Zu Wochenbeginn verstärkte die teilweise Blockade der Straße von Hormus durch die USA die Sorgen wegen möglicher Versorgungsengpässe. Der Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Forties, das vor der britischen Küste gefördert wird, sprang bis auf knapp 149 Dollar je Fass - und übertraf damit das alte Rekordhoch aus der Zeit der Finanzkrise 2008.
Der Preis für physisches, sofort verfügbares Rohöl lag damit zugleich deutlich über den Preisen an den Terminmärkten, wo für Rohöl mit Lieferung im Juni aktuell um die 100 Dollar aufgerufen werden. Die physischen Märkte sind damit ein Spiegelbild der akuten Versorgungskrise - während an den Terminmärkten noch die Hoffnung auf eine gewisse Entspannung in der Zukunft eingepreist sind.
Man beachte, dass in Presseberichten derzeit oft Terminmarkt- bzw Futures-Preise genannt werden.



Gemeint ist, denke ich, der inelastische Teil der Nachfrage, der nicht wieder kommt, wenn die Preise sinken. Klar wird bei hohen Preisen so viel weniger Öl gekauft, dass angebotene und nachgefragte Menge sich entsprechen.