• Ooops@feddit.org
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    2 days ago

    “Hält diese Entwicklung an, könnte die Zahl am Jahresende bei über 10.000 liegen – der mit weitem Abstand höchste Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011”

    Damit ist dann auch schon alles gesagt. Solange es keine Wehrpflicht gibt, verweigern weniger Leute die Wehrpflicht. Wie überraschend…

  • Lumidaub@feddit.org
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    2 days ago

    … Was. Ich bin endlos verwirrt. Wieso (und wie) verweigert man etwas, was nicht gefordert wird (edit: wurde, bis dieses Jahr)? Und wieso ist der Artikel offenbar überrascht von der Entwicklung, jetzt wo die Forderung wieder im Raum steht? Hatte ich gestern zu viel Wein?

    • Successful_Try543@feddit.org
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      2 days ago

      Wieso (und wie) verweigert man etwas, was nicht gefordert wird?

      Kriegsdienst-Verweigerung bedeutet nicht bloß den Grundwehrdienst zu verweigern (und stattdessen Zivildienst zu leisen), sondern eben auch im wörtlichen Sinn den Kriegsdienst an/mit der Waffe zur Landesverteidigung zu verweigern, wenn der Russe anrückt.
      Im Hinblick auf die gegenwärtige Lage halten es Einige wohl für nicht mehr so unwahrscheinlich, dass in nicht allzu ferner Zukunft Reservisten und auch Wehrpflichtige zur Verteidigung einberufen werden.

        • Successful_Try543@feddit.org
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          1 day ago

          Die allgemeine Wehrpflicht (für Männer) im Spannungs- oder Verteidigungsfall galt auch seit der Aussetzung der allgemeinen Einberufung zum Grundwehrdienst 2011 weiter.

          Die derzeitigen Zahlen mit solchen vor 2011 zu vergleichen ist wenig zielführend, da damals noch Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst einberufen wurden und entsprechend mehr KDV-Anträge gestellt wurden.

  • SomeOneWithA_PC@feddit.org
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    2 days ago

    Body count ist was für Militär aus dem letzten Jahrtausend. Klar ist’s immer noch ein plus, aber längst nicht mehr so wichtig. Jetzt auf die Anzahl zu pochen und blind links mehr Fußsoldaten gehorsam einprägen hilft kaum gegen eine Überschar an automatisierten Tötungssystemen.

    • Aniki@feddit.org
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      2 days ago

      Ich erinnere mich es gab mal so eine Formel dass die Kampfesstärke eines Truppe linear mit der Ausrüstung und Quadratisch mit der Personenanzahl wächst … keine ahnung wie die Formel hieß.

      es fragt sich inwiefern das wahr bleibt.

  • ComfortableRaspberry@feddit.org
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    2 days ago

    Interessant zu lesen, dass Leute ihre Verweigerung widerrufen. Wusste gar nicht, dass das geht.

    Was ich mich allerdings frage: wie sinnvoll ist es die Menge der Verweigerungsanträge aktuell (Wehrpflicht angekündigt) und den letzten Jahren zu vergleichen? Gibt es Gründe einen Verweigerungsantrag zu stellen wenn keine Wehrpflicht besteht bzw angedacht ist?

    • RalfWausE_der_zwote@feddit.orgOP
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      2 days ago

      Gibt es Gründe einen Verweigerungsantrag zu stellen wenn keine Wehrpflicht besteht bzw angedacht ist?

      Ich denke da geht es hauptsächlich darum ein Zeichen zu setzen - zumindest bei “Ungedienten”, bei Reservisten macht es natürlich Sinn einen KDV Antrag zu stellen wenn man mittlerweile dem Dienst an der Waffe entsagt hat.

      • ComfortableRaspberry@feddit.org
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        2 days ago

        Ja, so hatte ich mir das gedacht. Damit ist der Vergleich mit den Jahren zwischen dem Ende der Wehrpflicht und bevor die Rückkehr wirklich absehbar war irgendwie unpassend für mich.

    • unexposedhazard@discuss.tchncs.de
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      2 days ago

      Die Wehrpflicht steht definitiv auf dem Programm der nächsten Jahre. Die Waffen Industrie hat Bock auf Krieg und die Regierung ist voll dabei. Die Meldepflicht für lange Auslandsaufhendhalte die es jetzt gibt ist der vorbereitende Schritt zur Wehrpflicht.

      • DdCno1@beehaw.org
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        2 days ago

        Russland hat vor allem Bock auf Krieg. Es gibt schon Gründe dafür, warum gerade osteuropäische Geheimdienste immer lauter davor warnen, dass Russland einen Angriff auf NATO vorbereitet. Die denken sich das nicht aus.

        Die hiesige Waffenindustrie hatte keine großen Probleme damit, downzusizen zu einem großen Teil von Exporten zu leben. Sie war überhaupt nicht vorbereitet auf die Anforderung, zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges wieder die Landesverteidigung zu priorisieren, was u.a. Stückzahlen bedeutet, die es seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Ganze Produktionsstraßen sind lange abgebaut, benötigte Fachkräfte in Ruhestand oder seit Ewigkeiten in andere Industrien abgewandert.

        Wenn die Waffenindustrie da wirklich hinter stecken würde, dann hätte sie sich sicherlich darauf vorbereitet, aber das ist nun wirklich nicht der Fall. Gleiches gilt für die Regierung, die ganz sicher viel lieber satt und sicher den Frieden verwalten würde.

        Übrigens hat sich das mit der Meldung von Auslandsaufenthalten schon längst wieder erledigt.

      • Daredoedel@lemmy.world
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        2 days ago

        Ahh, ein weiterer Lack Connaisseur! Ja, die pöse Waffenindustrie hat Bock auf Krieg. Wenn es die nicht gäbe hätten wir Frieden und Freude auf dem Europäischen Kontinent!

        • unexposedhazard@discuss.tchncs.de
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          2 days ago

          Der Glaube das Krieg keine finanzielle Motivation birgt ist absurd. Klar gäbe es auch ohne keinen ewigen Frieden, aber du glaubst nich ernsthaft dass Rheinmetall und co sich nich grad richtig glücklich die Hände reiben oder?

          • Tiefkuehlkost@feddit.org
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            2 days ago

            Ja, sie profitieren davon aber daher abzuleiten das sie den bzw. der Staat den Konflikt für sie verursacht hätte ist humbug.

            Und die Existenz einer Waffenindustrie oder einer zivilen Industrie die im Krisenfall auf Waffen wechseln kann ist genauso teil der Abschreckung / des Sicherheitsaparates wie das Militär selber.

            Natürlich wäre eine Welt in der dies nicht nötig wäre schöner aber mit Trump im Westen und Putin im Osten kann sich die EU das nun leider nicht mehr erlauben.

          • Aniki@feddit.org
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            2 days ago

            rheinmetall ist nicht der deutsche aktienindex. klar haben politiker ein interesse an wirtschaftswachstum weil entweder sie selber oder ihr “partner” große anteile halten … aber die rüstungsindustrie ist nicht der beste ort dafür.

            die politiker haben vielmehr interesse daran jegliches innere problem auf einen äußeren feind zu schieben. daher gibt’s krieg, als ablenkung von den eigenen fehlern. passiert doch schon seit jahren. irgendwas geht schief --> russland war’s. trump wird gewählt? russische wahlbeeinflussung. trump droht grönland zu annektieren? der arbeitet doch für russland …