Ende vergangenen Jahres kamen bei den unter-18-Jährigen rechnerisch 947 weibliche Jugendliche auf 1.000 männliche. Am stärksten war der Männerüberschuss mit einem Verhältnis von 912 Frauen zu 1.000 Männern in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen.



Die 1:1 Zuordnung ist eine grundlegend fehlerhafte Annahme.
Du übersiehst hier eine Menge Einflussfaktoren wie z.B.:
Das muss für alle Geschlechter berücksichtigt werden, um sich einem tatsächlichen Verhältnis der möglichen heterosexuellen Partnerschaften anzunäheren.
Misserfolg in der Partnersuche daher so zu begründen:
halte ich für realitätsfern.
Das dürfte sich allerdings alles relativ stark rausmendeln auf große Bevölkerungsteile bezogen. Ich kenne keine Zahlen, dass es Homosexualität verstärkt bei Männern oder Frauen gibt, sondern das dürfte ungefähr gleich verteilt sein, soweit ich weiß. Auch Asexualität oder Gesundheitsbeeinträchtigungen dürften beide Geschlechter ähnlich treffen. Und ob polygame Beziehungen häufiger MMF oder FFM sind, weiß ich nicht. Das dürfte aber alles halt nicht diese gewaltige Geschlechtsungleichheit ausgleichen, ebenso wenig wie Nadine, die nach dem Dorffest immer mit wem anders nach Hause geht.
“Dürfte”.
Korrekt, du kennst keine Zahlen.
Ehe wir diese haben und das dann mal sauberer aufschlüsseln ist alles weitere Spekulation und nicht aussagekräftig genug, um haltbar zu bemängeln, dass eine erfolglose hetero-Partnersuche auf eine unausgeglichene Geschlechterverteilung zurückzuführen ist.
Einfach weil schon alleine die Idee so dumm ist, dass Homosexualität im Bereich von 15% unterschiedlich zwischen den Geschlechtern verteilt ist:
Macht also im bi- und homosexuellen Bereich 9% bei Frauen vs. 7% bei Männern.
Dass du es dumm findest, ist etwas anderes als wissenschaftlich tragbar zu sein.
Du hast dir jetzt nur eine kleine Altersgruppe angesehen.
Wenn man in die GeSiD-Studie schaut, landen wir bei 0,9 % Frauenanteil und 1,8 % bei Männern.
Dann kommt noch das Problem hinzu, dass es schwierig ist solche Daten genau zu erfassen. Je nach Studie, egal wie repräsentativ sie wird, kommt dann noch ein Schwankungsbereich von 1 bis 5 % hinzu.
Dann sind also vielleicht sogar auch Zahlen wie 6,8 % für Männer realistisch, bei Frauen vielleicht 2%.
Obendrauf muss man auch zwischen Sexualleben, festen Partnerschaften und Anziehing unterscheiden.
Und das ist nur für das Thema Homosexualität.
Zählt man noch die anderen Faktoren hinzu, können sich die Verhältnisse weiter verschieben.
Und wenn der Datingpool nicht gerade auf das hinterste Dort in Sachen-Anhalt beschränkt ist, sondern auch überregional in Frage kommt, verändern sich die Zahlen auch wieder.
Die 15 Männer, die dann angeblich in dem ursprünglichen Beispiel leer ausgehen können daher durchaus im Schwankungsbereich liegen.
Ich bleibe also dabei: Misserfolg von Männern bei der Partnersuche durch das Geschlechterverhältnis in der Bevölkerung zu begründen halte ich für realitätsfern.