Während die CDU auf Entlastungen für Unternehmen drängt, sieht die Linke die Gefahr einer zunehmenden Belastung der Beschäftigten. Heidi Reichinnek, Linken-Fraktionschefin im Bundestag, unterstellt jetzt der Union, mit falschen Fakten zu argumentieren. Denn laut einer Auswertung, die das Statistische Bundesamt im Auftrag von Reichinneks Büro durchführte, sind die Lohnnebenkosten der Unternehmen in den letzten Jahren sogar gesunken – während die Belastungen für Arbeitnehmer größer wurden.

Reichinnek hat aus diesem Grund die Klagen der CDU über zu hohe Sozialabgaben für Arbeitgeber als unbegründet zurückgewiesen. „Ihr andauerndes Stöhnen über eine angeblich zu hohe Beitragslast ist die reinste Farce und entbehrt jeder Grundlage“, kritisiert Reichinnek die Äußerungen von CDU-Politikern und Unternehmern.

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  • Quittenbrot@feddit.org
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    12 hours ago

    Der Gedanke war, dass man nur bis zu einem gewissen Punkt versichert sein soll. Wer darüber hinaus verdient, muss das darüber gehende zwar nicht einzahlen, ist aber auch nicht “mehr” versichert. Krankengeld bekommt so jemand nur auf den Teil des Einkommens, der unterhalb dieser Grenze liegt, der darüber wird nicht berücksichtigt.

    • zaphod@sopuli.xyz
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      10 hours ago

      Ich würde es etwas anders formulieren. Die Beitragsbemessungsgrenze existiert, weil die Leistungen die man für seinen Versicherungsbeitrag erhält begrenzt sind und ab einem gewissen Punkt das Verhältnis zwischen Beitrag und Leistung nicht mehr passt. Die Grenze selbst ist relativ willkürlich gesetzt.

    • einkorn@feddit.org
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      11 hours ago

      Jetzt seien wir mal ehrlich: Wer jenseits der Beitragsbemessungsgrenze verdient, ist mit an 100 % kratzender Wahrscheinlichkeit nicht auf Krankengeld angewiesen. Das ist dann mehr so ein Mitnahmeeffekt wie Jeff Bezos, der sich so arm rechnet, dass er Anspruch auf Fördermittel für den Schulbesuch seiner Kinder hat.

      • kossa@feddit.org
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        8 hours ago

        Die Beitragsbemessungsgrenze ist Schwachsinn, bin ich dabei.

        Aber das mit dem Krankengeld stimmt nicht. Meine Frau liegt über der Beitragsbemessungsgrenze, aber ernährt davon halt 4 Köpfe. Wenn sie mal mehrere Wochen ausfiele, hätten wir direkt Probleme die Miete zu zahlen ohne Krankengeld.

        Wie immer ist nicht so sehr das Arbeitseinkommen das Böse, sondern das Vermögen und dessen Kapitaleinkommen.

      • BigShammy80@feddit.org
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        10 hours ago

        Ja, ich habe 200.000.000.000 Vermögen, aber schauen sie doch, mein Geldbeutel ist komplett leer :-(

      • Zwuzelmaus@feddit.org
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        8 hours ago

        Das wäre schön. Die Grenze müsste bloß sehr viel höher sein! So dass nicht jeder Hirni in die private kann, sondern nur die oberen 10% oder so. So war das auch anfangs ungefähr mal.

        Dann würde das passen, und dann müssten auch nicht ständig die Beiträge für die unteren Einkommen erhöht werden.

          • Zwuzelmaus@feddit.org
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            3 hours ago

            Taschenrechner einschalten.

            Dann würden nur die untersten Einkommen in der gesetzlichen Kasse bleiben, dort wäre es unbezahlbar, und keinerlei Solidaritätsprinzip mehr.

      • Quittenbrot@feddit.org
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        7 hours ago

        Jetzt seien wir mal ehrlich: Wer jenseits der Beitragsbemessungsgrenze verdient, ist mit an 100 % kratzender Wahrscheinlichkeit nicht auf Krankengeld angewiesen.

        So war der Gedanke, ja. Aber ohne Beitragsbemessungsgrenze hätte derjenige einen Anspruch auf (quasi) 70% des gesamten Einkommens. So hat man gesagt: wir deckeln deinen Anspruch, indem wir nur einen Teil deines Einkommens für diese Versicherung heranziehen.

        Weil du Bezos ansprichst: die Beitragsbemessungsgrenzen liegen 2026 bei 70.000 bzw 100.000€ brutto pro Jahr. Das verdient bekommt ein Bezos innerhalb einer Arbeitsschicht.