In den frühen Morgenstunden des 3. Septembers wurde die zweite Waldbesetzung im Langener Bannwald von einem großen Polizeiaufgebot geräumt. Die Aktivist*innen protestierten dort gegen die geplante Rodung von 21 Hektar Wald für die Erweiterung einer Kiesgrube durch die Firma Sehring. „Wir sind hier, um den Wald, unsere Zukunft und unsere Utopien mit unseren Körpern zu […]
Hätte man nicht einfach rollierend den Kies abbauen können? 21 Hektar sind 21 Quadrate à 100*100 Meter. Weiß jetzt nicht in welchem Zeitraum man das abbauen wollte, aber wenn man bspw. alle 6 Monate ein Quadrat rodet, abbaut und wieder aufforstet, dann sind die ersten Bäume schon wieder 10 Jahre alt, wenn man hinten ankommt.
Ich finde es auch nicht schön, wenn Wald gerodet wird, aber ich finde erstmal Kies weniger schädlich als Braunkohle.
Wär natürlich schön, ist aber vmtl wesentlich teurer & gefährlicher: Mit einer großen Grube (Seitenwände = schräg) kommt man tief, ohne spezielle Strukturen zu bauen. Will man direkt nach unten abbauen (Seitenwände = senkrecht), muss man die Seiten verstärken und man hat mehr Sturzrisiko/Risiko dass Kanten abbrechen/etc.
Gutes Argument, aber bei 100 x 100 Metern kann man doch genauso die letzten 10 Meter im Übergang zum Wald als schräge Böschung belassen, bis man in diesen Bereich vorrückt, oder? Oder man macht 110 x 110 Meter Flächen. Bin aber kein Tagebauexperte…
Generell über die Probleme des Kiesabbaus und den Kampf dagegen kann ich dieses Büchle sehr empfehlen.
Zur Problmatik der Wiederaufforstung bzw. “Renaturierung” siehe vor allem S. 25ff und die Schaubilder auf S. 23.