Moin,
hier mal ein kleiner persönlicher Erfahrungsbericht aus Bremen bezüglich der Gen Z Demo.
Getroffen hat man sich auf dem Domsplatz. Das Bullenaufgebot war ziemlich übertrieben angesichts der Tatsache, dass dort viele junge Menschen einfach mal ihren Unmut kundtun wollten. Nach 20 Mannschaftswagen der Bullerei habe ich aufgehört zu zählen, wie viele es letztlich waren. Sicherlich mehr als doppelt so viele, wie anfangs gezählt.
Protestzug verlief ziemlich friedlich, insgesamt gab es ab Neustadt zurück in Richtung Zentrum 3 Böller, die geworfen wurden. Nichts Gravierendes. Das war aber schon Anlass genug für die Cops direkt Helme aufzusetzen, Handschuhe anzuziehen und schonmal ihre Knüppel an den Westen anzufassen. Ich bin ganz gemütlich neben einem Elternpaar mit Kind spaziert, hinter mir zwei nette Mädels, mit denen ab und an mal kurz freundlich geschnackt.
Circa 100 Meter vor Ende der Demoroute bin ich dann einmal in den Schnoor abgebogen, ich bin ja nicht mehr die jüngste Person und ich wollte noch in meinem liebsten Irish Pub in ganz Norddeutschland etwas trinken bevor ich mit dem Zug nach Hause fahre.
Auf dem Weg zum Bahnhof danach sind wohl so einige Cops ausgeflippt, Wasserwerfer, Hundertschaften in voller Montur zogen gen Viertel. Warum? Weil wohl irgendjemand einen Müllcontainer in Brand gesteckt hat. Das war’s, nicht mehr, nicht weniger. Hätte ja auch die lokale Feuerwehr erledigen können, aber wenn die Bullen schon mal da sind, mit Riot-Gear und Wasserwerfern und Hundertschaft, warum die nicht benutzen? Gibt sicherlich tolle mediale Aufmerksamkeit!
Zusammengefasst: Demo friedlich, Bullen wurden pissig als Anti-Bullen-Sprechchöre gesungen wurden. Man kennt das ja. Zart besaitete staatliche Schneeflocken… :D
Hätte man diesen Krawallos vorher nicht extra die Gewalt verboten, wäre es sicherlich total eskaliert!!1!
Stabil dass du da warst. Riecht schon komisch, trotzdem da - kurz vor Rente Antifa ;)
Ich finds krass, dass es bei einer Demo in einer so viel größeren Stadt und größerem polizeilichen Aufgebot dennoch “friedlicher” zuging als bei uns in Gießen bei der Demo gegen die Neugründung der AFD-Jugend. Klar, nochmal anderer Demogrund, aber hier wurden Leute zu Boden und krankenhausreif geprügelt und links und rechts mit Wasserwerfern beschossen. Ich hoffe, dieser Spuk findet irgendwann sein Ende. Wie gruselig der ganze Scheiß…
Wir waren auch in Bremen. Hatte im Vorfeld etwas befürchtet, dass es sehr leer wird auf Grund der Panikmache und selbst auch ein wenig gezweifelt, ob wir da mit Kind hingehen können.
War dann positiv überrascht, dass es doch einige dort waren und dass es so super entspannt war. Wir waren auch nicht die einzigen, die sich dem Zug mit Kindern angeschlossen haben.
Wir haben uns jedenfalls sehr sicher gefühlt bis wir dann kurz vor Demo-Ende uns abgeseilt haben, weil der Kleine schlapp gemacht hat.
Weil wohl irgendjemand einen Müllcontainer in Brand gesteckt hat
Normaler Samstag im Viertel. Ohne Witz, Ostertor ist ein Hort der Kacke.
“Zart besaitete staatliche Schneeflocken” oder vielleicht auch einfach auf Provokation aus. Die wollen doch auch ihren Fetisch ausleben können, und wenn man schon den Schlagstock parat hat…
War ja auch viel logistischer Aufwand. Muss ja irgendwie gerechtfertigt werden.
Zeigt wie dringend die Deutsche Polizei Palantir braucht, kann doch nicht sein, dass Peter Thiel von dem ganzen Sinnlos verschwendeten Steuergeldern so wenig abbekommt.
Danke für den Bericht. Wie war denn das Bier und was gab’s?
Newcastle brown ale, war lecker.
ew
Wilde Symbolfront. Worum ging’s denn primär?
Bullen wurden pissig als Anti-Bullen-Sprechchöre gesungen wurden
Wenn mein Chef mir sagen würde: “stellen Sie sich da mal vier Stunden hin und lassen sich beleidigen” würde mich das auch abfucken.
Dann wärst du halt im falschen Job.
Das ist OK, kann jedem passieren. Umschulungen existieren und werden gefördert.
Wenn du dir den Job aussuchst, das Gewaltmonopol eines Rechtsstaates auszuüben, solltest du auf ein paar Beleidigungen souveräner reagieren können als mit Eskalation. Sicher würde mich das auch abfucken. Aber wenn man das nicht abkann muss man sich nen anderen Beruf suchen.
Genau das! Ich habe zum Beispiel früher im Gesundheitswesen gearbeitet und als die Situation für mich aus ethischer Sicht unerträglich wurde habe ich den Beruf gewechselt.
Rein rechtlich betrachtet sind Anti-Bullen-Sprechchöre keine Beleidigung. Aber ja, ich kann verstehen, dass sowas natürlich trotzdem persönlich trifft. Beruht aber auf Gegenseitigkeit, Bereitschaftscops provozieren selbst regelmäßig in Wort und Tat. Und so brutal wir die teilweise agieren sollten sie eigentlich froh sein, wenn als Reakrion nur Worte folgen
Auch wenn in der Jobbeschreibung vorher stand “zu ihren Aufgaben gehören u.a. stundelang irgendwo rumstehen und beleidigt werden”?







