Um die Limits der Bezahlkarte für Asylbewerber auszuhebeln, tauscht eine Hamburger Initiative Gutscheine, die mit der Bezahlkarte erworben wurden, gegen Bargeld aus. Einigen Märkten geht das gegen den Strich. Sie versuchen, dies zu verhindern, indem sie Leuten, die mit der Bezahlkarte zahlen müssen, den Kauf von Gutschenen verwehren.

  • Chemo@feddit.org
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    9 hours ago

    Schönes Beispiel, dass Rassist*innen gerne bereit sind persönliche und wirtschaftliche Nachteile in Kauf zu nehmen, wenn es ihren Opfern dafür schlecht geht. In diesem Fall könnten sich diese Supermärkte eigentlich darüber freuen, dass ihre Gutscheine über das Umtauschsystem Verbreitung finden und Kund*innen in das Geschäft holen, die sonst vielleicht gar nicht dort einkaufen gehen. Aber lieber werden ganze Kundengruppen vergrault.

    • Elchi@feddit.org
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      7 hours ago

      Oder, was deutlich wahrscheinlicher ist, das massive Gutschein getausche verursacht für die Märkte mehr kosten und steigert den Gewinn nicht entsprechend.

      • Chemo@feddit.org
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        3 hours ago

        Ziemlich unplausibel. Es besuchen ja nun doppelt so viele Leute die Märkte. Die Geflüchteten, die sich neben den Gutscheinen sicherlich mit dem eindecken was sie brauchen UND die Käufer der Gutscheine. Wenn die Gutscheine nur Kosten verursachen würden, würde es sie gar nicht erst geben.

  • da_cow (she/her)@feddit.org
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    14 hours ago

    Was für ein Arschloch muss man bitte sein, um FREIWILLIG als Supermarkt Asylbewerber*innen das zu verwehren um sie noch mehr zu ficken.

  • rbn@sopuli.xyz
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    10 hours ago

    Bin hier etwas zwiegespalten. Ich finde es dumm, dass man den Menschen nicht die Option einräumt, mehr Bargeld abzuheben. Jetzt aber dafür zu kämpfen, dass man mit der Bezahlkarte über Umwege Bargeld bekommen kann, finde ich den falschen Weg. Dann sollte man doch lieber dafür kämpfen, die 50€-Limit beim Geldabheben zu erhöhen oder die Bezahlkarte wieder abzuschaffen, als jetzt für den Erhalt eines Workaround zu kämpfen. Wenn das im größeren Stil gemacht wird, kann es doch nicht im Sinne der Gesellschaft und der Asylbewerber sein, so eine teure Infrastruktur für diese Bezahlkarte zu haben, die dann mit einer teuren Bezahlkarte-zu-Gutschein-Infrastruktur und dann eine weiteren Gutschein-zu-Bargeld-Infrastruktur ohnehin wieder umgangen werden kann. Dann hat man dasselbe wie vorher, einfach nur mit super viel Mehraufwand für alle Beteiligten.

    • Chemo@feddit.org
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      9 hours ago

      Ich versteh den Widerspruch nicht. Diese Initiativen setzen sich natürlich gleichzeitig dafür ein dass die Bezahlkarten abgeschafft werden. Der Umtausch ist eine Notlösung.

      • rbn@sopuli.xyz
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        8 hours ago

        Der Widerspruch besteht darin, dass die Ausländerbehörde das Vorgehen der Asylbewerber in Ordnung findet. Vorausgesetzt natürlich, dass diese Aussage stimmt und man gegenüber der taz nicht gelogen hat.

        Das Landratsamt Greiz widerspricht diesen Vorwürfen gegenüber der taz. So eine Anweisung habe es seitens der Ausländerbehörde nie gegeben, vielmehr habe das zuständige Landratsamt alle Lebensmittelgeschäfte darüber informiert, dass die Bezahlkarte als normales Zahlungsmittel gelte.

        Wenn es OK ist die Bezahlkarte über zwei Ecken zu Bargeld zu machen, dann gebt doch bitte gleich Bargeld statt völlig unnötig Mehrarbeit an diversen Stellen auszulösen.

    • daw@feddit.org
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      10 hours ago

      Sinnvolle ist das nicht, aber die Lösung ist offensichtlich nicht das auf die Asylbewerber abzuwälzen…