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    3 days ago

    ich habe das vor kurzem nachgeschaut. deutschland war preistechnisch knapp hinter china während 2008 - 2012. der altmaier-knick hat der sache in deutschland den gar ausgemacht während china dann begonnen hat die eigene produktion zu fördern.

    auffällig ist dass china preistechnisch immer knapp unter deutschland war, was z.T. an billigeren löhnen/umweltstandards liegt. und dann später eben sehr stark durch skaleneffekte begünstigt wurde. deutschland hätte das rennen zwar wahrscheinlich insgesamt auch dann nicht gewonnen, wenn die EEG-einspeisung geblieben wäre, aber es wäre zumindest deutlich knapper geworden und wir hätten einen teil des marktes bedienen können. so sind 99% der herstellung jetzt in china.

    • Obin@feddit.org
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      2 days ago

      Jetzt sind aber Module nur ein Teil des gesamten Erneuerbaren-Sektors. Und €/Wp nur eine Metrik davon. Ich habe zwar nicht in dem Bereich gearbeitet, aber in einem anderen Elektroniksektor, der dann von Chinesischer Konkurrenz überholt und dann aufgekauft wurde. Und die Preisunterschiede waren immer durch geringere Haltbarkeit und praktisch nicht vorhandene Qualitätskontrolle bedingt was sich dann nach Verlagerung der Produktion nach China und nachgeschobene Qualitätskontrolle in Deutschland gezeigt hat.

      Und dann käme eben noch Unabhängigkeit innerhalb des Binnenmarktes dazu, die heute ihren eigenen Wert gehabt hätte. Ich denke die Rechnung hätte durchaus aufgehen können, nicht notwendigerweise um China aus dem Weltmarkt zu drängen, aber zumindest den ganzen Europäischen Markt selbst zu bedienen und ggf. zusätzliche Produktionskapazitäten mit denen man Klimatransformation auch im globalen Süden anstoßen hätte können. Statt dem EEG Todesstoß und kapitulation hätte man mit Importbestimmungen (Sicherheitsauflagen usw.) und Importzöllen arbeiten müssen um das Ungleichgewicht auszugleichen.