Zu Wochenbeginn verstärkte die teilweise Blockade der Straße von Hormus durch die USA die Sorgen wegen möglicher Versorgungsengpässe. Der Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Forties, das vor der britischen Küste gefördert wird, sprang bis auf knapp 149 Dollar je Fass - und übertraf damit das alte Rekordhoch aus der Zeit der Finanzkrise 2008.

Der Preis für physisches, sofort verfügbares Rohöl lag damit zugleich deutlich über den Preisen an den Terminmärkten, wo für Rohöl mit Lieferung im Juni aktuell um die 100 Dollar aufgerufen werden. Die physischen Märkte sind damit ein Spiegelbild der akuten Versorgungskrise - während an den Terminmärkten noch die Hoffnung auf eine gewisse Entspannung in der Zukunft eingepreist sind.

Man beachte, dass in Presseberichten derzeit oft Terminmarkt- bzw Futures-Preise genannt werden.

  • Melchior@feddit.org
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    14 days ago

    Es gab vorher eine Ölüberproduktion und noch einiges an Kapazität um Öl auf den Markt zu bringen. Vorallem Venezuela und die USA können da einiges liefern. Dann reden wir hier über 1,5% innerhalb eines Quartals. Gerade so Sachen wie E-Autos brauchen einiges an Zeit um zu wirken.

    • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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      12 days ago

      Dann reden wir hier über 1,5% innerhalb eines Quartals.

      Es geht nicht um die Minderung der preislastischen Nachfrage durch temporär hohe Preise, sondern um die Zerstörung der Nachfrage.