Hey zusammen,
ich studiere gerade und merk immer wieder, dass ich in Phasen, wo sich viel ändert, also wenn Entscheidungen fürs Studium, den Job oder einfach den nächsten Lebensabschnitt anstehen, ewig hin und her denke. Pro und Contra sammeln, nochmal drüber schlafen, nochmal umentscheiden… und am Ende entscheid ich dann doch eher aus dem Bauch raus, meistens ziemlich spät.
Mich würd mal interessieren, wie das bei euch so läuft:
- Wie sortiert ihr euch in solchen Phasen? Aufschreiben, mit Leuten reden, spazieren gehen, einfach abwarten?
- Merkt ihr dabei Muster bei euch, also dass ihr an ähnlichen Stellen immer wieder hängen bleibt oder ähnlich entscheidet?
- Und wenn ihr mal was Wichtiges über euch gecheckt habt, wie sorgt ihr dafür, dass das nicht nach zwei Wochen wieder weg ist?
- Was habt ihr ausprobiert, das am Ende eigentlich gar nichts gebracht hat?
Bin gespannt, ob da jemand nen echten Trick hat oder ob sich alle irgendwie so durchwurschteln 😅


Tatsächlich habe ich häufig das gleiche Problem. Das geht teilweise bis hin zur Entscheidungslahmheit. Wenn das so aussieht wie bei mir, hab ich gleich sofort schon ein Bauchgefühl aber das stelle ich dann in Frage und dann gerate ich in die Spirale.
TL;DR: Hab mich trainiert. mein Bauchgefühl nicht gleich in Frage zu stellen und ich ignoriere meine Angst vor dem Falschentscheiden.
Aufgefallen, dass ich doch ohne ewige Daueranalyse entscheiden kann, ist es mir bei Deadlines. 'Ne Woche vor Anmeldung meines Themas für Hausarbeiten wusste ich auf einmal, worüber ich schreiben wollte. Wochen vorher hatte ich keinen richtigen Plan. Scheiße, meine Auswahl für Sekundärliteratur war auf einmal zwo Wochen vor Abgabe fest. Ich hab mich von meinem Drang zur Daueranalyse mit der Deadline effektiv abgelenkt.
Was ich mir angewöhnt hab, ist, mir klar darüber zu sein, was mein Bauchgefühl zuerst gesagt hat und warum. Wenn ich diese Tendenz am Anfang habe, hat das ja einen Grund, den ich nur noch nicht ausdrücken kann. Also gehe ich da erstmal die Vorteile durch. Das hab ich eine Weile mit Zettel und Stift gemacht, heute eher im Kopf.
Was mir zu Beginn geholfen hat, ist so ein Mini-Notizbuch für eben diese Fälle. Hat mich ausgebremst aber ich brauche bei sowas immer was vor den Augen. Ich sortiere Gedanken und Argumente beim händischen Schreiben. Kann eben nur von mir sprechen.
Routine ist bei mir das A und O. Ich hab halt geübt, meinem Instinkt zu vertrauen und diese Angst vor dem Falschentscheiden auszusitzen (wie ich die dazu bringe, das Maul zu halten hab ich noch nicht drin). Das ist aber individuell, d.h. du musst deine ideale Methode finden. Das kann eine ganze Weile dauern, das ist aber in Ordnung.
das mit der deadline kenn ich so gut, sobald es eng wird weiß ich plötzlich was ich will 😅 die idee, sich bewusst zu merken was das bauchgefühl zuerst gesagt hat und warum, find ich echt gut. probier ich mal aus
Ich drücke dir alle zehn Daumen. Kann aber halt eine Weile dauern, bis die Taktik sitzt!
danke dir :) ja das mit dem üben und dass es dauern kann, das nehm ich mit. freut mich wenns bei dir sitzt
deleted by creator
deleted by creator