Wegen ihres Engagements für Palästina wurde ihr Rauswurf aus der Linkspartei beantragt. Ein Gespräch mit Hannah Bruns • Foto: privat

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    18 days ago

    Ich finde die Darstellung der Person in dem Blogpost verkürzt.

    Man kann so Sätze wie “Ich stehe uneingeschränkt hinter dem Recht der Palästinenser:innen auf bewaffneten Widerstand gegen Besatzung und Völkermord. Selbstverständlich lehne ich Gewalt gegen Zivilist:innen dabei ab.” als Lippenbekenntnis abtun. Er gehört aber mit zum Bild.

    Ich will auch gar nicht so tun als hätte Hannah nur kluge Sachen gesagt. Natürlich hätte sie sich von dem Massaker am 7.10. Distanzieren sollen.

    Der Aufruf zur Intifada ist selbst in diesem kritischen Blogpost als Hörensagen gekennzeichnet.

    außerdem soll sie zur „globalen Intifada“ und zur „Intifada bis zum Sieg“ aufgerufen haben.

    Das als Tatsache zu verkaufen und ihr unkritisch zuzuschreiben finde ich mindestens unsauber.

    Eine Solidarisierung mit der Hamas habe ich ebenfalls nirgends gesehen, und auch deine Quelle behauptet das nicht. Gewalt gegen Zivilisten abzulehnen klingt nicht wie eine Solidarisierung mit einer Terrorgruppe.

    Kann sein, dass meine “Weltschmerz”-Bezeichnung auch eine Relativierung ist, mir fiel grad nichts besseres ein, um meine Emotion auszudrücken. Ich habe auch keine große Motivation, die israelischen Praktiken in dem Krieg zu verteidigen.

    Wie wäre es mit “Genozid” gewesen? Deine Hemmschwelle für den Begriff scheint ja recht niedrig zu sein.

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      17 days ago

      Die zitierte Aussage ist aber »ich distanziere mich von gar nichts« mit dem direkten Verweis auf das Massaker; und dieses ist Hamas-“Politik”, deswegen habe ich auch die Verbindung gezogen. Die Intifada-Aussage findet man auch in der Quelle, ist allerdings auch ein Welt-Bezahlartikel. Ich habe diese Rekontextualisierungs-Versuche solcher Terrorbegriffe aber auch schon woanders in der Szene gehört und ist wohl auch ihrer Gruppe, der LAG Palästinasolidarität, eine bekannte Taktik. Ich glaube einfach nicht, dass sie mit solchen Aktionen und Sprachgebrauch netto ihrer eigenen Sache dienen. Letztendlich werden sie mehr Menschen, die sich in dem Thema unsicher sind, verschrecken statt für die Solidarität zu gewinnen.

      • killingspark@feddit.org
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        17 days ago

        Die zitierte Aussage ist aber »ich distanziere mich von gar nichts« mit dem direkten Verweis auf das Massaker; und dieses ist Hamas-“Politik”, deswegen habe ich auch die Verbindung gezogen.

        Nene du hast nicht nur eine Verbindung gezogen du hast aus einem “Ich distanziere mich nicht” eine Solidarität erfunden. Die nicht-distanzierung ist auch zu kritisieren. Das ist aber trotzdem was anderes.

        Abgesehen davon nimmst du ihre spätere Distanzierung von Gewalt gegen Zivilisten einfach komplett aus der Rechnung. Waum auch immmer…

        Die Intifada-Aussage findet man auch in der Quelle, ist allerdings auch ein Welt-Bezahlartikel.

        Warum spricht der Blogpost dann nur von einem “Soll gesagt haben” und nicht wie sonst in dem Post von “hat gesagt”? Ich werd mich aus hoffentlich offensichtlichen Gründen nicht dazu herablassen Springer Geld zu geben um den Artikel zu lesen.

        Ich habe diese Rekontextualisierungs-Versuche solcher Terrorbegriffe aber auch schon woanders in der Szene gehört und ist wohl auch ihrer Gruppe, der LAG Palästinasolidarität, eine bekannte Taktik. Ich glaube einfach nicht, dass sie mit solchen Aktionen und Sprachgebrauch netto ihrer eigenen Sache dienen. Letztendlich werden sie mehr Menschen, die sich in dem Thema unsicher sind, verschrecken statt für die Solidarität zu gewinnen.

        Das mag sein, das hat dann aber wirklich garnichts mehr mit dem Vorwurf von “genozidalen” Aussagen zu tun, sondern nur noch damit ob du die Strategie gut oder schlecht findest. Darüber will ich wirklich nicht diskutieren weil ich mit der Gruppe so gar nichts am Hut habe.