Der Ausbau der dezentralen Energieerzeugung offenbart immer wieder Defizite bei der IT-Sicherheit marktführender Hardware. Im Fokus steht erneut die chinesische Firma Hoymiles, die nach eigenen Angaben rund 20 Prozent des europäischen Marktes für Mikrowechselrichter bedient. Diese sind in Balkonkraftwerken und kleineren Dachsolaranlagen verbaut. Der Sicherheitsforscher Benedikt Heinz alias Hunz hat zusammen mit dem Chaos Computer Club (CCC) weitreichende Sicherheitslücken aufgedeckt: Mit einfachen Mitteln aus der elektronischen Grabbelkiste und wenig Know-how ist es demnach möglich, Solaranlagen in der Nachbarschaft im Vorbeifahren zu manipulieren, abzuschalten oder dauerhaft unbrauchbar zu machen.



Ja, ist scheiße, und der Hersteller sollte schnell nachbessern Aber Sicherheitslücken, die nur lokal ausgenutzt werden können, sind nur bedingt kritisch. Denn sie bedeuten physische Anwesenheit und das skaliert für einen Angreifer sehr schlecht.
Im Zeitalter von Drohnen, die sogar über Kernkraftwerken und Flughäfen erscheinen, ist “lokal” ein dehnbarer… oder exakter komprimierbarer Begriff.
Skaliert trotzdem nicht, auch eine Drohne hat begrenzte Reichweite und ein Angriff braucht ggf. Zeit, die physisch vor Ort verbracht werden muss.
Das ist dann interessant, wenn man jemanden speziellen erwischen will, aber taugt nix für die Masse.
Typische Reaktion von chinesischen Herstellern:
Habe sogar mal beruflich mit sowas zu tun gehabt. Dieser Hersteller hat dann ne ChatGTP Antwort zur IT-Sicherheit gemailt. Zweite und dritte Bulletpoint von „was wir alles für IT-Sicherheit machen“ war exakt der Vorfall. Nicht mal die Grütze durchlesen tun die, bevor die antworten.
Mein Learning: Bei chinesischen Produkten fangen die Probleme erst an, wenn du sie gekauft hast.