Immer wieder müssen Polizisten zur Dienstwaffe greifen. In Baden-Württemberg starben dabei zuletzt so viele Menschen wie seit Jahren nicht mehr.

    • Elvith Ma'for@feddit.org
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      2 months ago

      Da Polizisten auf den rechte Auge blind sind fehlt ihnen die räumliche Wahrnehmung - das hätten alles eigentlich nur Warnschüsse sein sollen, die leider falsch gezielt waren…

  • ragas@lemmy.ml
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    2 months ago

    Ich finde das sehr ungünstig, dass man das gerade garnicht auf eine aktuelle Einwanderungswelle schieben kann.

  • Freakazoid! @feddit.org
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    2 months ago

    dann waren das in den letzten jahren in wahrheit zu wenige. was nutzt gewaltmonopol, wenn man nichtmal so richtig schön gewalttätig werden darf? so nämlich!

    edit: /s, weil ich leider in der zeitlinie gefangen bin, in der es echte arschlöcher gibt, die polizeigewalt tatsächlich verteidigen würden.

          • Freakazoid! @feddit.org
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            2 months ago

            ja, dass ist mir nun auch klar geworden 😅 auch wenn ich das /s nicht mag, verstehe ich, wenn man annimmt, dass ein depp das ernst meinen könnte

            • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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              2 months ago

              Die Ironie, dass es in genau diesem Faden jemanden gibt, der das (in abgeschwächter Rhetorik) so oder so ähnlich ernst meint.

              • Freakazoid! @feddit.org
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                2 months ago

                habs gelesen. mochte den emotionalen teil über die opfer in magdeburg, der komplett ausblendet, dass auch menschen in psychischen ausnahmesituationen leute zuhause haben, die auf sie warten. aber wenn die polizei einen übern haufen schieß greift diese rethorik plötzlich nicht mehr. kooomisch…

                bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. die wurden alle korrekt getötet, wie es das lehrbuch vorsieht und der gesetzgeber zulässt.

      • Freakazoid! @feddit.org
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        2 months ago

        ich dachte das ergibt sich aus der polemik. dieses /s ist mir oft etwas zu… blöd.

        leider lebe ich in einer zeitlinie, in der genugndeppen leben, dass man das /s wohl braucht, weil es echt idioten gibt, die polizeigewalt verteidigen.

        deutschland braucht eine unabhängige kontrollbehörde der polizei und echte konsequenzen für polizeigewalt ist mein standpunkt.

  • saimen@feddit.org
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    2 months ago

    Nach Angaben des Innenministeriums kam es bis zum 8. Dezember 2025 zu 15 Einsätzen, bei denen eine Dienstwaffe unmittelbar gegen Personen eingesetzt wurde. Dabei kamen acht Menschen ums Leben, sieben davon direkt infolge der Schussverletzungen.

    Zum Vergleich: Zwischen 2016 und 2024 wurden jährlich zwischen null und drei Menschen durch Polizeischüsse getötet. Die Zahl der Schusswaffengebräuche schwankte im selben Zeitraum zwischen zwei und 13 Fällen.

  • realitaetsverlust@piefed.zip
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    2 months ago

    Das deckt sich halt leider auch sehr mit der Verrohung der Gesellschaft. In einer Welt, in der Bandenkriminalität immer prominenter und organisierter wird oder auf offener Straße Leute attackiert werden, wir Schutzmaßnahmen für Weihnachtsmärkte brauchen etc … da wundert es mich tatsächlich weniger, dass das Gewaltmonopol seine Gewalt auch öfter nutzt bzw. nutzen muss. Ist übrigens kein Gutheißen der Taten, und hier wird definitiv auch viel zu wenig richtig aufgeklärt und bestraft. Aber hier jetzt wieder ACAB zu rufen ist halt auch falsch.

    Und wenn ich dann noch sowas hier lese:

    Im Juni erschoss die Polizei in Wangen im Landkreis Göppingen einen 27 Jahre alten Mann. Er hatte die Beamten nach Auskunft des Landeskriminalamtes mit einem Messer angegriffen. Im Februar töteten Polizisten in Eichstetten am Kaiserstuhl einen Mann, der seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind geschlagen und mit einer Schrotflinte bedroht hatte.

    … dann sind das eben auch berechtigte Gründe, eine Schusswaffe zu nutzen.

    • kossa@feddit.org
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      2 months ago

      realitaetsverlust

      Der Name ist Programm. Die Kriminalität ist nach wie vor auf einem Allzeittief.

      Noch nie war es so sicher im Land. “Witzig” ist auch, wenn man da mal ins Detail geht, dass sogar innerhalb der Straftaten eine Verschiebung stattfindet: weg von Gewaltkriminalität hin zu Eigentumsdelikten. Was ja ganz komisch ist, wenn die Leute immer ärmer werden.

      • realitaetsverlust@piefed.zip
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        2 months ago

        Weis nicht, wie du mit diesem Wikipediaartikel auf ein “Allzeittief” kommst. Im Bereich “Entwicklung über Zeit” haben Gewaltverbrechen sogar den Höchststand seit 2009. Klar, auf 100.000 Einwohner gerechnet nicht, aber man sollte schon von der Gesamtzahl ausgehen.

        Noch nie war es so sicher im Land.

        Sorry, aber das ist absoluter Bullshit. Ich weis nicht, in welcher Gated Community du wohnst, aber als jemanden, der jahrelang in schwierigen Bezirken gelebt hat - sicher ist hier nen Scheiß. Organisierte Kriminalität ist viel präsenter als noch vor 6 Jahren. In Köln z.B. konntest du der Stadt echt beim Verfallen zuschauen. Als meine Freundin zu mir gezogen ist, haben wir uns ne andere Wohnung im Norden Kölns gesucht, die 400€ teurer und 15m² kleiner war - einfach, weil sie Angst hatte, nach 20:00 die Wohnung zu verlassen.

        Bitte schau dir mal Brennpunktbezirke genau an. Wenn du die Möglichkeit hast, wohne mal 2 - 3 Wochen dort. Einfach, damit du realisierst, dass hier von “Sicherheit” keine Rede sein kann.

        weg von Gewaltkriminalität hin zu Eigentumsdelikten

        Kann ich so auch nicht unterschreiben. Hab keine Statistik dazu, aber in meiner Erfahrung gehen Eigentumsdelikte häufig mit Körperverletzung einher. Ich weis nicht, als was es gewertet wird, wenn jemand dein Handy klaut und dir beim Flüchten auf die Nase schlägt.

        • kossa@feddit.org
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          2 months ago

          Klar, auf 100.000 Einwohner gerechnet nicht

          🤡👌

          Ja wow, wenn man Werte nicht normiert, dann sind alle Zahlen immer ganz groß bei wachsender Bevölkerung, große Erkenntnis.

          Bitte schau dir mal Brennpunktbezirke genau an

          Ich habe 17 Jahre im schwerkriminellen Hamburg-Harburg gewohnt. War cool, niemandem in meinem Umfeld ist je was passiert. Nicht mir, nicht meiner Frau, nicht unserem Kind, niemandem von meinen Freunden oder Bekannten. In 17 Jahren wurde einmal der Vorderreifen von meinem Fahrrad geklaut und die Vorderscheibe von unserem Auto eingeschlagen. Letzteres auch noch mal bei einem Freund. Eigentumsdelikte. Hat genervt, war versichert. Meine Schwiegereltern, die in einer “Gated Community” (aka Dorf mit deutlicher weißer Mehrheitsbevölkerung) leben, hatten auch immer Angst, wenn sie uns besuchen kamen. Das lag aber an denen, nicht daran, dass es wirklich unsicher wäre.

          So viel zu den tollen persönlichen Eindrücken, die man haben kann ¯\_(ツ)_/¯

          Hab keine Statistik dazu, aber in meiner Erfahrung gehen Eigentumsdelikte häufig mit Körperverletzung einher. Ich weis nicht, als was es gewertet wird, wenn jemand dein Handy klaut und dir beim Flüchten auf die Nase schlägt

          Steht auch rudimentär im Wikiartikel, ist noch einfacher Nachzuvollziehen, wenn man wirklich die PKS dazu wälzt.

          Dein Beispiel ist übrigens ‘Raub’.

          Edit: Nachtrag. Das hier

          In Köln z.B. konntest du der Stadt echt beim Verfallen zuschauen

          da bin ich übrigens bei dir. Das hat aber nichts mit irgendwelcher Kriminalität zu tun, sondern dass wir im Land halt die öffentliche Daseinsfürsorge aktiv zertrümmern.

          Edit2:

          Meiner Erfahrung nach

          Deine Erfahrung trügt: von den Eigentumsdelikten sind 1,9 Mio. Formen des Diebstahls (inkl. Einbrüchen, nennt man Wohnungseinbruchsdiebstahl). Dagegen 43.000 Raubüberfälle (also dein “Ich hau dir auf’s Maul und zieh’ dein Handy ab”).

    • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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      2 months ago

      wir Schutzmaßnahmen für Weihnachtsmärkte brauchen

      Brauchen wir die wirklich? Oder lassen wir uns einreden, dass wir diese Schutzmaßnahmen brauchen?

      Ich war neulich aufm Weihnachtsmarkt. Die Poller waren absolut amateurhaft platziert. Zu nah am Marktgeschehen ohne Sicherung des Publikums beim Betreten, in Seitengassen, die ohnehin nicht von modernen Autos (von LKW ganz zu schweigen) befahren werden können, usw. Im Fall der Fälle hätten die nichts gebracht. Und was ich auf Bildern zu Berichterstattung über Weihnachtsmärkte gesehen habe, sieht es anderswo kaum anders aus.

      Auch andere Maßnahmen, mit denen auf die vermeintlich zunehmende Kriminalität reagiert wird (wie Waffenverbotszonen) sind keine wirksamen Methoden.

      Gleuchzeitig haben wir Bauchschüsse gegen gehörlose Zwölfjährige, Schüsse zur Selbstverteidigung in die Rücken junger, schwarzer Männer, psychische Ausnahmesituationen, bei denen Menschen mit Selbst(!)verletzung drohen und die mit Waffengewalt “gelöst” werden usw.

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        2 months ago

        Ich war neulich aufm Weihnachtsmarkt. Die Poller waren absolut amateurhaft platziert. […] Im Fall der Fälle hätten die nichts gebracht.

        Same here. Auf der Seite, auf der man easy mit dem LKW rein brettern könnte, waren keine Poller. Auf der anderen Seite waren 5 riesige Beton-Blumenkübel, obwohl dort bereits eine Mauer, ein Kino, ein riesiger belegter Parkplatz und Ladesäulen sowie eine Trafostation im Weg stehen.

      • realitaetsverlust@piefed.zip
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        2 months ago

        Brauchen wir die wirklich? Oder lassen wir uns einreden, dass wir diese Schutzmaßnahmen brauchen?

        Weis nicht, fragen wir doch mal die Leute in Magdeburg, ob wir diese Schutzmaßnahmen wirklich brauchen.

        Ich war neulich aufm Weihnachtsmarkt. Die Poller waren absolut amateurhaft platziert.

        Dann hätten die im Falle eines Angriffs nichts geholfen. Ändert nichts daran, dass wir doch einige Angriffe auf öffentliche Veranstaltungen in den letzten Jahren hatten und Vorsichtsmaßnahmen deswegen wichtig sind.

        Gleuchzeitig haben wir Bauchschüsse gegen gehörlose Zwölfjährige, Schüsse zur Selbstverteidigung in die Rücken junger, schwarzer Männer, psychische Ausnahmesituationen, bei denen Menschen mit Selbst(!)verletzung drohen und die mit Waffengewalt “gelöst” werden usw.

        Klar, diese Situationen müssen auch entsprechend untersucht und sanktioniert werden. Aber das jetzt auf die ganze Polizei zu reflektieren ist falsch. Ich stimm dir absolut zu, dass wir definitiv der Polizei Nicht-tödliche Mittel geben müssen, um Situationen wie z.B. psychische Ausnahmesituationen zu entschärfen, aber zu sagen: “Die Polizei erschießt Menschen, ACAB!” ist wirklich sehr sehr dumm.

        • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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          2 months ago

          Weis nicht, fragen wir doch mal die Leute in Magdeburg, ob wir diese Schutzmaßnahmen wirklich brauchen.
          […]
          Dann hätten die im Falle eines Angriffs nichts geholfen. Ändert nichts daran, dass wir doch einige Angriffe auf öffentliche Veranstaltungen in den letzten Jahren hatten und Vorsichtsmaßnahmen deswegen wichtig sind.

          Diese Vorsichtsmaßnahmen sind aber unwirksam und die Vorfälle statistisch gesehen nicht signifikant. Da wird Geld verschwendet, ohne dass es einen Effekt hat.
          Was aber gemacht wird ist, dass uns erzählt wird, es gäbe eine erhöhte Bedrohungslage, und das wird aus vier Gründen gemacht. Erstens um ein Feindbild aufbauen und zum Sündenbock machen zu können (“DiE aUsLäNdEr1!!!11!”), zweitens um autoritäre und Überwachungsmaßnahmen durchsetzen zu können (KI-Gesichtserkennung und anlasslose Personenkontrollen), drittens um unsere Aufmerksamkeit von den tatsächlichen Problemen (die größer werdenden Ungerechtigkeiten bei Einkommen und Vermögen) abzulenken und viertens um mit Symbolpolitik vorzugaukeln, es würde etwas gemacht werden.

          aber zu sagen: “Die Polizei erschießt Menschen, ACAB!” ist wirklich sehr sehr dumm.

          Erstens: hab ich das? Ich würde es begrüßen, wenn du mir keine Worte in den Mund legen würdest. Zweitens: bei Kritik an der Polizei reflexartig und pauschal den Kritisierenden zu unterstellen, pauschale und unreflektierte Parolen rauszuhauen, ist kein guter Stil. Drittens: die Polizei hat systemische Probleme. Also wenn man solche Fälle nicht jedem*jeder Beamten individuell vorwerfen kann, so muss man dennoch die Polizeien als ganzes betrachten und diese Probleme entsprechend angehen.

          Ich wollte mit dem Ganzen auf etwas bestimmtes hinaus, der Punkt ging wohl leider an dir vorbei.
          Wie dir an anderer Stelle schon gesagt wurde: Deutschland ist nachwievor ein sehr sicheres Land und die Kriminalität auf einem sehr niedrigen Niveau. Und komm mir jetzt nicht mit absoluten Fallzahlen, so funktioniert Statistik nicht. Man muss schon Dinge in Perspektiven setzen können, statt auf rein emotionaler Ebene zu argumentieren.
          Ich würde dir ja sogar zustimmen, dass wir gesellschaftlich “verrohen”, allerdings kommt das nicht aus der Richtung, gegen die wir ineffektive Poller auf Weihnachtsmärkten aufstellen und Sonderkontrollzonen einrichten.

          • realitaetsverlust@piefed.zip
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            2 months ago

            Diese Vorsichtsmaßnahmen sind aber unwirksam und die Vorfälle statistisch gesehen nicht signifikant.

            “Ah ja, ihre Tochter ist auf dem Weihnachtsmarkt gestorben - aber ich kann sie beruhigen, das ist statistisch gesehen nicht signifikant. :)”

            Sorry, aber diese Aussage finde ich absolut grässlich. Ein paar Betonpoller aufzustellen, um diese Situation, falls sie auftritt, vermeiden zu können, scheint mir nicht übertrieben zu sein. Das ist sehr wenig Aufwand für ein potentielles großes Schutzpotential. (wenn sie richtig genutzt werden natürlich)

            zweitens um autoritäre und Überwachungsmaßnahmen durchsetzen zu können (KI-Gesichtserkennung und anlasslose Personenkontrollen)

            Da bin ich genauso dagegen wie du - aber du kannst Massenüberwachung nicht mit dem Schutz lokaler Events gleichsetzen.

            Erstens: hab ich das?

            Nein, aber ich hab mich auch nicht speziell auf dich bezogen, sondern auf die Meinung, die ich vom Fediverse (nicht nur dem deutschsprachigen) allgemein kenne.

            Deutschland ist nachwievor ein sehr sicheres Land und die Kriminalität auf einem sehr niedrigen Niveau.

            Denke, da werden wir nicht auf einen Nenner kommen. Für mich war die letzten 5 - 6 Jahre ein deutlicher Verfall zu bemerken.

            Ich würde dir ja sogar zustimmen, dass wir gesellschaftlich “verrohen”, allerdings kommt das nicht aus der Richtung, gegen die wir ineffektive Poller auf Weihnachtsmärkten aufstellen und Sonderkontrollzonen einrichten.

            Ich denke, die Verrohung kommt aus allen Seiten. Das ist ein Hochschaukeln aus jeder Richtung der Gesellschaft. Klar sollte man was gegen rechte Trottel tun, keine Frage, aber alle anderen potentiellen Gefahren einfach außen vor zu lassen ist doch auch falsch.

            • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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              2 months ago

              “Ah ja, ihre Tochter ist auf dem Weihnachtsmarkt gestorben - aber ich kann sie beruhigen, das ist statistisch gesehen nicht signifikant. :)”

              Sorry, aber diese Aussage finde ich absolut grässlich. Ein paar Betonpoller aufzustellen, um diese Situation, falls sie auftritt, vermeiden zu können, scheint mir nicht übertrieben zu sein. Das ist sehr wenig Aufwand für ein potentielles großes Schutzpotential. (wenn sie richtig genutzt werden natürlich)

              Ich rede nicht mit Angehörigen. Ich rede mit dir. Und ich versuche, dir klarzumachen, dass das politische und mediale Aufgeilen an möglichst sichtbaren (aber weiterhin ineffektiven) Sicherheitsmaßnahmen eine unnötige Panikmache ist.

              Da bin ich genauso dagegen wie du - aber du kannst Massenüberwachung nicht mit dem Schutz lokaler Events gleichsetzen.

              Mache ich nicht. Aber das ist der nächste Schritt, den Innenpolitiker*innen, Rechtspopulisten und Polizeifunktionäre gerne umsetzen möchten. Es ist relevant, die Eskalationskette aufzuzeigen.

              Denke, da werden wir nicht auf einen Nenner kommen. Für mich war die letzten 5 - 6 Jahre ein deutlicher Verfall zu bemerken.

              Deine persönliche Wahrnehmunh kann und will ich dir nicht absprechen. Aber sie ist fehlerhaft und eingeschränkt. Und für Entscheidungen, die die ganze Bevölkerung betreffen, kann man nicht auf fehlerhafte Wahrnehmungen einzelner eingehen, sondern muss den Überblick über die Tatsachen behalten. Und die sprechen eine andere Sprache.

              alle anderen potentiellen Gefahren einfach außen vor zu lassen ist doch auch falsch.

              Tu ich auch nicht, im Gegenteil. Ich sehe mir an, wie relevant und ausgeprägt diese Potenziale sind, um zu beurteilen, welche Gefahren zu priorisieren sind, welche Maßnahmen zielführend und welche Verhältnismäßigkeiten abzuwägen. Und das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Du verlässt die emotionale Ebene nicht und denkst nicht rational.

    • Freakazoid! @feddit.org
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      2 months ago

      ja, es gibt bestimmt auch gerechtfertigte gründe. nur ist es mir unverständlich, wie es einfach hingenommen wird, dass bei der polizei die deeskalation offenbar nicht mehr angesagt ist. wenn man von menschen in psychischen ausnahmesituationen hört, die erschossen wurden, dann erschrickt mich, dass man offenbar kein geld hat polizisten für sowas auszubilden, aber gerne die tötungsfernbedienung an die verteilt.

      und das sowas keine konsequenzen hat, braucht bei mir keiner rechtfertigen. das ist schlichtweg menschenverachtend und da habe ich ein geschlossenes weltbild.

    • Helix 🧬@feddit.org
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      2 months ago

      berechtigte Gründe, eine Schusswaffe zu nutzen

      … Nach Aussage der Polizei. Wäre ja auch dämlich, wenn sie im Nachhinein “upsi” sagen würden. Wenn du das LKA fragst, machen Polizisten keine Fehler.

      Du vergisst vielleicht auch, dass es Alternativen zum Schusswaffengebrauch gibt, bspw “mancatcher”, bei denen Deutschland sich vehement wehrt, sie einzusetzen.

      Wenn jemand mit einem Messer auf mich zurennt kann ich ihn nicht einfach erschießen.

      • realitaetsverlust@piefed.zip
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        2 months ago

        Nach Aussage der Polizei. Wäre ja auch dämlich, wenn sie im Nachhinein “upsi” sagen würden. Wenn du das LKA fragst, machen Polizisten keine Fehler.

        Deswegen müsste es eigentlich konsequent Bodycam-Pflicht geben. Dann kann man sowas recht genau analysieren.

        Du vergisst vielleicht auch, dass es Alternativen zum Schusswaffengebrauch gibt, bspw “mancatcher”, bei denen Deutschland sich vehement wehrt, sie einzusetzen.

        Das stimmt, aber das hängt ja nicht an den einzelnen Polizisten, die halt das nutzen, was sie zur Verfügung haben. Afaik sind ja nichtmal Taser in Deutschland erlaubt.

        Wenn jemand mit einem Messer auf mich zurennt kann ich ihn nicht einfach erschießen.

        Puh. Das finde ich echt schwierig und lässt sich auch einfach sagen, wenn man nie in einer solchen Situation war. Ich hab jahrelang in Köln-Kalk gelebt und hab mich echt mehrfach in sehr brenzligen Situationen gefunden. Bin ganz ehrlich, ich hab immer jede mir zur Verfügung stehende Möglichkeit genutzt, um mich zu verteidigen - hätte ich in einer dieser Situationen ne Schusswaffe gehabt, hätte ich die mit ziemlicher Sicherheit auch genutzt. Letztendlich ist mir mein Leben halt mehr wert das das Leben von irgendeinem Typen, der mich abstechen will.

        • Helix 🧬@feddit.org
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          2 months ago

          Afaik sind ja nichtmal Taser in Deutschland erlaubt.

          Gibt Studien nach denen Taser zu mehr Gewalt und mehr Todesfällen führen. Die Dinger haben zu Unrecht einen guten Ruf, im Endeffekt sind die auch nur weniger tödlich als dass sie ungefährlich wären.

          Aber das führt eben zu inflationärem Gebrauch der Taser, weil Polizisten denken “hach, die sind ja ungefährlich” und sie dann auch benutzen wenn sie einfach nur reguläre Zwangsgriffe anwenden könnten.

          hätte ich in einer dieser Situationen ne Schusswaffe gehabt, hätte ich die mit ziemlicher Sicherheit auch genutzt

          Ja, aber hättest du einen Mancatcher, bräuchtest du die Knarre nicht. Und du hast sie ja auch nicht gehabt und trotzdem bist du vermutlich nicht niedergestochen im Krankenhaus gelandet.

          Eine Knarre macht eine Messerstecherei halt zu einer Schießerei. Wenn alles, was du dabei hast, ein Hammer ist, sieht auf einmal jedes Problem wie ein Nagel aus.

          Ich bin ja nicht dagegen, dass Polizisten Schusswaffen führen und benutzen dürfen. Ich sage nur, in vielen Situationen gäbe es bessere Alternativen, die der Polizei nicht mal zur Verfügung stehen.

          • realitaetsverlust@piefed.zip
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            2 months ago

            Ich sage nur, in vielen Situationen gäbe es bessere Alternativen, die der Polizei nicht mal zur Verfügung stehen.

            Das kannst du aber den Polizisten auf der Straße nicht zum Vorwurf machen - dafür sind andere Stelle zuständig.

            • Helix 🧬@feddit.org
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              2 months ago

              Also ich finde schon, dass der Polizist auf der Straße dafür verantwortlich ist, wen er abknallt.