Die 100. Ausgabe der “Anstalt” sollte ein Fest werden, bis das ZDF Danger Dan und Igor Levit auslud. Im DWDL.de-Interview spricht das Trio über Kunstfreiheit und Selbstzensur, rechten Kulturkampf, fragwürdige Kollegen – und die ernüchternde Frage, was Kabarett noch bewirken kann.
Wer hat eigentlich mehr Nutzen davon, dass die Anstalt im ZDF und 3sat ausgestrahlt wird? Die regelmäßig an der Produktion beteiligten oder die Sender?
Leute, die derzeit FunFacts produzieren und daran teilhaben sowie offenbar mit Unabhängigkeitsbestrebungen erfahrene und Integrität hochhaltende, stabile Kunstschaffende könnten von mir aus gerne eine Kulturgenossenschaft gründen und sich so selbst einen Rahmen geben, der sie wenn gewünscht anstellt und sozialversichert, ihnen in außergewöhnlichen Zeiten wie einer Pandemie ein (zusätzliches) Netz stellt, die Organisation von Auftrittsgelegenheiten, den Vertrieb von Eintrittskarten, Veranstaltungsorten, Technik und mehr übernehmen kann.
Ist in Vereinbarungen und Verträgen von Exklusivität die Rede? Seitens der (ursprünglichen) Urheberinnen könnte auf Inklusivität gepocht werden und so jede Folge mit oder ohne zeitlichen Versatz zum Beispiel auch auf eigenen Plattformen/Kanälen/Projekten/Sendern gezeigt werden.
Zur Unterstützung könnten Mitglieder geworben werden, die dafür einen Rabatt auf die Produkte der Kunstschaffenden (Aufführungen und Aufzeichnungen davon, Werbeartikel, Nennung im Abspann oder ähnliches bekommen, Ideen beisteuern und abstimmen können oder oder oder.
Rechte bis Rechtsextreme sind leider gefühlt bereits seit Jahren mit vergleichbaren Modellen (wirtschaftlich) stabil, wobei die vielleicht andere Hintergedanken haben und zugegeben keine Kunst schaffen sondern provozieren, manipulieren, schwurbeln.
Fantastisches Interview :D
Es geht Bergab. Mit vollgas gegen die Wand.
Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?
Meine Antwort auf deine Frage ist eine Gegenfrage: Was willst du dagegen tun?
Da gibts do jetzt so ein Lied, in dem das erklärt wird
Dem Rundfunkrat eine Beschwerde schreiben. Die müssen über so was dann diskutieren und der wurde in den letzten Jahren mit einzelnen Progressiven Menschen besetzt für die das eine große Unterstützung ist.
Keine Angst haben… ;)
Wenn viele kleine Menschen viele kleine gute Dinge tun ist schon viel gewonnen. Der/die Einzelne ist nicht dafür verantwortlich jetzt allein die sozialistische Revolution zu schultern. Aber ein starkes, solidarisches Netz innerhalb von lokalen Gemeinschaften kann sehr resilient sein, wenn die Repressionen immer stärker werden.
Du hast vollkommen recht.
Das allerwichtigste ist, dass wir uns als Gesellschaft alles an Solidarität behalten, was wir können und uns nicht von diesen menschenverachtenden Psychopathenpack gegeneinander aufhetzen lassen. Der neoliberale Kapitalismus implodiert schon ganz von selbst innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte, und auch der Faschismus wird das nicht überstehen. Das entscheidende wird sein, ob es danach noch eine Gesellschaft gibt die neu aufbauen kann.
Die kommunistische Weltrevolution ausrufen? Die RAF (lieber Verfassungsschutz, ich meine natürlich die Royal Air Force) neu gründen? Einen Bürgerkrieg beginnen?
Ich würde sagen, es gibt außer demokratisch legitimierter Mittel keinen Ausweg aus der Situation.
Ich würde sagen, es gibt außer demokratisch legitimierter Mittel keinen Ausweg aus der Situation.
Meintest du Demokratisch ilegitime Mittel?





