Nach Bibliotheken und Bäckereien will auch der Einzelhandel eine Möglichkeit zur Ladenöffnung am Sonntag erstreiten. Unterstützung bekommt er vom Wirtschaftsausschuss des Bundestags. Kirchen und Gewerkschaften sehen den Vorstoß kritisch.
Ich hatte mal vor ca. 30 Jahren ein Gespräch mit jemanden, dessen Eltern einen kleinen Einzelhandelsladen betrieben haben. Damals ging es noch darum, ob in BY die Samstagsöffnungszeit auf 20 Uhr erweitert werden sollen:
3% der Kunden würden zu jeder Tages- und Nachtzeit einkaufen
Wenn die Ladenöffnungszeiten erweitert werden, nutzt das nur den großen Discountern, weil sie mit relativ wenig Personal große Umsätze generieren können. Das kann ein kleiner Einzelhändler nicht. → Der Einzelhändler verliert noch mehr Kunden an den Discounter. Das bedeutet das Ende des Ladens, weil die Gewinnmargen im Lebensmittelbereich sowieso sehr schmal sind.
In der Regionalzeitung schreibt so ein Möchtegernjournalist auch immer gerne davon, dass sich da doch die Verkäuferinnen freuen würden, wenn dann richtig Umsatz am Sonntag gemacht werden würde.
Klar, mehr Geld für die Chefs, wer freut sich da nicht drüber den Sonntag dafür opfern zu dürfen.
Und ja er spricht explizit von Verkäuferinnen und ist sonst, milde ausgedrückt, definitiv kein Verfechter des generischen Feminin.
Es gab mal einen Tante-Emma-Laden in meinem Familienkreis. Der hat sich zum Schluss jahrelang dadurch gehalten, dass die Leute nach Feierabend und am Wochenende geklingelt haben, um dort die paar Sachen einzukaufen, die sie entweder bei ihrer Einkaufsfahrt vergessen hatten oder die ihnen zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausgegangen sind. Und die das auch gerne im Laden erzählt haben. Als die letzte “Tante Emma” keine Lust mehr hatte, da waren ganz viele Leute traurig… aber ehrlich? Dann hätten sie nicht nur am Sonntag vorm Kaffeetrinken klingeln sollen, um zwei Becher Schlagsahne zu kaufen. Dafür kann man sich das nicht antun.
Ich hatte mal vor ca. 30 Jahren ein Gespräch mit jemanden, dessen Eltern einen kleinen Einzelhandelsladen betrieben haben. Damals ging es noch darum, ob in BY die Samstagsöffnungszeit auf 20 Uhr erweitert werden sollen:
In der Regionalzeitung schreibt so ein Möchtegernjournalist auch immer gerne davon, dass sich da doch die Verkäuferinnen freuen würden, wenn dann richtig Umsatz am Sonntag gemacht werden würde.
Klar, mehr Geld für die Chefs, wer freut sich da nicht drüber den Sonntag dafür opfern zu dürfen.
Und ja er spricht explizit von Verkäuferinnen und ist sonst, milde ausgedrückt, definitiv kein Verfechter des generischen Feminin.
Es gab mal einen Tante-Emma-Laden in meinem Familienkreis. Der hat sich zum Schluss jahrelang dadurch gehalten, dass die Leute nach Feierabend und am Wochenende geklingelt haben, um dort die paar Sachen einzukaufen, die sie entweder bei ihrer Einkaufsfahrt vergessen hatten oder die ihnen zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausgegangen sind. Und die das auch gerne im Laden erzählt haben. Als die letzte “Tante Emma” keine Lust mehr hatte, da waren ganz viele Leute traurig… aber ehrlich? Dann hätten sie nicht nur am Sonntag vorm Kaffeetrinken klingeln sollen, um zwei Becher Schlagsahne zu kaufen. Dafür kann man sich das nicht antun.