Zu Wochenbeginn verstärkte die teilweise Blockade der Straße von Hormus durch die USA die Sorgen wegen möglicher Versorgungsengpässe. Der Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Forties, das vor der britischen Küste gefördert wird, sprang bis auf knapp 149 Dollar je Fass - und übertraf damit das alte Rekordhoch aus der Zeit der Finanzkrise 2008.
Der Preis für physisches, sofort verfügbares Rohöl lag damit zugleich deutlich über den Preisen an den Terminmärkten, wo für Rohöl mit Lieferung im Juni aktuell um die 100 Dollar aufgerufen werden. Die physischen Märkte sind damit ein Spiegelbild der akuten Versorgungskrise - während an den Terminmärkten noch die Hoffnung auf eine gewisse Entspannung in der Zukunft eingepreist sind.
Man beachte, dass in Presseberichten derzeit oft Terminmarkt- bzw Futures-Preise genannt werden.



Ich persönlich bin ja der Meinung, dass 2025 das Jahr von “peak oil” war. Spätestens heuer werden eine Vielzahl von Staaten und Organisationen versuchen, ihren Verbrauch und ihre Abhängigkeit zu reduzieren.
Edit:
Die Förderung bzw. Transportkapazität bricht um zweistellige Prozentpunkte ein, eine globale Knappheit wird erwartet - und die IEA rechnet mit nicht einmal 1,5% Rückgang des Verbrauchs (bei 105 Mio Barrel)? Das kann sich doch nicht ausgehen.
Es gab vorher eine Ölüberproduktion und noch einiges an Kapazität um Öl auf den Markt zu bringen. Vorallem Venezuela und die USA können da einiges liefern. Dann reden wir hier über 1,5% innerhalb eines Quartals. Gerade so Sachen wie E-Autos brauchen einiges an Zeit um zu wirken.
Es geht nicht um die Minderung der preislastischen Nachfrage durch temporär hohe Preise, sondern um die Zerstörung der Nachfrage.
Gemeint ist, denke ich, der inelastische Teil der Nachfrage, der nicht wieder kommt, wenn die Preise sinken. Klar wird bei hohen Preisen so viel weniger Öl gekauft, dass angebotene und nachgefragte Menge sich entsprechen.