Vier Millionen Kilo Kartoffeln zu verschenken
"Der Plan ist simpel: Ecosia finanziert den Transport von Sachsen nach #Berlin. Die Berliner Morgenpost hilft, die kostenlose Verteilung zu organisieren.
Wir suchen dafür Verteilstellen in der ganzen Stadt: Kirchengemeinden, Schulen, Sportvereine, Nachbarschaftsinitiativen, soziale Einrichtungen oder Privatleute. Jede Abnahmestelle erhält eine Tonne der Kartoffeln, kostenlos, zum Verteilen an alle, die sie gebrauchen können (Sorte Agria, festkochend)."



Ich mach ja beruflich was mit Lebensmittelindustrie und ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Das Problem ist schlicht und einfach, dass Lebensmittel irgendwann verderben oder ins MHD laufen und nicht mehr verkauft werden dürfen. Keine Firma hat Bock drauf, für ordentlich Geld Ware einzukaufen und dann zu entsorgen oder für ein paar lumpige Euro in die Biogasanlage zu fahren. Es passiert aber leider, dass auch Lebensmittel floppen. Das kannst du nicht zu 100% planen, gerade wenn du auch eine Warenverfügbarkeit sicherstellen willst. Dann planst du einen Haufen Grillfleisch, Baguette und Bier für den Sommer, weil WM ist. Das wird da ja haufenweise nachgefragt und du kannst das Verkaufspotential auf Basis der vorigen WMs abchecken. Aber dann kann es dir halt passieren, dass ein Teil der Zielgruppe die WM boykottiert wegen Trump, dass die Nationalmannschaft direkt in der Vorrunde ausscheidet und keiner mehr Bock auf Fußballgrillparty hat für Niederlande vs. Kroatien im Achtelfinale und dass das Wetter einfach drei Wochen kübelt und keiner Grillen kann, weil jede Glut sofort ausgeregnet wird. Dann hast du aber Lebensmittel auf Lager, die nicht nachgefragt werden und der MHD kickt los.
Ich hätte den Gedanken mehr ausführen sollen anstatt davon auszugehen, dass alle meine Gedanken lesen können, ich werd da mal was rein editieren. Was ich “regulieren” möchte, ist der Umgang mit den rumliegenden Lebensmitteln.
Solche Vorkommnisse lassen sich nicht vermeiden, ja. Aber da muss man doch irgendwo ansetzen können, irgendwelche Anreize schaffen, dass der Überschuss nicht vernichtet wird, sondern wie hier verteilt wird.
Lebensmittel dürfen auch nach Ablauf des MHD verkauft werden. Was sich ändert, ist die Haftungsfrage: Wenn das Lebensmittel schlecht ist, haftet dann nicht mehr der Hersteller, sondern der Verkäufer. Vor dem Ablauf des MHD ist es anders herum.
Ja. Was in der Praxis bedeutet, dass die Supermärkte & Co dir als Großhändler die Ware nicht mehr abkaufen, weil die Supermärkte selbst ihre Märkte frühzeitig nach abgelaufenen Produkten absuchen und diese dann idealerweise vor Ablauf des MHD reduziert verkaufen. Du hast definitiv keine Chance dem normalen deutschen Handel Lebensmittel mit abgelaufenen MHD zu verticken. Gerade wegen dieser Haftungsfrage, da reichen dann ja wenige Hansel, die Magen-Darm-Erkrankungen reklamieren und Geld wollen