Zu den Wahlen liest man es überall: "Dunkeldeutschland", "am besten die Mauer wieder hochziehen": Ost-Bashing ist nicht nur falsch, es schadet sogar dem Kampf gegen die AfD Drei wenig bekannte Erkenntnisse dazu, die jeder Antifaschist lesen sollte.
Es gibt nicht nur “den rechtsextremen Osten” nicht, es gibt auch “den Osten” oder “die Ostdeutschen” als homogene Einheit nicht. Davon bewusst oder unbewusst auszugehen, ist ein Mechanismus, der von vielen Diskriminierungsformen bekannt ist.
Das klingt so, als sei das Label ‘Ostdeutsche’ ein rein von außen aufgezwängtes. Das würde ich massiv bezweifeln. Genügend Leute aus dem Osten gefallen sich selbst sehr gut unter genau diesem Label. Ostalgie, verklärt-rosa Blick zurück, Simson-Romantik. Das sind doch echte Identitätsbausteine in der Region und keine Erfindung von außen. Gerade eben erst einen Kastenwagen gesehen, wo in der Frontscheibe ein Kennzeichen mit ‘OSTDEUTSCHLAND’ hing.
Genügend Leute aus dem Osten gefallen sich selbst sehr gut unter genau diesem Label.
Und genügend Leuten geht das auch da auf die Nerven. Nur weil es Leute gibt die das Klischee erfüllen heißt das nicht, dass es gerechtfertigt wäre, alle die aus der Region kommen mit diesem Klischee zu verwechseln. Das gilt bei Ostdeutschen genauso wie bei allen anderen Klischees.
Das ist völlig klar! Geht mir auch gar nicht darum, daran mitzuwirken, dieses Klischee weiter über ganz Ostdeutschland auszukippen, denn mich nervt das auch.
Aber wie im Artikel so zu tun, als sei dieses “Ostdeutschland”-Label etwas, was Wessis den Ossis von außen als Makel aufzwängen, wird der Realität in der Region halt auch nicht (mehr?) gerecht. Da wird dieses Label durchaus selber stolz, natürlich auch verklärt, aber eben als Auszeichnung getragen und gepflegt. Es gibt mittlerweile ein ganz klares “Ost-Selbstbewusstsein”, und genau das bedient auch die AfD, wenn zB Wessi Höcke den Ostdeutschen erklärt, nur sie seien ja noch die “wahren Deutschen”.
Das klingt so, als sei das Label ‘Ostdeutsche’ ein rein von außen aufgezwängtes. Das würde ich massiv bezweifeln. Genügend Leute aus dem Osten gefallen sich selbst sehr gut unter genau diesem Label. Ostalgie, verklärt-rosa Blick zurück, Simson-Romantik. Das sind doch echte Identitätsbausteine in der Region und keine Erfindung von außen. Gerade eben erst einen Kastenwagen gesehen, wo in der Frontscheibe ein Kennzeichen mit ‘OSTDEUTSCHLAND’ hing.
Und genügend Leuten geht das auch da auf die Nerven. Nur weil es Leute gibt die das Klischee erfüllen heißt das nicht, dass es gerechtfertigt wäre, alle die aus der Region kommen mit diesem Klischee zu verwechseln. Das gilt bei Ostdeutschen genauso wie bei allen anderen Klischees.
Das ist völlig klar! Geht mir auch gar nicht darum, daran mitzuwirken, dieses Klischee weiter über ganz Ostdeutschland auszukippen, denn mich nervt das auch.
Aber wie im Artikel so zu tun, als sei dieses “Ostdeutschland”-Label etwas, was Wessis den Ossis von außen als Makel aufzwängen, wird der Realität in der Region halt auch nicht (mehr?) gerecht. Da wird dieses Label durchaus selber stolz, natürlich auch verklärt, aber eben als Auszeichnung getragen und gepflegt. Es gibt mittlerweile ein ganz klares “Ost-Selbstbewusstsein”, und genau das bedient auch die AfD, wenn zB Wessi Höcke den Ostdeutschen erklärt, nur sie seien ja noch die “wahren Deutschen”.