cross-posted from: https://discuss.tchncs.de/post/66109053

Seit 1997 wird in Deutschland keine Vermögenssteuer mehr erhoben. Würde sie wieder eingeführt, könnten jährlich über 20 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen fließen. ver.di fordert gemeinsam mit dem DGB eine Vermögenssteuer von 1 Prozent ab einer Million Vermögen, bis zu 2 Prozent bei mehr als einer Milliarde Euro. Ein Zusammenschluss von 25 Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Umweltorganisationen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen fordert, Superreiche gerecht zu besteuern. Was Du noch zur Vermögenssteuer wissen solltest

  • GarbadgeGoober@feddit.org
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    ·
    5 hours ago

    Das ist leider für viele Politiker das Nummer 1 Argument um den Leuten Angst zu machen und Stimmung gegen eine Vermögenssteuer zu machen.

    Klar kann man da eine progressive Steigerung reinpacken und über die Freibeträge diskutieren, aber jemand der alleine eine abgezahlte Immobilie besitzt im Wert von 1 Mio, sollte auch in der Lage sein 1% Vermögenssteuer zu zahlen.

    Ich finde wir sollten dies hier viel stärker einfordern und offen dem gegenüber sein. Währenddessen stecken sich die reichsten immer noch mehr in die Taschen.

    Genauso gehört endlich die Erbschaftssteuer reformiert um die ganzen Ausnahmen für die Superreichen zu entfernen und das ganze endlich mal gerecht zu machen.

    Aber mit dieser Regierung sehe ich schwarz und sollten die blauen Folgen wird es nur noch schlimmer.

    • kossa@feddit.org
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      2
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      2 hours ago

      Aber jemand mit einer 1 Mio. Immobilie zahlt ja in allen Vorschlägen erstmal gar keine Vermögensteuer, weil das ja der Freibetrag sein soll.

      Das ist ja immer der große Witz, wenn mal wieder “Die Omi mit dem Haus” zur Abwehr der Vermögensteuer ins Feld geführt wird. Niemand hat “aus Versehen” eine Immobilie über 1 Mio. wert und sonst nichts. Selbst bei den kaputten Immobilienpreisen nicht.

      Macht mal den Test, sucht mal explizit nach Immobilien, die für 1,2 Mio. und mehr angeboten werden (und das ist ja nur das Angebot) und schaut euch die Paläste an. Das ist nicht Omi mit EFH in Innenstadtlage.

    • baleanar@discuss.tchncs.deOP
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      2
      ·
      5 hours ago

      Das ist leider für viele Politiker das Nummer 1 Argument um den Leuten Angst zu machen und Stimmung gegen eine Vermögenssteuer zu machen.

      Mehrheit hält Wohlstand für ungerecht verteilt

      81 Prozent, also vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern, sind der Meinung, der wirtschaftliche Wohlstand im Land sei ungerecht verteilt.

      Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Vermögensteuer

      In einer repräsentativen Umfrage sprechen sich 62 Prozent für eine Steuer auf Vermögen ab einer Million Euro aus. Auch Anhänger der Union sind mehrheitlich dafür.

      Ich stimme zu dass 1M zu niedrig angesetzt ist und die Vermögenssteuer progressiv sein muss. Und ich wette die Mehrheit stimmt mir da auch zu. Die alternativen politischen Parteien müssen darauf einfach immer wieder pochen und das zum Kernpunkt ihrer Programme machen. Wenn die sich immer wieder auf idiotische Aussagen von SchMerz und seinesgleichen z.B in der AfD einlassen, dann wird das nix.

  • rumschlumpel@feddit.org
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    10 hours ago

    Ich finde, da könnte noch mehr Progressivität in den vorgeschlagenen Steuersätzen drin sein. In bestimmten Lagen entspricht ein normales Einfamilienhaus ja schon alleine 1 Million, und das ist ja eher nicht das, worum es bei der Vermögenssteuer gehen soll.

    • Bender_on_Fire@lemmy.world
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      6 hours ago

      Ich verlinke hier mal zu dem sehr ähnlichen Kommentar in dem Thread vor nem guten Jahr zur Petition für eine Vermögenssteuer: https://lemmy.world/comment/18050059

      Der Einwand ist berechtigt, der Freibetrag von 1 Mio. gilt aber ja pro Person. Für eine Familie mit 2 Erwachsenen müsste das Reihenhaus also schon 2 Mio. kosten (und abbezahlt sein), um überhaupt den ersten Cent Vermögenssteuer zahlen zu müssen.