Ich finde, man müsste Hausaufgabe nicht gleich abschaffen, sondern sinvoller gestalten. Ich weiß noch, dass ich in der Grundschule wesentlich länger daran gesessen bin, als am Gymnasium. Die Lehrer haben halt einfach “drei Seiten rechnen”, “fünf Seiten schreiben” und so was aufgegeben. Es ist sicher nicht sinvoll, dass man in diesem Alter drei bis vier Stunden am Tag allein an so etwas arbeiten soll.
Finnland hat bereits bewiesen, dass das eine gute Idee ist. Die Probephase kann man sich sparen und direkt die Hausaufgaben abschaffen, überall.
Als würde sich irgendwer in Verantwortung interessieren, wenn sich Dinge bereits in anderen Ländern, Modellregionen oder Studien bewiesen haben. 4-Tage-Woche, BGE, Feststellung des Rechtsextremismus in der AfD etc. das gleiche. Wo kämen wir denn hin, wenn wir mal was verändern? Schließlich haben wir das schon immer so gemacht! /s
Fairerweise bedeutet “Probephase” oftmals einfach nur, dass eine Partei es einführen will, eine andere nicht, oder nicht unbedingt, und dann einigt man sich auf eine Probephase als Kompromiss, so dass nochmal eine zweite politische Abstimmung notwendig wird, bevor es permanent verankert wird.
Oder als Beispiel aus der Verkehrswelt: Fahrradstreifen in Mittellage. Das ist halt “in der Praxis bewährt”, im Gegensatz zu so Firlefanz wie geschützten Fahrradübergängen an Kreuzungen, die lediglich durch Nichtigkeiten wie wissenschaftliche Studien und jahrzehntelange Erfahrung in den Niederlanden gestützt werden.
und Prüfungen gleich mit
Irgendwie kommt das immer wieder hervor, ich persönlich mochte Hausaufgaben, da war klar, was grade im Unterricht wichtig ist, gab dann immer gute Noten in der Oberstufe
Noten gleich mit abschaffen?
Als ob das was Kinder in dem Zeitraum der Schule leisten, viel mit ihren Fähigkeiten später zu tun hat.
Warum überhaupt Schule? Was man am Fließband wissen muss kann ich denen auch an einem Tag beibringen.
Bewertung != Noten. Ende der wenigen Dinge die Waldorfschuhen besser machen als die Meisten anderen Schulen, ist das die Bewertung nicht sie denn Note reduziert wird, sondern als Text gegeben wird - und Schüler so gut sie nicht sitzen bleiben können, sowie die Noten nicht genutzt werden um ein e weitere Schulbildung ein zu grenzen (kein Gymnasium möglich z.b.). Verglichen mit der Lebenszeit der Kinder, ist das spätere Arbeits Leben so viel länger, dass ich wenig Sinn in der Benotung - und damit meine ich insbesondere ihre Folgen - sehe
Nur weil es an Walsorfschulen keine Noten gibt, heißt es nicht, dass SuS nicht bewertet werden und nicht mitgeteilt bekommen, ob sie gute Leistungen bringen, gerne in Form von Zwugnissprüchen. Hinzukommt, dass SuS gerne mitgezogen werden durch Jahrgänge, bis die Leistung so schlecht sind, dass sie gehen müssen.
Quelle: Trust me, Bro. Ex-Waldi.
Ich fuerche nur, dass diese Kinder dann etwas spaeter in der Realitaet (Studium, Job) ziemlich auf die Fresse fliegen werden.
Edit: typo
Das Modell gibt es ja schon, und die Kinder kommen damit gut bis besser klar - deine Sorge halte ich daher für unbegründet.
Haste da ne Quelle zu was empirischem?
https://deutsches-schulportal.de/unterricht/schulnoten-ja-oder-nein/
Finde ich nach kurzer Recherche hat gut, hatte aber keine Zeit richtig zu suchen
Also zu dem Punkt
Als ob das was Kinder in dem Zeitraum der Schule leisten, viel mit ihren Fähigkeiten später zu tun hat.
steht da so weit ich das gelesen habe nix drin, weder im positiven noch im negativen.
Mobil gesucht, daher nur abstract gelesen: https://iaap-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1464-0597.1990.tb01039.x sieht so aus als wuerd das recht viel miteinander zu tun haben - aehnlich viel wie die besten Praediktoren sonst so in der Domaene.
Wenn ich das nicht falsch lese, dann sehen sie weniger als 50% vorhersageerfolg?
Dass es nicht viel besseres gibt, ok, aber gut ist das in keiner Weise
Mich interessiert weniger “Was kann weg” sondern mehr “Was soll hin”. Wenn man sich in der Unterrichtszeit ordentlich mit den Inhalten auseinander setzen kann dürfte das bei Ganztagsschule bestimmt ausreichend. Schwieriger ist was heißt “ordentlich” und wie bekommt man das umgesetzt.
Nun haben die Lehrkräfte mit dem schlechtesten Unterricht auch die unsinnigsten Hausaufgaben gegeben. Hausaufgaben helfen auch meist nicht den Personen die im Unterricht nicht richtig mitkommen, da sie fehlendes Verständnis meist auch nicht beheben können.
Zu alledem sind Hausaufgaben allein wegen dem Zeitmanagement Zuhause extrem ungerecht, da z.B. Kinder aus ärmeren Familien Zuhause meist keine Hilfe von den Eltern bekommen können oder selbst keine Zeit haben.





