"In Tabelle 1 habe ich grob recherchiert, teilweise Schätzwerte, was der Konzern in den letzten zehn Jahren mit wie unfassbar viel Geld so gemacht hat. Das ist nicht willkürlich ausgewählt, denn es ist der Zeitpunkt, zu dem China in seinem offiziellen Fünfjahresplan als Staatsstrategie die E-Mobilität mit dem Ziel, dort Weltmarktführer einer weltweiten Transformation zu werden, veröffentlichte. Das war also der wichtigste VW-Kunde, die einzige wirklich relevante Ertragsquelle, die ankündigte, die gesamten Exportmärkte dieses größten Autoherstellers der Welt angreifen zu wollen.
Die Tabelle zeigt, dass VW seit dieser Ankündigung, die für mit China einigermaßen kenntnisreich umgehende übrigens ab 2010 erkennbar war, folgende Finanzdaten aufweist: Man hat unfassbare 2,6 Billionen an Erlösen generiert, knapp 155 Milliarden Gewinn erwirtschaftet, nach Abzug der Quersubventionen und auch der F&E-Etats, die nur geringfügig höher ausfallen. Wie gesagt: Die F&E-Etats und auch der niedersächsische Luxus mindern ja den Gewinn, weshalb man zur Gesamtsteuerung sagen darf: Gewinn vor Forschung. Auch die Gewinnverwendung ist bezeichnend, denn es wurden kaum Rücklagen gebildet, fast 40 Milliarden gingen als Ausschüttung an die Familien Porsche/Piech sowie das Land Niedersachsen nebst den weiteren Aktionären.
“Deren Kern dürfte übrigens sein, dass man den Technologiestandort Deutschland bei den Zukunftsthemen aufgibt und alles, was moderne Automobilprodukte ausmacht in China und den USA entwickelt.”
Ja, klar… der Konzern, der sich seit Ewigkeiten mit Händen und Füßen gegen den offensichtlichen Fortschritt wehrt, hat stattdessen Deutschland als Problem identifiziert und will jetzt anderswo die Entwicklung der Zukunftsthemen angehen. Wer’s glaubt… 😂
Und hier bin ich, der mich trotzdem mies fühlt, weil er sich ein chinesisches auto für 20k geholt hat, was bei vw vergleichbar eher 35k wäre…
Fühl dich nicht mies. VW hat sich beim Abgasskandal, diversen Datenlecks oder dergleichen auch nicht mies gefühlt. Treue gegenüber Unternehmen ist immer fehlgeleitet.
Ich war ja willig für einen toyota, aber rein elektrisch siehts da mau aus… Oder generell psa… Renault twingo, zu klein…
Der mg4 urban hat einfach da en kern getroffen das er als familienauto zum preis eines kleinwagens daher kam :/
Hyunda inster, ok, aber zu klein
Wow, die Preise sind echt gut. Ich werde bestimmt in 1-2 Jahren mal auf deine bis dahin angesammelte Erfahrungen zurückkommen. Bin aktuell noch in der Ansparphase und würde mich dann auf ein Feedback deinerseits freuen.
Schreib mich dann einfach an.
Meiner müsste nun endgültig im august kommen. Für, dank eauto Prämie, 15500 an ein neues eauto womit man auch als 4 köpfige familie rumfahren kann… Da konnte ich nicht nein sagen. Zumal unsre autos den geist aufgeben und über 200k km sind
Das gute ist, dass es Augenoperationen gegen Kurzsichtigkeit gibt; nur schade funktioniert das wohl bei CEOs nicht ohne weiteres nicht. Schade.
Der Aktienmarkt und die Dividenden sind eine Art von Rücklage. VW kann künftig neue Aktien zeichnen und aus dem Erlös dann Investitionen finanzieren. Damit jemand die Aktie auch kauft braucht der Aktionär einen Gegenwert z. B. Dividende. Welche Art von Rücklagen soll sonst VW bilden?
Du hast den Kernpunkt des Artikels ignoriert: Es geht ja darum, dass China in seinen 5-Jahres-Plänen offen gesagt hat, dass es eine eigene Autoindustrie mit Fokus auf Elektromobilität aufbauen will. Die chinesische Regierung hat das vor 10 Jahren öffentlich angekündigt, das dann umgesetzt, massenhaft Subventionen reingeballert und jetzt sind alle überrascht, dass es chinesische Autohersteller gibt, die Elektroautos bauen. Wenn du der größte Autohersteller der Welt bist, dann musst du das mitbekommen und darauf reagieren. Jetzt tun alle als wäre das alles total überraschend gekommen, aber das ist es nicht. “Rücklagen bilden” bedeutet in diesem Kontext halt auch, dass du dich technisch so aufstellst, dass du konkurrenzfähig bist.
“Rücklagen bilden” bedeutet in diesem Kontext halt auch, dass du dich technisch so aufstellst, dass du konkurrenzfähig bist.
Ich glaube nicht, dass das die Absicht des Texttautors war. Ich habe mir den Artikel nochmal durchgelesen. und ich glaube der Begriff wurde im technischen/buchhalterischen Sinne benutzt. Dieser Begriff sagt uns nichts darüber wie (nach Meinung des Autors) das Kapital anderweitig verwendet werden soll und wieso das besser ist als sich am Aktienmarkt zu beteiligen.
Volkswagen hat jetzt Ende Juni beschlossen, über 5 Euro an Dividenden pro Aktie auszuzahlen. Das hätten sie nicht machen müssen. In einer Krise könnte man sagen “Hey, liebe Aktionäre, dieses Jahr gibt es keine Dividende, wir müssen auf die Krise reagieren”. Hat man aber nicht. Wetten, dass jetzt der Schrei nach staatlichen Hilfen kommt?
Aus Aktien kann das unternehmen kaum Geld zurückholen wenn des dem Unternehmen schlecht geht (weil denn meistens auch der Aktienkurs am Boden liegt)
Der derzeitige Aktienkurs ist sicher nicht der günstigste um neue Aktien auszugeben. Aber man kann immerhin die Dividende kürzen wenn es dem Unternehmen schlecht geht, was auch im Fall von VW mindestens teilweise gemacht wurde. Das ist ein großer Vorteil gegenüber von z. Bsp. Unternehmensanleihen, bei denen der Zins konstant ist und das Unternehmen in schlechten Zeiten keine Hebel hat.
Der Gegenwert des Aktionärs ist primär der Anteil am Unternehmen. Man die Aktie ja wieder verkaufen, wenn man Cash braucht.
Eine AG könnte das Dividendengeld stattdessen auch in sich selbst investieren. Wenn sie das nicht tut, signalisiert das doch “investiert das Geld lieber woanders als in uns”.
Andererseits werden Dividenden (glaube ich) eher von den (Groß-) Aktionären eingefordert als von den Unternehmen selbst. Dann bedeutet es eher “ich will Cash, aber gleichzeitig die Kontrolle über das Unternehmen behalten”. Das wieder klingt für mich nicht so gesund und deswegen frage ich mich, ob die Welt nicht ohne Dividenden besser dran wäre?
Der Gegenwert des Aktionärs ist primär der Anteil am Unternehmen. Man die Aktie ja wieder verkaufen, wenn man Cash braucht.
Ich glaube die Anleger kaufen die VW-Aktien, nicht weil sie großen Kurswachstum erwarten, sondern weil sie Dividenden erwarten. Das trifft auf die meisten deutschen börsennotierte Unternehmen zu. Wenn die Dividende gekurzt wird ist es dann auch ein Signal für “investiert das Geld lieber woanders als in uns”.
Grundsätzlich hast du schon recht, dass ein Unternehmen lieber in eigene Expansion investieren sollte aber unter Berücksichtigung der gesamtwirschtschaftlichen Lage, kann es Sinn machen andere Wege zu gehen. Zugang zum Aktienmarkt bietet den Unternehmen mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Investitionen.







