Brettspiele, Bücher, Wanderungen: In einem “Offline Club” ist eigentlich alles erlaubt. Nur kein Smartphone. Auf der Suche nach einer echten Verbindung verzichten die Teilnehmer ein paar Stunden aufs Handy - und zahlen dafür. Von H. Rau.

  • creamfresh@lemmy.world
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    15 hours ago

    Wenn man sowas zu laut sagt, ist man plötzlich ein Ewiggestriger und Fortschritsverweigerer.

    • sp3ctre@feddit.org
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      13 hours ago

      Siehe ePA, wo sich zeigt, für wie toll fortschrittlich sich manche halten, wenn sie voller Selbstbewusstsein eine digitale Akte fordern. Da ist dann auch jede leiseste Kritik ein Dorn im Auge. Das z.B. die fehlende Datensicherheit gar nicht unbedingt so sehr fortschrittlich ist, wird dann einfach gekonnt ignoriert.

      Für die breite Masse gilt vermutlich: Digital => Fortschritt. Egal wie.

    • comrade_twisty@feddit.org
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      15 hours ago

      Ich bin selbst in der IT und war an vielen sogenannten Digitalisierungsprojekten beteiligt.

      Nicht selten werden dabei Prozesse weder verbessert, noch beschleunigt oder günstiger gemacht. Es gibt aber natürlich durch die Digitalisierung viel mehr Daten zum auswerten - dass das oft das Hauptziel ist gibt aber niemand offen zu.

      • kossa@feddit.org
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        14 hours ago

        Und als Cherry on Top wertet auch niemand die Daten aus 😅.

        Die werden einfach nur abgelegt, um dann in sechs Monaten von irgendwem da rausgetragen und im Darknet vertickt zu werden. Und dann bekommt man (bestenfalls) Spam Anrufe ¯\_(ツ)_/¯.

        Ehrlich, nicht mal Amazon bekommt es hin. Nachdem man eine Waschmaschine kauft, könnten sie Waschpulver anzeigen, aber nein, sie haben alle Daten der Welt und zeigen einfach 10 andere Waschmaschinen und Waschmaschinen im Abo an. Such data, much wow.

        • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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          13 hours ago

          Am besten ist Aliexpress, die wenn die Suche nichts findet, einfach 500 Handyhüllen anzeigen. Vielleicht ist ja eine dabei, die man haben möchte.

    • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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      13 hours ago

      Ich bin da zwiegespalten - wenn man für jeden Prozess in einer Gesellschaft ein analoges Pendant bereithält, nur weil manche Menschen sich der Digitalisierung verweigern, schafft man sich unnötigen Aufwand und hält u.U. auch den Fortschritt auf.

      Auf der anderen Seite finde ich es aber auch wichtig, dass solche Sachen wie Bargeld immer noch physisch existieren und nicht nur digital auf dem Konto einer Bank liegen sollten.

      Meine Mum ist ein gutes Beispiel: Sie füllt immer noch die klassischen Überweisungsträger aus, um Dinge zu bezahlen, die sie in einem Katalog bestellt hat. Mit diesen Überweisungsträgern geht sie dann immer zum Bankschalter und der Mitarbeiter dort tippt die Sachen dann in einen Computer ein (bzw. scannt die Träger und wird ggf. manuell aktiv wenn die Sauklaue wieder zu stark war).

      Sie verwehrt sich da den sehr einfach zu bedienenden Terminals, die es in jedem Bankgebäude gibt und auch dem Onlinebanking - und das kann ich nicht nachvollziehen. Diese analoge Methode könnte zu Gunsten der Effizienz abgeschafft werden, es gibt ja eine entsprechende Alternative ohne Smartphone.

      Grundsätzlich ist das Problem auch nicht das Smartphone als solches, sondern dass wir gezwungen werden die Datenkraken von US-Anbietern in unserer Tasche zu haben, die uns mit dark patterns und AI konstant auf den Sack gehen. So ein Telefon will ich auch nicht ständig dabei haben. In einer besseren Welt hätten wir alle Linux-Telefone mit den entsprechenden Apps und das würde mir auch weniger Bauchschmerzen bereiten. Doch alles noch mit Papier, Fax und Telefon zu machen weil Oma Erna keinen Bock auf Technik hat? Auf gar keinen Fall. Hier muss sich ein Mittelweg finden lassen und dieser Mittelweg kann nicht bedeuten, dass sich ein Großteil der Gesellschaft zu Gunsten weniger auf veraltete Prozesse einlassen muss.

      • creamfresh@lemmy.world
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        13 hours ago

        “Drauf geschissen” würde ich jetzt nicht sagen. Oma Erna hat vielleicht nicht mehr die mentalen Kapazitäten dafür, und das kann nicht nur der Oma so gehen, sondern auch einer lernbehinderten Teenagerin oder einem Nicht-Muttersprachler. Die Lösung dafür wiederum sind nicht analoge Pedants, sondern soziale Arbeit. Aber das passiert ja auch nicht von allein.