Was nützt eine Altersbeschränkung ab 16 Jahren bei Social Media? Kaum etwas, belegen Studien aus Australien. Experten aus Schleswig-Holstein raten daher zu einem Stufenmodell ab 13. Von Ministerpräsident Günther kommt scharfe Kritik.
Greift ein Verbot der abhängig machenden Elemente nicht in die Handlungsfreiheit Einzelner ein. (Und umgekehrt gibt es auch kein Recht darauf, toxische bleihaltige Farben oder Asbestteile zu kaufen, nur weil du persönlich ein bisschen Krebs ganz geil findest - hier geht der Schutz des Kollektivs vor).
Sehen sich viele Leute wegen der Netzwerkeffekte auch genötigt, diese Plattformen zu benutzen, die es von sich aus nicht tun würden. Ist halt wie Rauchen in der U-Bahn: Andere können es sich nicht aussuchen, ob sie U-Bahn fahren, also bleibt sie rauchfrei.
Ich widerspreche dir nicht wirklich bei den deinen Argumenten. Wie gesagt - ich hab absolut nichts dagegen, wenn man das Suchtpotential von Social Media verringern würde. Ich glaube trotzdem nicht, dass es dazu kommt.
Ja, bei den von mir gebrachten Analogien (Glücksspiel, Alkohol, Zucker usw.) gibt es Regulierungen aber dort wurde nirgendwo der Suchteffekt selbst eingeschränkt, sondern allenfalls der Zugang (Minderjährige, staatliche Lizenzen) oder es wurden (aus meiner Sicht eher halbherzig) Präventionsmaßnahmen (Schockbilder, Aufklärung, Nutriscore) eingeführt.
Ein Verbot von Endlosscrolling oder eine verpflichtende Beschränkung der Bildschirmzeit würde mich persönlich extrem überraschen. Zumal es auch extrem schwierig wäre die verbotenen Algorithmen präzise zu spezifizieren. Würde dann vermutlich von den Plattformen minimal angepasst und dann durch etwas ähnliches mit gleichem Suchtpotential ersetzt.
Dieses Hamsterrad sehen wir ja auch bei den Legal Highs. Da wird eine Substanz dann eben chemisch minimal verändert, um dem Verbot zu entgehen. Und ich würde sagen, dass die Industrie und politische Macht hinter den Social Media Plattformen wesentlich größer ist als bei den Drogenlaboren dieser Welt.
Dein Argument mit Blei und Asbest müsstest du bitte nochmal erläutern. Da verstehe ich den Bezug zu Sucht ehrlich gesagt nicht.
Gibt’s auch da Regulierungen
Greift ein Verbot der abhängig machenden Elemente nicht in die Handlungsfreiheit Einzelner ein. (Und umgekehrt gibt es auch kein Recht darauf, toxische bleihaltige Farben oder Asbestteile zu kaufen, nur weil du persönlich ein bisschen Krebs ganz geil findest - hier geht der Schutz des Kollektivs vor).
Sehen sich viele Leute wegen der Netzwerkeffekte auch genötigt, diese Plattformen zu benutzen, die es von sich aus nicht tun würden. Ist halt wie Rauchen in der U-Bahn: Andere können es sich nicht aussuchen, ob sie U-Bahn fahren, also bleibt sie rauchfrei.
Ich widerspreche dir nicht wirklich bei den deinen Argumenten. Wie gesagt - ich hab absolut nichts dagegen, wenn man das Suchtpotential von Social Media verringern würde. Ich glaube trotzdem nicht, dass es dazu kommt.
Ja, bei den von mir gebrachten Analogien (Glücksspiel, Alkohol, Zucker usw.) gibt es Regulierungen aber dort wurde nirgendwo der Suchteffekt selbst eingeschränkt, sondern allenfalls der Zugang (Minderjährige, staatliche Lizenzen) oder es wurden (aus meiner Sicht eher halbherzig) Präventionsmaßnahmen (Schockbilder, Aufklärung, Nutriscore) eingeführt.
Ein Verbot von Endlosscrolling oder eine verpflichtende Beschränkung der Bildschirmzeit würde mich persönlich extrem überraschen. Zumal es auch extrem schwierig wäre die verbotenen Algorithmen präzise zu spezifizieren. Würde dann vermutlich von den Plattformen minimal angepasst und dann durch etwas ähnliches mit gleichem Suchtpotential ersetzt.
Dieses Hamsterrad sehen wir ja auch bei den Legal Highs. Da wird eine Substanz dann eben chemisch minimal verändert, um dem Verbot zu entgehen. Und ich würde sagen, dass die Industrie und politische Macht hinter den Social Media Plattformen wesentlich größer ist als bei den Drogenlaboren dieser Welt.
Dein Argument mit Blei und Asbest müsstest du bitte nochmal erläutern. Da verstehe ich den Bezug zu Sucht ehrlich gesagt nicht.