Die Spitzenpolitik scheint noch nicht zu einer abschließenden Beurteilung der Initiative gekommen zu sein - missbilligt aber mit klaren Worten jegliche Gewalt.

Darunter noch einige Stimmen verschiedener Parteivertreter, von denen sich die meisten nicht auf die berechtigten und gewaltfrei kommunizierten Anliegen der 120.000 Demonstrierenden beziehen, sondern auf heraufbeschworene Gewaltexzesse einzelner (nach den eigentlichen Demonstrationen).

  • smub@feddit.org
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    22 hours ago

    Ich bin halt gegen die Befriedung von Protesten, besonders wenn es aus Teilen der Bewegung selbst gemacht wird. Hilft niemanden immer schön das zu machen was die Politik sich wünscht.

    • passepartout@feddit.orgOP
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      22 hours ago

      Ich finde es in diesem Fall sogar sehr zielführend eine Botschaft zu vermitteln, mit der sich das historisch gewachsen eher wenig protest- bzw. gewaltbereite Deutschland identifizieren kann. Sonst wäre es womöglich garkeine sechsstellige Zahl geworden oder das ganze Vorhaben vorsorglich im Keim erstickt.

      • smub@feddit.org
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        21 hours ago

        Also kann man ja verschiedener Meinung sein, was “besser” wäre. Nur ist es halt ein Unterschied ob sowas irgendwie gemeinschaftlich entschieden wird oder durch eine kleine Anzahl Menschen, die bisher noch niemanden wirklich Rechenschaft schuldig sind. Was ja mein Ausgangspunkt war. Und wie sich an einigen Orten gezeigt hat, es gibt eine nicht unerhebliche Menge an jungen Menschen in den Protesten, die sich diese Friedlichkeit nicht wünschen, sonst hätten sie nicht gemacht was sie gemacht haben (Feuer, Pyro, Dinge werfen, versuchen trotz Laufverbot zu laufen usw)

        Ich bin ja auch gar nicht gegen friedliche Proteste, ich bin nur dagegen gezielte Gewaltlosigkeit immer und immer wieder durchsetzen zu wollen und damit die eigene Seite in gewisser Weise auch zu zensieren.

        • Radieschen@feddit.org
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          21 hours ago

          Ich bin auch nicht für Gewaltlosigkeit um jeden Preis, ich glaube eine gewisse Militanz ist notwendig, um Ziele zu erreichen. Wenn aber eine Demo friedlich angekündigt ist, dann sollten sich alle daran halten. Den Schutz der Masse für Gewalt zu nutzen und damit die ganze Demo zu einem unsicheren Raum zu machen ist ableistisch und autoritär.

          Wenn 5 Leute diese Demo organisieren und sie unter einen Aktionskonsens stellen, dann kann man sich doch bitte daran halten. Wenn Leuten das nicht passt, können sie ja selber eine Demo oder Kleingruppenaktion organisieren.

          • smub@feddit.org
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            21 hours ago

            Genz-regelt hat maximal 5 der dutzenden Demos tatsächlich organisiert, kann man ja auch auf deren Website sehen.

            Wenn 5 Leute diese Demo organisieren und sie unter einen Aktionskonsens stellen, dann kann man sich doch bitte daran halten.

            Finde ich es schwierig das als Aktionskonsens zu bezeichnen. Eben weil 5 Leute weder an allen Orten dabei sind noch irgendwie einen gemeinscaftlichen Prozess der Aushandlung gemacht haben. Für mich wirkt es eher wie ein ziemlich großes Machtinstrument im Gerangel darum wie sich die Bewegung formiert und was als Aktionen “okay” sind.

            Den Schutz der Masse für Gewalt zu nutzen und damit die ganze Demo zu einem unsicheren Raum zu machen ist ableistisch und autoritär.

            Die Demo war ja wegen der Polizei eh ein unsicherer Raum, finde das bisschen zu binär in der Formulierung. Trotzdem unsolidarisch durch eigene Aktionen andere mehr als nötig in Gefahr zu bringen, wünsche ich mir auch gar nicht.

    • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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      21 hours ago

      Dennoch gibt es keinerlei Diskrepanz zwischen dem, was die Organisatoren der Demonstrationen an Werten und Selbstverständnis kommunizieren und dem, was die Demonstrierenden umsetzen. Deine Forderung ist also komplett unbegründet.

      Wenn du gewaltvollen Protest willst, geh los, organisiere welchen und beobachte, wie viele und wer sich dem anschließt. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.

      • smub@feddit.org
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        20 hours ago

        Dennoch gibt es keinerlei Diskrepanz zwischen dem, was die Organisatoren der Demonstrationen an Werten und Selbstverständnis kommunizieren und dem, was die Demonstrierenden umsetzen

        Ebend doch? Es ist doch ziemlich offentsichtlich, dass die “Organisatoren der Demonstrationen” mit Gewaltfreiheit meinen, dass man ja nichts unanständiges macht wie bspw. Pyrotechnik, Barrikadenbau oder Ignorieren von Demonstrationsverboten. Was aber alles Dinge sind, die aus den Versammlungen von heraus von Teilnehmenden entweder noch währenddessen oder direkt im Anschluss passiert sind.

        • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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          19 hours ago

          Du kannst also gedankenlesen? Beeindruckend.

          Abgesehen davon gibt es immer Einzelne (oder auch einzelne, kleine Gruppen), die sich nicht an so einen Konsens halten. Daraus abzuleiten, dass bei 120k Teilnehmenden dieser Konsens nicht existiert habe, ist anders wild.
          Ich verrate dir mal ein kleines Geheimnis: die allermeisten Demonstranten wollen friedlich demonstrieren.