So schwer kann es doch nicht sein. Wirklich.
Es gibt einen Blogpost von Eine Sammlung von unverminderter Haarspalterei zum Thema ChatGPT, der nebst den (uns vermutlich allen bekannten) Argumenten über den Wert von Aufsätzen und ChatGPTs Beschränkungen hinsichtlich Fachverständnis auch ein Beispiel liefert.
We can demonstrate this by asking ChatGPT an almost trivially easy research question, like, “What is the relationship between Edward Luttwak’s Grand Strategy of the Roman Empire and Benjamin Isaac’s The Limits of Empire?” And so we did:
Image: Screenshot of ChatGPT’s response, asserting that the books approach the Roman Empire from different angles, providing a summary for each book, acknowledging that they intersect in some ways, but concluding that they’re ultimately distinct books providing different perspectives.
If you know nothing about either book, this answer almost sounds useful (it isn’t) (Footnote: the description of The Limits of Empire in particular is poor and mostly misses the book’s core argument […]). Now this is a trivial research task; simply typing ‘the limits of empire review’ into Google and then clicking on the very first non-paywalled result ([a book review]) and reading the first paragraph makes almost immediately clear the correct answer is that Isaac’s book is an intentional and explicit rebuttal of Luttwak’s book […]. A human being who understands the words and what they mean could immediately answer the question, but ChatGPT which doesn’t, cannot
Studys, die mit KI schreiben, ohne vorher die Fakten selbst zu ermitteln und hinterher das Ergebnis zu prüfen, schießen sich und der Zukunft akademischer Qualität in den Fuß.
Ich bin sowas von froh dass ich aus der Lehre raus bin. Ich mein dass war ja schon vor KI Zeiten scheiße, aber jetzt muss es doch die Hölle sein.
Es ist wirklich anstrengend. Studenten, die behaupten sie benutzen keine KI und dann wird es wie im Bild mit falschen Quellen super offensichtlich. Studenten die behaupten, ihre Programme wären nicht mit KI erstellt aber die super ausführlichen Kommentare geben es schon her. Alternativ kannst du manchmal auch deine Beschreibung der Funktion aus einer Mail von dir in die KI werfen und bekommst dann voila 1:1 das Skript des Studis…
Studenten die behaupten, ihre Programme wären nicht mit KI erstellt aber die super ausführlichen Kommentare geben es schon her
Ach, die KI schreibt aber auch gerne mal entlarvende Kommentare. Da markiert sie die Stellen, wo der User ihre Platzhalter noch ersetzen muss oder beschwert sich, dass nicht die ganze Aufgabenstellung auf dem hochgeladenen Screenshot drauf war und sie sich jetzt irgendwas ausdenkt. Das sind dann zumindest bei Hausaufgaben leichte 0 Punkte.
Das mit den Platzhaltern hatten wir auch schon
Einfach durchfallen lassen. Die Frage ist ja nicht ob der Chatbot die Aufgabe beantworten kann.
Kannst du kaum wirklich beweisen. Gab mal einen Lehrer, der die Aufsätze seiner Schüler in ChatGPT geworfen hat und gefragt hat, ob die KI-generiert sind, und bei allen wurde “Jo” geantwortet. Problem ist nur, dass viele Schüler den Aufsatz wirklich selbst geschrieben haben. Gab dann ne richtige Shitshow und Probleme für den Lehrer.
Ich persönlich würde vermutlich einfach keinen Fick geben. Mein Gott, nutzen die halt alle KI. Merken sie dann im Bewerbungsgespräch, wenn sie auf einmal selbst ne Antwort geben müssen und dann nix hinkriegen.
Da sperrt sich unser Paragpraphenreiter. Aus irgendeinem Grund hat die Uni tierisch Angst verklagt zu werden.
Gibt’s als Studi neuerdings eine Abschlussgarantie? Scheint sich einiges geändert zu haben seit meiner Studienzeit und das ist noch keine 10 Jahre her.
Wenn der Prof gesagt hat der Studi hat nicht bestanden, dann konnte der Studi das mit dem Prof besprechen, aber am Ende hat der Prof das letzte Wort.Frag mich nicht, bin nur wissenschaftlicher Mitscherge. Mein Prof hört da sehr auf unsere ängstliche Rechtsabteilung.
Problem: Das musst du erstmal rechtssicher beweisen können.
au man das tut mir echt leid.
Danke
Ich würde sagen, sei froh, dass KI quellen noch erträumt. Das ist ein sicherer Hinweis auf Betrugsversuch oder nicht?
Das wird noch diskutiert. :-/ Scheint nicht so einfach. Erstmal muss ich einen Studi durch diskutieren, der in seinen Grundlagen teils 0 Quellen verwendet hat und gleichzeitig immer wieder Aussagen trifft, die mM nach belegt werden müssten aber mir ganz viel Spielraum auch eigene Schlüsse sein könnten. Ich vermute dahinter KI. Und das ist gerade schon ein Gehampel. Jetzt kommt Studi 2 und ich darf die Diskussion neu aufrollen, weil Quellen komplett unpassend.
Habt ihr keine plagiat software, die können doch inzwischen auch KI erkennen? Manche Unis haben auch ihre eigene KI die verwendet werden darf
Die verfügbare Software ist aber leider in etwa so gut wie ein Münzwurf.
Haben wir, aber der Gebrauch muss erst genehmigt werden. Dürfen wir nicht einfach so nutzen.
Betrug ist tw eine politische Sache, da will keiner ran. Ich habe es selbst erlebt als ich bei meinen Doktorvater gefragt habe wie das Vorgehen bei Plagiaten (ganz klar Wikipedia copy-pasta) in Hausarbeiten sei. Kommentar: die Aufgabenstellung sei nicht klar gewesen, die betreffende Person (im Master!) sollte nach meiner Korrektur neu einreichen. Saß ich also da und suchte Plagiate damit die dann umformuliert werden konnten. fml
Sowas ähnliches hatten wir auch schon, bei einer Masterarbeit die außerhalb geschrieben worden ist. Die betroffene Person durfte dann einfach erneut einreichen.
Gleichzeitig habe ich tatsächlich letztes Jahr einmal einen mit Plagiat erhascht und das auch durchbekommen. Hat in seiner Bachelorarbeit ganz massiv Inhalte aus verschiedenen Gebrauchsanleitungen 1:1 übernommen, um seine Versuche zu beschreiben.
Fehler der Studenten oder Lehrer? 🤔
Beides, hauptsächlich weil niemand mehr eine Perspektive hat, weder Profs noch Studenten. Profs die Studenten teilweise vorschreiben Aufgaben an Agenten abzugeben und nahe der KI-Psychose sind während Studis in angekündigten Code reviews keine einzige Frage beantworten konnten weil das Semesterprojekt mittlerweile zu einer 100k Zeilen großen Codebase gewachsen ist von der nicht eine Zeile gelesen wurde. Ich habe gesehen wie Studenten nicht beantworten konnten in welcher Sprache das Backend / Frontend dazu geschrieben wurde. Ich habe Profs gesehen die 20 Seiten übelsten Slop als Aufgabenstellung an die Studenten weitergeben, diese wieder slop als Abgabe produzieren welcher nie gelesen wird, und am Ende bekommen alle eine 1.0. Es werden bereits die ersten “Applied AI” Studiengänge eingeführt.
Und das alles damit man nach dem Masterabschluss für 16-18€/h einsteigen darf, für den unwahrscheinlichen Fall dass man einen Job findet und es im Interview mit Müh und Not schafft einen FizzBuzz in Pseudocode aufs Papier zu bringen.
Man sollte wie in der Demoszene einfach Screenshots von Zwischenschritte einfordern sodass man sichergehen kann, dass der Scheiß nicht KI generiert ist.
Wenn das so weitergeht muss man Videobeweis wie in der Speedrunnerszene machen.
Das Problem ist weniger dass es generiert ist sondern dass es niemanden mehr interessiert.
Ich bin kein Informatiker aber das klingt schon düster. Sind das die Menschen die zukünftig unsere Weichware für den Staat und Betriebe schreiben werden?
Nach den Vorstellungen vieler werden das in naher Zukunft so gut wie garkeine Menschen mehr machen, deshalb die Perspektivlosigkeit. Und entgegen den Vorstellungen vieler (vor allem hier im Nicheninternet) glaube ich dass das durchaus passieren kann.
Abgesehen von den intrinsischen Problemen die das mit sich bringt leben wir in einem System das die Gesellschaft vor ein riesiges Existenzproblem stellt wenn Arbeit nichtmehr vollbracht werden muss.
Ich kann mir keine Welt vorstellen wo es keine Arbeit geben soll. Dafür ist unsere Realität zu unendlich.
es wird immer unendlich viele arbeitsplätze geben, denn irgendwas findet man immer zu tun. die frage ist nur ob sie auch bezahlt werden, d.h. ob die arbeit als wichtig genug von anderen menschen erachtet wird. und das ist weniger klar.
Es ist nicht die Frage, ob es noch Arbeit geben wird, sondern wer sie verrichtet und wer davon profitiert.
Ich würde auch sagen teils teils. Bei uns gibt es aber ein Dokument das wir allen Studis vor Beginn ihrer Arbeit zusenden. Darin steht viel dazu wie wichtig korrektes zitieren ist, wie man das macht und wie man mit KI umgehen sollte. Lesen leider die wenigsten.
Das ist aber auch ein bisschen wenig, wir mussten ein Seminar vor der Bachelorarbeit machen, in dem wissenschaftliches Schreiben behandelt wird. Inklusive Zitieren, Struktur, Zeitplanung etc.
Das gibt es bei uns so nicht, allerdings vor der Bachelorarbeit eine Seminararbeit, in der sehr auf Zitieren/KI eingegangen wird. Dann eine eng betreute Projektarbeit, bei der Betreuer idR sehr auf Formalien hinweisen. Dann natürlich BA/MA. Und zusätzlich halt immer mein Lieblingsdokument mit den Hinweisen. Hier handelt es sich übrigens um Masterarbeit(en).
OK, es ist auch eher eine Seminararbeit bei uns - nur muss man die eben so schreiben wie die Bachelorarbeit. Mit korrektem Zitieren, Finden von relevanten Arbeiten und Formatieren.
Aber ja, bei Masterarbeiten kann man sich eher nicht auf Unwissen stützen. Da muss man ja vor KI schon eine Bachelorarbeit geschrieben haben!






