Die Bundeswehr warnt vor möglichen russischen Sabotageanschlägen auf die eigenen Truppen in Deutschland - das geht aus einer internen Lageeinschätzung hervor, die WDR und SZ vorliegt. In dem Papier wurde die Bedrohung erstmals als "erheblich" eingestuft.
Das Argument ist hauptsächlich, dass “Dann ist aber Großrussland!!!111einself” genauso hanebüchener, eindimensionaler, unterkomplexer Blödsinn ist wie “wenn wir nur lieb zu Russland sind, kriegen die sich schon wieder ein”.
Das realistischste Szenario liegt in den Grautönen dazwischen, und mich nervt, wie hart hier und anderswo alle sich einfach nur anschreien mit “Putinversteher” und “Kriegstreiber”. Ich meine, gebt der Bundeswehr alle Waffen der Welt, aber gleichzeitig sorgt dafür, dass die Truppe unproblematischer wird. Und bannt halt mal die reale Gefahr durch rechtsextreme Faschisten, die gerade an den Pforten der Macht klopfen. Dann wäre das auch alles weniger bedenklich. Ich habe Angst vor Putin, aber ich habe auch Angst vor Peter, der Waffen bei der Bundeswehr “verliert”, um sie an “Tag X” auf mich zu richten ¯\_(ツ)_/¯. Ist ja ganz toll, wenn man zu einem Teil der Gesellschaft gehört, für den das kein reales Szenario darstellt.
Ich meine, guck dir mal an, wie in c/europe alle feiern, dass Finnland Landminen kauft. Das ist halt auch nicht normal und spricht schon für einen bedenklichen Sinneswandel.
Das ist halt derselbe Bums wie beim War on Terror: “Die Terroristen bedrohen unsere Freiheit, deswegen nehmen wir sie uns selbst weg, damit wir gewinnen”.
“Wir müssen unsere Werte verteidigen, damit das gelingt, werfen wir sie alle über Bord, hurra!”
Finnland ist ein direkter Nachbar. Die machen das nicht wegen böser propaganda oder kriegslust sonder wegen leidiger historischer Erfahrung und einem Krieg von Russland gegen ein Nachbarland. Keiner schlägt einmarsch in Russland vor und eine fähige Bundeswehr und funktionierende Nachrichtendienste sind keine Atomeskalation. Ja, die dürfen gerne weniger saufen, Konsequenz gendern und ihre nazis rauswerfen.
Oho, sie dürfen. Ja, genau das ist das Problem, sie dürfen auch heute schon, machen aber nicht.
Friedrich Merz ist für mehr atomare Abschreckung in der EU. Wie soll das nicht die Atomeskalation näher bringen?
Warum sind Nachrichtendienste auf westlicher Seite immer das beste was ein Staat haben kann. Aber wenn aus Russland wieder mal angeblich eine Drohne kommt ist das die böse Hybride Kriegsführung. Ist das nicht eine Doppelmoral in sich?
Gleichgewicht des Schreckens.
Die einzig tragfähige Versicherung in einer Welt, in der zumindest auch nur einer nicht auf seine Atomwaffen verzichten wird, ist die eigene Bewaffnung mit Atomwaffen und die glaubhafte Androhung, dass bei einem Atomwaffeneinsatz niemand gewinnen kann.
Momentan hängen wir da an Amerikas Rockzipfel und dessen erratische Führung ist der tatsächliche Faktor, der eine atomare Eskalation momentan begünstigt. Sobald eine Seite denken kann, damit durchzukommen, wird es gefährlich.
Das hattest du in klein schon bei der Ukraine. Putin hat die nicht überfallen, um sein Land in ein (bislang) vierjähriges Selbstzerstörungsdesaster zu führen, sondern weil er dachte, er könnte das schnell gewinnen. Vier Tage, Kyiv und gut. Sobald es vermeintlich kalkulierbar wird, wird es gefährlich. Und das darf bei Atomwaffen niemals passieren.
Aber was hilft es der Welt wenn Deutschland dem Wettrüsten beitritt?
Was hältst du von Atomwaffen in den Händen von AfD oder deren Äquivalent in anderen EU Staaten?
Durch mehr Atomwaffen steigt das Risiko, dass ein Staat sich bedroht fühlt und diese dann auch benutzt. Das Risiko steigt mit der Anzahl der Atomwaffen.