Weil sie im Antifa-Ost-Prozess vor dem Oberlandesgericht Dresden als Zeugin die Aussage verweigerte, hat das Gericht gegen Lina E. eine sechsmonatige Beugehaft verhängt. Die 31-Jährige kündigte an, weiter zu schweigen.
Ist schon ein paar Tage her, aber ich glaube, ich habe die Meldung hier noch nicht gelesen.
[Edit: Quelle angepasst nach peinlicher Verwechslung.]



Beugehaft ist schon manchmal sinnvoll. Die Argumentation, dass sie sich belasten würde ist als Mitglied der Gruppe nicht plausibel für mich. Ich sähe aber die Gefahr, dass andere, dann Verfolgte, gegen sie Aussagen könnten.
Dem kann ich einfach nicht zustimmen: Natürlich belastet sich ein Mitglied einer Gruppe, wenn es innerhalb der Gruppe agiert hat und gegen andere Gruppenmitglieder aussagt. Gerade, wenn es sich auch noch um eine so kleine Gruppe handelt.
Wieso sollte es nicht plausibel sein, dass die als Anführerin einer Gruppe benannte Person sich selbst belastet, wenn sie gegen andere Mitglieder der Gruppe aussagen würde?
Da es sicherlich Straftaten gab bei denen sie sich nicht strafbar gemacht hat.
Eine reicht ja schon.
Und du glaubst, dass dem Gericht das reicht? Einem Gericht, das Beugehaft verhängt?