Ein breites Bündnis der Klimabewegung kündigt Proteste und Aktionen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung an. „Fossile Energien bedrohen unsere Sicherheit“, schreiben Campact, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, Germanwatch, GermanZero, Greenpeace und WWF in einem gemeinsamen Aufruf, der der taz exklusiv vorliegt. „Wir sind entsetzt, dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Teile der Union den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausbremsen wollen.“

Für den 18. April rufen die Verbände und Ak­ti­vis­t*in­nen zu Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München auf.

Am 24. April will Fridays for Future bundesweit protestieren, erstmals auch direkt vor Wahlkreis- und Parteibüros vor allem der Regierungsparteien CDU und SPD.

  • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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    2 months ago

    Und ich finde auch das Argument nicht ehrlich, dass ja auch die Emissionen von vielen anderen Ländern zu dem Problem beitragen. Denn:

    • Unsere Emissionen hier sind nicht nur ein Anteil von vielen Menschen in vielen Ländern, sondern jedes zusätzliche Kilo CO2 von jedem Einzelnen von uns belastet acht Milliarden andere Menschen auf dem Planeten
    • Und umgekehrt sind wir als Bewohner der Industriestaaten, und der EU mit 300 Millionen Bürgern Teil einer kleinen, reichen, und einflussreichen Minderheit weltweit , die weit überproportional zum Problem beiträgt und Verantwortung hat
    • Und schließlich ist Deutschland als wirtschaftlich stärkstes und in vielen Aspekten mächtigstes Land der EU, und diese wiederum als der am stärksten demokratische Block der mächtigsten drei ökonomischen Blöcke, sehr wohl einflussreich.

    Das ganze Opfernarrariv der rechten Klimazerstörer ist eine Unwahrheit…

    • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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      2 months ago

      Oftmals ist dieses “Aber die anderen”-Argument auch einfach nur Verlagerung von Verantwortung. Wenn Güter in Deutschland und Europa konsumiert werden, werden die produktionsbedingten CO₂-Emissionen ja nicht auf die deutschen oder europäischen Emissionen addiert, sondern den Produktionsländern zugerechnet, selbst wenn sie dort niemals zum Einsatz kommen. Und am Ende der Lebenszeit, wenn die kaputten und “nutzlosen” Reste entsorgt werden, verkauft man sie ins Ausland und die Emissionen der Müllverbrennung werden ggf auch wieder anderen Ländern zugerechnet, aber nicht dem Land, dessen Einwohner dafür aufgrund ihres Konsums verantwortlich sind.

      • ctenidium@lemmy.world
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        2 months ago

        Mal unabhängig vom Thema wird das Argument “aber die anderen” sehr opportunistisch und selektiv angewendet. Sieht man bei EU-Themen ganz gut, wahlweise hat man keine Wahl, als den Richtlinien zu folgen und in bestimmten Fällen sind regelmäßig wiederkehrende Strafzahlungen kein Problem.