Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

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    3 hours ago

    was ist denn das hier für ein Zerrbild,

    Grundlagen des Kapitalismus. Durch Zinseszinseffekte wandert das Vermögen zur Elite. Sie sucht sich Investitionsmöglichkeiten und hat irgendwann alles aufgekauft und es bleibt nur noch der Besitz der Arbeiter.

    Wir sind an dem Punkt, wo Wohnungen nicht mehr bezahlbar sind weil Immobiliengesellschaften alles aufkaufen.

    Deutsch haben viel Vermögen, nur leider in Bar unterm Kopfkisse

    Ja, noch. Die nächste Generation aber nicht mehr so viel. Das Kopfkissen ist in der Tat ein Problem und der Grund, warum Amerikaner trotz niedrigerer Sparquote mehr Vermögen haben.

    Natürlich, denn sein Unternehmenswert X ist morgen vielleicht X/2 wert.

    Das Risiko von Konsequenzen in der Lebensqualität besteht für den Handwerker. Für Billionäre ist es kein Risiko das die Lebensqualität beeinflusst.

    Abgesehen davon müssen natürlich diverse Standards eingehalten werden

    Die für Konzerne kein Problem sind. Es trifft dann nicht sozial schwache Arbeiter aber irgendwelche Arbeiter trifft es. Wahrscheinlich Leiharbeiter. Eigentlich am schwächsten, aber legal.

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      2 hours ago

      Man merkt, dass du komplett vom amerikanischen Diskurs verdreht bist. Erst mal gibt es nicht einen Billionär, sondern nur Milliardäre. Zweitens arbeiten die meisten eben nicht für Milliardäre, in Deutschland sind die meisten bei KMUs beschäftigt. Und Vermieten tun in Deutschland zu einem reisen Teil private Kleinvermieter und keine Megakonzerne.

      Ich kann dich beruhigen, Jeff Bezos kauft deine Wohnung voraussichtlich nicht. Das liest sich alles, als hättest du ne große Hasskappe und bist dir ganz sicher, dass die da oben es auf den armen Arbeiter abgesehen haben. Faktisch haben wir einfach eine extreme Urbanisierungsbewegung gekoppelt mit unfassbaren Trendstädten. Du kannst in Deutschland sehr günstig wohnen, da will nur kaum jemand hin.

      • plyth@feddit.org
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        1 hour ago

        komplett vom amerikanischen Diskurs verdreht bist.

        Ja. Beeinflusst würde mir allerdings besser gefallen.

        Der aktuelle Zustand ist ja auch noch nicht das Endergebnis. Die mittleren Einkommen schrumpfen. Wer soll zukünftig in Wohnungen investieren können?

        Ausgangspunkt ist:

        Löhne und Renten von der Produktivität entkoppel

        Damit muss das Vermögen zur Elite wandern, neben den sowieso laufenden Zinseszinseffekten.

        https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2025/Gutachten-Private-Vermieter-in-Deutschland.pdf

        Wenn wir das erhalten wollen, muss die Schere geschlossen werden.

        Du kannst in Deutschland sehr günstig wohnen, da will nur kaum jemand hin.

        Das ist kein Argument. Wohnen muss auch da günstig sein wo die Leute arbeiten. Neben den entkoppelten Löhnen muss auch noch mehr Miete gezahlt werden. Das Vermögen kann so nur bei wenigen enden, die dadurch demokratiegefährdent viel Macht erhalten.