• it_depends_man@lemmy.world
    link
    fedilink
    arrow-up
    10
    ·
    edit-2
    1 month ago

    Das ist so ein Teil am “Journalismus” bzw. auch an der Wissenschaft die sich mit dem Problem beschäftigt:

    Die Betrachtung ist mittlerweile notwendigerweise unterkomplex.

    Wenn wir nach 20 Jahren Forschung im Sinne von theoretischem Bildungsexperiment + statistischer Erhebung keine Verbesserung feststellen, müssten entsprechend verantwortungsvolle Forscher und Forschungseinrichtungen halt den Forschungsrahmen auf die Politik und die tatsächlich umgesetzten Maßnahmen erweitern und die aufgewendeten Mittel und deren Verteilung untersuchen.

    Gleiches beim Journalismus.

    Die persönliche Wut ist persönlich nachvollziehbar, aber man hat den Journalismus Abschluss hoffentlich nicht zu Spaß gemacht oder im Lotto gewonnen. Wenn die vorhandenen Erklärungsuster nicht funktionieren, ist es irgendwie die Aufgabe von eigentlich allen Bürgern, aber ganz besonders denen die sich Recherche auf die Fahne geschrieben haben tatsächlich nachzuforschen woran es liegt.

    Die Wut einer einzelnen Person interessiert mich tatsächlich herzlich wenig. Darauf einen Artikel aufzubauen ist Populismus.

    Pisst mich an. 🤓 “hurr durr die dummen Politiker machen ihren Job nicht.” Ja. Und du? Hast du die Eier tatsächlich die Faktoren anzugucken die dazu führen und die Position zu beziehen die Notwendig ist um den Missstand zu beseitigen? Nein?

    Wer regiert hat wird nicht namentlich genannt? Tja. (CDU+SPD übrigends)

    Ich bin es so leid.

    Ich auch, Sascha Karberg. Ich auch.

    • SapphireSphinx@feddit.orgOP
      link
      fedilink
      arrow-up
      6
      arrow-down
      1
      ·
      edit-2
      1 month ago

      Wenn die vorhandenen Erklärungsuster nicht funktionieren, ist es irgendwie die Aufgabe von eigentlich allen Bürgern, aber ganz besonders denen die sich Recherche auf die Fahne geschrieben haben tatsächlich nachzuforschen woran es liegt.

      Ich verstehe Deine Kritik jetzt nicht so ganz.

      Doch statt zu investieren, wird gespart. Nicht an Wissen mangelt es der Politik, sondern am echten Willen, tatsächlich etwas zu verändern.

      Zwar wird auf Wahlkampfveranstaltungen landauf, landab und in Koalitionspapieren, auch dem jüngsten, vollmundig versprochen, „Bildungsgerechtigkeit“ zu fördern. Allein: Die Bilanz nach zehn Jahren ist mies. Nichts ist besser geworden, im Gegenteil. Sozial benachteiligte Kinder haben in Deutschland heute sogar noch weniger Bildungs- und Aufstiegschancen als vor 25 Jahren.

      […}

      Die Forschenden nennen das, ganz Wissenschaftssprech, eine „Lücke zwischen gewollter Chancengerechtigkeit und empirischer Realität“. Ich nenne es eine seit Jahrzehnten sehenden Auges andauernde, politisch mindestens fahrlässig zugelassene Kindeswohlgefährdung.

      Es liegt am fehlenden politischen Willen. Was soll denn ein Journalist deiner Meinung nach sonst machen? Es weiß doch wirklich jeder, wer hier im Land in den letzten 25 Jahren regiert hat.

      Edit:

      Wer regiert hat wird nicht namentlich genannt? Tja. (CDU+SPD übrigends)

      CDU+CSU+FW+FDP+SPD+Grüne+Linke in den für Bildung zuständigen Ländern.

      • it_depends_man@lemmy.world
        link
        fedilink
        arrow-up
        2
        ·
        1 month ago

        Was soll denn ein Journalist deiner Meinung nach sonst machen?

        Es liegt am fehlenden politischen Willen.

        Nein, es fehlt auch daran das die Kritik von Menschen wie ihm eben nicht besonders tief geht sondern bei “es wird gespart” aufhört und noch nicht mal bis zum

        CDU+CSU+FW+FDP+SPD+Grüne+Linke

        kommt.

        • DrunkenPirate@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          2
          ·
          edit-2
          1 month ago

          Und es wird schnell kompliziert und politisch gefährlich, wenn man in die Tiefe geht.

          Wer sind denn die sozial benachteiligten Kinder? Und wo wohnen die?

          Nun, in den letzten 25 Jahren sind das zum Großteil auch Kinder aus Mirgantenfamilien, Flüchtende und Ukrainer. Die sind bei den unteren Prozent anzutreffen und immer weniger Deutsche. (Man möge sich nur ein paar „schlechte und prekäre Jobs“ anschauen und wer da arbeitet). Und dann ist die Geburtenrate bei Deutschen bekanntlich auch niedrig.

          Dann gibt es da noch die Ost-West-Spaltung, bei der es anders mit Benachteiligten aussieht.

          Und den Stadt-Land-Konflikt hast man da auch automatisch drinnen, da die meisten Kinder in den städtischen Großräumen wohnen, nicht in MeckPo, Eifel oder Friesenland.

          In diesem Wust aus Benachteiligten wartet ein politisches Fettnäpfchen nach dem anderen. Purer Überlebenswille und es gibt bei dieser Wählerschicht auch kaum Wahlstimmen zu gewinnen.

          Das wäre jetzt meine Analyse. Ist aber nicht Zeitungstauglich.