Ideen.
War das denn jemals anders? Ich bin in der ersten Hälfte der 90er eingeschult worden. Ich kann mich erinnern an Mitschüler aus dem Asylbewerberheim oder auch aus dem Waisenhaus. Und auch zugewanderte oder muslimische Mitschüler. Die waren damals schon übelstem Mobbing ausgesetzt und bei uns hat keiner von denen am Ende das Abi fertig gemacht.
Ich war halt leider auch erst zu jung und später vor allem froh selbst nicht aufzufallen. Und hab dann auch nicht eingegriffen oder nennenswert Hilfe angeboten 🙁 Aber Schule war doch definitiv immer schon ein Spießrutenlauf. Und auch alles andere als gewaltfrei.
Ich kann nicht abschließend beurteilen, ob vor 20, 30 oder 40 Jahren alles besser war oder doch nur anders. Mir bleibt da nur meine eigene Erfahrung.
Ich wurde ein paar Jahre vor Dir eingeschult und durchlief das Bildungssystem in meinem Heimatland, den Niederlanden, in einer größeren Stadt. Meine Schulen erschienen mir rückblickend recht behütet. Es kam sicher auch zu raufereien, aber in all den Jahren kann ich mich nur an einen Fall erinnern, der mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus landete. Soweit ich weiß hatte nie ein Kind eine Waffe dabei. An extremistische Ideologie erinnere ich mich nur als wir im Geschichtsunterricht die Besatzungszeit hatten. Heute hat sich das zumindest an den Schulen, die ich besuchte, so verändert, dass ich glücklich bin meine Kinder nicht dorthin zu schicken, weil ich das nicht guten Gewissens tun könnte. Andere Stadtteile haben womöglich eine andere Veränderung durchgemacht und sich im gleichen Zeitraum verbessert. Mein Eindruck ist jedoch, dass die Verschlechterung überwiegt.
Soweit ich weiß hatte nie ein Kind eine Waffe dabei.
Klappmesser, Springmesser, Butterfly, Soft-Air usw. waren zu der Zeit in Deutschland frei verkäuflich auch an Kids. Das war definitiv ein Ding auch an der Schule oder auf Klassenfahrten.
Meine Schulen erschienen mir rückblickend recht behütet.
Das würde ich im Vergleich von meinen Schulen auch behaupten. Jedenfalls war das einer der besseren Stadtteile und ne ganze Reihe Kinder waren aus Millionärsfamilien (ich leider nicht). Definitiv kein Brennpunkt oder sowas. Trotzdem gab’s ziemlich üble Situationen und Vorkommnisse.
Indem man es vernünftig angeht: Fakten sammeln, analysieren, diskutieren, Lösungen implementieren, nachsteuern.
die gesellschaftstragende Mitte immer weiter ausgehöhlt wird
Wir könnten allerdings schon eine Öffentlichkeit haben, in der die Umsetzung durch Popularismus zerstört werden kann. Dann wäre die Frage, wie man eine Öffentlichkeit herstellt, die mit Störungen umgehen kann.
Dann wäre die Frage, wie man eine Öffentlichkeit herstellt, die mit Störungen umgehen kann.
Die Stärkung der Resilienz unserer Demokratie wäre eine Primäraufgabe der Regierungen der letzten Jahrzehnte gewesen. Leider hat man sich nur für Profitmaximierung für die Privatwirtschaft interessiert. Tja, upsi.
Es lässt sich von Politik und Medien systematisch an der Nase herumführen. Die Nazis sind dafür da, dass ein Großteil der Leute, die merken, dass sie verarscht werden, dann doch lieber nach unten treten, statt plötzlich zu verlangen, dass bei Parteien, wo “sozial” draufsteht, auch sozial drin ist.
Die Leute haben doch verlangt. Was kann man noch tun, um von der SPD eine sinnvolle Politik zu bekommen?
Die AfD ist die Alternative, weil Verlangen nicht geholfen hat. Und dann ist die AfD zu den Nazis geworden, weil sie von den Medien so aufgebaut wurde, als Teil der Verarschung, so dass die Arbeiter gespalten sind. Die SPD hätte das kommen sehen müssen.
Ich habe das Gefühl, dass an einer zunehmenden Anzahl deutscher Schulen der Extremismus schon gesiegt hat. Einerseits die Situation wie hier beschrieben mit Rechtsradikalen und Völkischen Kräften. Andererseits mit Schulen, die einen hohen Anteil an Muslimen haben, wie zum Beispiel in Hamburg. Ich habe die ernsthafte Sorge, dass die gesellschaftstragende Mitte immer weiter ausgehöhlt wird und wir die zunehmende Flucht in Privatschulen nur verstärken. Wie lässt sich das nur vernünftig angehen? Mir fehlen die Ideen.
War das denn jemals anders? Ich bin in der ersten Hälfte der 90er eingeschult worden. Ich kann mich erinnern an Mitschüler aus dem Asylbewerberheim oder auch aus dem Waisenhaus. Und auch zugewanderte oder muslimische Mitschüler. Die waren damals schon übelstem Mobbing ausgesetzt und bei uns hat keiner von denen am Ende das Abi fertig gemacht.
Ich war halt leider auch erst zu jung und später vor allem froh selbst nicht aufzufallen. Und hab dann auch nicht eingegriffen oder nennenswert Hilfe angeboten 🙁 Aber Schule war doch definitiv immer schon ein Spießrutenlauf. Und auch alles andere als gewaltfrei.
Ich kann nicht abschließend beurteilen, ob vor 20, 30 oder 40 Jahren alles besser war oder doch nur anders. Mir bleibt da nur meine eigene Erfahrung.
Ich wurde ein paar Jahre vor Dir eingeschult und durchlief das Bildungssystem in meinem Heimatland, den Niederlanden, in einer größeren Stadt. Meine Schulen erschienen mir rückblickend recht behütet. Es kam sicher auch zu raufereien, aber in all den Jahren kann ich mich nur an einen Fall erinnern, der mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus landete. Soweit ich weiß hatte nie ein Kind eine Waffe dabei. An extremistische Ideologie erinnere ich mich nur als wir im Geschichtsunterricht die Besatzungszeit hatten. Heute hat sich das zumindest an den Schulen, die ich besuchte, so verändert, dass ich glücklich bin meine Kinder nicht dorthin zu schicken, weil ich das nicht guten Gewissens tun könnte. Andere Stadtteile haben womöglich eine andere Veränderung durchgemacht und sich im gleichen Zeitraum verbessert. Mein Eindruck ist jedoch, dass die Verschlechterung überwiegt.
Klappmesser, Springmesser, Butterfly, Soft-Air usw. waren zu der Zeit in Deutschland frei verkäuflich auch an Kids. Das war definitiv ein Ding auch an der Schule oder auf Klassenfahrten.
Das würde ich im Vergleich von meinen Schulen auch behaupten. Jedenfalls war das einer der besseren Stadtteile und ne ganze Reihe Kinder waren aus Millionärsfamilien (ich leider nicht). Definitiv kein Brennpunkt oder sowas. Trotzdem gab’s ziemlich üble Situationen und Vorkommnisse.
Indem man es vernünftig angeht: Fakten sammeln, analysieren, diskutieren, Lösungen implementieren, nachsteuern.
Wir könnten allerdings schon eine Öffentlichkeit haben, in der die Umsetzung durch Popularismus zerstört werden kann. Dann wäre die Frage, wie man eine Öffentlichkeit herstellt, die mit Störungen umgehen kann.
Die Stärkung der Resilienz unserer Demokratie wäre eine Primäraufgabe der Regierungen der letzten Jahrzehnte gewesen. Leider hat man sich nur für Profitmaximierung für die Privatwirtschaft interessiert. Tja, upsi.
Was nun? “Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus”. Was tut das Volk als letztendlich Verantwortlicher?
Es lässt sich von Politik und Medien systematisch an der Nase herumführen. Die Nazis sind dafür da, dass ein Großteil der Leute, die merken, dass sie verarscht werden, dann doch lieber nach unten treten, statt plötzlich zu verlangen, dass bei Parteien, wo “sozial” draufsteht, auch sozial drin ist.
Die Leute haben doch verlangt. Was kann man noch tun, um von der SPD eine sinnvolle Politik zu bekommen?
Die AfD ist die Alternative, weil Verlangen nicht geholfen hat. Und dann ist die AfD zu den Nazis geworden, weil sie von den Medien so aufgebaut wurde, als Teil der Verarschung, so dass die Arbeiter gespalten sind. Die SPD hätte das kommen sehen müssen.