Deutschland hat ein Problem: Die Wirtschaft wächst nicht mehr so stark, wie sie müsste, um den Wohlstand zu halten. Wird zu viel verwaltet und berichtet, statt Investitionen und neue Ideen ins Land zu holen?
Ich weiß ja nicht. Gerade wenn man in die Vergangenheit schaut, merkt man, dass die entsprechenden Verordnungen wie REACH absolut einen Sinn machen. Es macht total Sinn, dass die Industrie nicht durch die Gegend rennen kann und überall irgendwelche Ewigkeitschemikalien, die giftig sind und die man nie wieder aus dem Trinkwasser bekommt (oder wenn nur mit Millionen Euro Kosten) in die Umgebung kippt.
Hier in der Umgebung hat zum Beispiel eine Wäscherei großflächig das Trinkwasser verseucht. Im Ergebnis steht, dass diverse Anwohner ihre Gärten nicht mehr mit Brunnenwasser bewässern müssen und teuer an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden mussten. Dazu kommen dann noch zigtausende Euro an Kosten, um das zu monitoren und natürlich die entsprechende Vergiftung der Umgebung. Der Betreiber dieser Wäscherei hätte sich natürlich auch furchtbar über eine Verordnung aufgeregt, die ihm verbietet, Sachen ins Grundwasser zu kippen.
Wenn der Gewinn auf Kosten der Sicherheit und Nachhaltigkeit geht und entsprechend bessere Sicherheitsvorkehrungen und Nachhaltigkeitsvorschriften den (finanziellen) Gewinn schmälern, sollten wir über die Prioritäten nachdenken. Fairerweise müsste ein Artikel über reduzierten Gewinn dann also auch erwähnen, welchen Preis wir für den vormals höheren (finanziellen) Gewinn wirklich gezahlt haben, der sich eben nicht so leicht in Geldsummen beziffern lässt. Menschenleben, Gesundheit, Umwelt sind auch ein Gewinn.
Gut, vielleicht könnte/sollte man den Papierkram bündeln, um redundante Datenerfassung zu minimieren. Manche Vorschriften könnten bestimmt mittlerweile überarbeitet und besser dokumentiert werden. Viel könnte man sicher auch mit moderner Technik optimieren.
Aber RoHS als “nur Zeit/Arbeit [die] keinen Gewinn bringt” zu betrachten klappt nur, wenn man Leben als wertlos betrachet.
Ich meinte damit, dass diese Dinge Zeit kosten und Arbeit verursachen, die dem Betrieb keinen Gewinn bringen. Das so was sinnvoll ist, darüber müssen wir nicht reden.
Ich stimme dir ja grundsätzlich zu, aber es liest sich so, als würden Sicherheits- oder Nachhaltigkeitsvorschriften deiner Meinung nach grundsätzlich zu einer besseren Sicherheit oder Nachhaltigkeit führen. Das Thema finde ich schwierig. Die Prüfung erfolgt ja in der Regel über Dokumentations- und Nachweispflichten, also der Staat stellt keine Aufsichtsperson ans Fließband, die zu jeder Zeit live die Prozesse überwacht. Stattdessen wird die Dokumentation in Stichproben plausibilisiert und mit Werten aus anderen Quellen gegengeprüft. Etwas zu dokumentieren erzeugt viel Aufwand, und eine Sache nachweisen zu können ist oft schwieriger als die Sache selbst. Das erzeugt also erst Mal mega Aufwand und bringt keinen Gegenwert. Man muss da schon jede einzelne Pflicht bewerten, ob sie über alle Unternehmen hinweg einen positiven Effekt hat, der den Preis wert ist.
Konstruiertes Beispiel, weil der Text irgendwie so lang geworden ist: ich finde es gut, dass Fabriken keine Säure in die Flüsse spülen dürfen. Aber wenn das von 100 Fabriken nur eine getan hat, bevor es verboten wurde, haben 99 Fabriken jetzt aufwendige Nachweispflichten, die keinen Mehrwert bringen und deren Produktion teurer macht. Und was ist, wenn es mega aufwendig ist, nicht Säure in Flüsse zu spülen? Dann wandern die Fabriken vielleicht ins Ausland ab. In Summe wird dann aber nicht weniger Säure in Flüsse gespült. Schwieriges Thema
Was ich momentan alleine nur für irgendwelchen Papierkram an Zeit aufwenden muss, das ist echt nicht mehr schön.
Verpackungsverordnung, Holzverordnung, Exportvorschriften, REACH, ROHS usw.
Es wird immer mehr Papierkram, der im Endeffekt nur Zeit/Arbeit kostet, aber keinen Gewinn bringt.
Ich weiß ja nicht. Gerade wenn man in die Vergangenheit schaut, merkt man, dass die entsprechenden Verordnungen wie REACH absolut einen Sinn machen. Es macht total Sinn, dass die Industrie nicht durch die Gegend rennen kann und überall irgendwelche Ewigkeitschemikalien, die giftig sind und die man nie wieder aus dem Trinkwasser bekommt (oder wenn nur mit Millionen Euro Kosten) in die Umgebung kippt.
Hier in der Umgebung hat zum Beispiel eine Wäscherei großflächig das Trinkwasser verseucht. Im Ergebnis steht, dass diverse Anwohner ihre Gärten nicht mehr mit Brunnenwasser bewässern müssen und teuer an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden mussten. Dazu kommen dann noch zigtausende Euro an Kosten, um das zu monitoren und natürlich die entsprechende Vergiftung der Umgebung. Der Betreiber dieser Wäscherei hätte sich natürlich auch furchtbar über eine Verordnung aufgeregt, die ihm verbietet, Sachen ins Grundwasser zu kippen.
Ja, das kann alles sein… Fakt ist aber, es verursacht eine Menge Mehrarbeit, die halt nicht “produktiv” ist…
Wenn der Gewinn auf Kosten der Sicherheit und Nachhaltigkeit geht und entsprechend bessere Sicherheitsvorkehrungen und Nachhaltigkeitsvorschriften den (finanziellen) Gewinn schmälern, sollten wir über die Prioritäten nachdenken. Fairerweise müsste ein Artikel über reduzierten Gewinn dann also auch erwähnen, welchen Preis wir für den vormals höheren (finanziellen) Gewinn wirklich gezahlt haben, der sich eben nicht so leicht in Geldsummen beziffern lässt. Menschenleben, Gesundheit, Umwelt sind auch ein Gewinn.
Gut, vielleicht könnte/sollte man den Papierkram bündeln, um redundante Datenerfassung zu minimieren. Manche Vorschriften könnten bestimmt mittlerweile überarbeitet und besser dokumentiert werden. Viel könnte man sicher auch mit moderner Technik optimieren.
Aber RoHS als “nur Zeit/Arbeit [die] keinen Gewinn bringt” zu betrachten klappt nur, wenn man Leben als wertlos betrachet.
Ich meinte damit, dass diese Dinge Zeit kosten und Arbeit verursachen, die dem Betrieb keinen Gewinn bringen. Das so was sinnvoll ist, darüber müssen wir nicht reden.
Ich stimme dir ja grundsätzlich zu, aber es liest sich so, als würden Sicherheits- oder Nachhaltigkeitsvorschriften deiner Meinung nach grundsätzlich zu einer besseren Sicherheit oder Nachhaltigkeit führen. Das Thema finde ich schwierig. Die Prüfung erfolgt ja in der Regel über Dokumentations- und Nachweispflichten, also der Staat stellt keine Aufsichtsperson ans Fließband, die zu jeder Zeit live die Prozesse überwacht. Stattdessen wird die Dokumentation in Stichproben plausibilisiert und mit Werten aus anderen Quellen gegengeprüft. Etwas zu dokumentieren erzeugt viel Aufwand, und eine Sache nachweisen zu können ist oft schwieriger als die Sache selbst. Das erzeugt also erst Mal mega Aufwand und bringt keinen Gegenwert. Man muss da schon jede einzelne Pflicht bewerten, ob sie über alle Unternehmen hinweg einen positiven Effekt hat, der den Preis wert ist.
Konstruiertes Beispiel, weil der Text irgendwie so lang geworden ist: ich finde es gut, dass Fabriken keine Säure in die Flüsse spülen dürfen. Aber wenn das von 100 Fabriken nur eine getan hat, bevor es verboten wurde, haben 99 Fabriken jetzt aufwendige Nachweispflichten, die keinen Mehrwert bringen und deren Produktion teurer macht. Und was ist, wenn es mega aufwendig ist, nicht Säure in Flüsse zu spülen? Dann wandern die Fabriken vielleicht ins Ausland ab. In Summe wird dann aber nicht weniger Säure in Flüsse gespült. Schwieriges Thema