Für die Feuerwehr war es ein ungewöhnlicher Einsatz: Bei Kitzingen in Unterfranken hat am Samstagabend ein Windrad Feuer gefangen. Die A7, die nebenan verläuft, musste gesperrt werden. Die Feuerwehr konnte den Brand aber nicht löschen.
Abstand halten und zuschauen scheint mir in diesem Fall wie ein vernünftiges Konzept wenn man nicht vorhat jede Feuerwehr mit hunderten Meter hohen Leitern auszustatten. Interessanter finde ich eher, dass das Feuer von Verkehrsteilnehmern und nicht vom Windrad selber gemeldet wurde. Da einen Rauchmelder einzubauen kann eigentlich nicht so schwer sein
Brandmeldeanlagen in Windrädern wären Blödsinn. Denn damit schützt man nichts, was man erhalten könnte, produziert dafür aber Fehlalarme. Denn jede automatische Anlage produziert Fehlalarme. Damit hätte man nichts gerettet, würde aber (auch dank der Vollkasko-Mentalität, die der Idee, Windräder mit BMA auszustatten, zugrundeliegt) eh zunehmend überstrapazierte Resourcen noch mehr belasten.
Die einzigen Menschen, die potenziell durch den Brand gefährdet werden, sind auch in der Lage, ihn zu melden, und sich selbst aus dem Gefahrenbereich zu retten, denn irgendwie sind sie ja auch da hin gekommen. Wenn niemand den Brand bemerkt, ist auch niemand in Gefahr.
Vorm Hintergrund der geringen Gefahr und eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten bei so einem Brand bräuchte man ja nicht aus jeder Meldung einen Einsatz machen, aber ich denke schon das es hilfreich sein könnte wenn jeweilige Leitstelle vorzeitig informiert ist, wenn nicht auch einfach nur um zu prüfen ob nicht doch etwas schützenswertes im Gefahrenbereich ist
Das muss auch jemand prüfen. Also wird aus der Prüfung automatisch ein Einsatz. Und das artet bei der Weitläufigkeit des zu erkundenden und zu sichernden Bereichs gleich aus. Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gibt es schon jetzt mehr als genug, und das führt letztendlich dazu, dass die zunehmend weniger ernstgenommen werden. Und das, obwohl die Anlagen aktuell nur dort eingebaut werden, wo man durch frühzeitige Alarmierung tatsächlich was schützen kann. Absurderweise werden bis jetzt sogar Feuerwehrhäuser, obwohl es dort auch gerne mal brennt, (logische Konsequenz einer Vielzahl von zwecks sofortiger Einsatzbereitschaft 24/7 an Ladegeräte angeschlossenen batteriebetriebenen Geräten) nicht als so schützenswert angesehen.
Natürlich gibt es unterschiedliche Dringlichkeitsstufen, aber was soll das in dem Kontext jetzt bringen? Wenn was gemeldet wird, muss da jemand hin, gucken, was los ist. Und zwar jetzt gleich. Denn morgen oder nach Feierabend ist es zu spät, da braucht man auch nicht mehr zu gucken. Und die Leute, die man da hin schickt, müssen ausreichen, um wirksam eingreifen zu können, sollte da wirklich was sein. Sonst könnte man sich den ganzen Aufwand auch gleich sparen.
Wenn man immer die gleichen Leute zu oft zu Fehlalarmen schickt, haben die irgendwann keinen Bock mehr. Und eine andere Wahl, als immer die gleichen Leute zu schicken, hat man nicht, denn das sind nun mal die Leute, die man vor Ort hat.
Spoiler: Alarmmüdigkeit bei BMA-Alarmen ist ein tatsächlich existierendes und seit Jahrzehnten mit zunehmender Anzahl und zunemendem Alter der BMA zunehmendes Problem, außerdem hat die hohe Fehlalarmquote mancherorts auch schon dazu geführt, dass BMA-Alarme vom Alarmplan her anders behandelt werden, als von menschlichen Anrufern gemeldete Brände in vergleichbaren Objekten, also da wird jetzt schon weniger hingeschickt. Insbesondere auf die automatische Mitalarmierung des Rettungsdienstes (nicht nur für eventuelle Verletzte, sondern auch zur Eigensicherung der Feuerwehr) wird da inzwischen gerne verzichtet.
Brandmeldeanlagen sind ausdrücklich zur Brandfrüherkennung an Orten gedacht, wo eine frühe Erkennung großen Schaden verhindert, oder wo eine späte Erkennung zu gefährlich wäre. (z.B. in Gebäuden, in denen viele Leute schlafen) Beides trifft für (zu allem Überfluss auch noch extrem seltene) Brände in Windkraftanlagen nicht zu, denn die Gefahr für alles Andere, als die Anlage selbst (die in dem Fall eh ein Totalschaden ist), ist verschwindend gering.
Der Gefahrenbereich durch Trümmer befindet sich immer weit außerorts, weil die Anlagen gerade aus dem Grund, dass durch Schäden Trümmer runterfallen können und bei winterlicher Witterung Eisschlag möglich ist, nur mit großzügigen Sicherheitsabständen zur Bebauung genehmigt werden. Die Leute, die sich im Gefahrenbereich aufhalten, sind durchaus zur Selbstrettung in der Lage. (irgendwie sind die ja auch in den Gefahrenbereich reingekommen, dahin fährt in der Regel kein Bus) Außerdem sind genau die Leute, die durch einen solchen Brand in Gefahr geraten könnten, auch in der Lage, ihn zu erkennen und zu melden. Denn wenn die Anlage brennt, dann raucht die auch. Und irgendwann sind sogar außen Flammen sichtbar. Das eine oder andere Geräusch macht ein solcher Brand meistens auch, und wenn der Wind richtig steht, stinkt es. Wenn also eine Gefahr für Personen besteht, dann werden die das merken und den Brand melden. Die kann man dann sogar noch bei der Aufnahme des Notrufs dazu anleiten, sich möglichst weit von der brennenden Anlage zu entfernen und andere Leute, die sie unterwegs treffen, zu warnen. Das geht im Zweifel schneller, als die dann alarmierte Feuerwehr das machen kann, denn die muss ja erst mal dort hin kommen. (Die Anlagen befinden sich weit außerorts, und sind oft nur über Feldwege erreichbar. Die gesetzlichen Hilfsfristen außerorts abseits öffentlicher Straßen sind auch in der Regel wesentlich länger, als innerorts, weil das anders gar nicht möglich wäre)
Ich bin da jetzt nicht so der Profi, aber in anderen Bereichen z.B. bei Freileitungen gibt es auch den Modus erstmal 15min warten ob die Meldung weiter Bestand hat oder die Messwerte sich normalisieren. Es wurde oben ja schon ausgeführt, dass das Löschen der WKA selber nicht praktikabel ist. Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.
Brandmeldeanlagen sind entweder ausgelöst oder nicht ausgelöst und lassen sich absichtlich nur vor Ort zurücksetzen. (Rechtlich darf das auch nur der Einsatzleiter, nachdem die Erkundung ergeben hat, dass es im Bereich des ausgelösten Melders nicht brennt)
Da werden außerdem keine Messwerte übertragen, sondern nur ein Auslösezustand. Und wenn die Anlage oder die Signalübertragung ausfällt (oder unangemeldet abgeschaltet wird) gilt das auch als Auslösung.
Das ist Absicht, um die Systeme möglichst ausfallsicher zu gestalten, denn deren Sinn ist es, dort eingesetzt zu werden, wo man durch ihren Einsatz große Schäden verhindern kann.
Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.
Es bringt keinen nennenswerten Mehrwert. Die Wahrscheinlichkeit, von Trümmern getroffen werden, ist immer noch gering. Und eine Vollsperrung einer Autobahn machst Du eh nicht von jetzt auf gleich. Der Aufwand, denn BMA in WKA verursachen würden, steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, den man daraus zieht. Da regnet es nicht sofort und permanent im gesamten Gefahrenbereich tonnenweise Trümmer. Es besteht nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass da was runterkommen könnte. Genauso, wie einem im Wald ein Ast auf den Kopf fallen könnte.
Okay ich hab das Gefühl wir reden aneinander vorbei. Vielleicht muss es ja keine Brandmeldeanlage nach herkömmlicher Definition, Bauart und Reaktionsvorschriften sein? Vielleicht reicht ein Sensor der statt Alarm auszulösen irgendwo nach 15min anhaltendem Rauch eine Leuchte in der Leitzentrale anmacht? Muss ja nicht mal bei der Feuerwehr sein, vielleicht reicht auch die Technikzentrale beim Betreiber oder die Straßenmeisterei oder so?
Da regnet es nicht sofort und permanent im gesamten Gefahrenbereich tonnenweise Trümmer
Bronto Skylift F112HLA (112 Meter): Dieser gigantische Teleskopmast hält den offiziellen Weltrekord. Er erreicht eine Höhe, die etwa 33 bis 40 Stockwerken eines Hochhauses entspricht. Aufgrund des enormen Gewichts und Preises gibt es weltweit nur sehr wenige Exemplare (unter anderem im Dienst der Zivilverteidigung in Bahrain und Katar). Der Rettungskorb kann innerhalb von nur etwa 40 Sekunden stabilisiert und vollautomatisch ausgefahren werden.
Bronto Skylift F101HLA (101 Meter): Das mit 101 Metern zweithöchste Modell wird unter anderem in Moskau eingesetzt und gilt als das höchste Rettungsfahrzeug auf dem europäischen Kontinent.
Deutschland-Rekord (90 Meter): Das höchste Hubrettungsfahrzeug in Deutschland ist ein 90-Meter-Teleskopmast (ebenfalls von Bronto Skylift), der im Dienst der Werkfeuerwehr des RWE-Kraftwerks Neurath steht. Große kommunale Feuerwehren wie die in Hamburg nutzen im Alltag leicht kompaktere Modelle, etwa mit einer Arbeitshöhe von 70 Metern.
Zu dem 90-Meter-Teil habe ich einen Artikel gefunden, in dem steht, dass es 52 Tonnen wiegt.
Ist halt überflüssig. In Windrädern halten sich in der Regel keine Menschen auf, da braucht man keinen 2. Rettungsweg, weil das Risiko verschwindend gering ist. (Mal davon abgesehen, dass solche Gelenkmasten in Deutschland aus guten Gründen nicht als 2. Rettungsweg zugelassen sind. Die sind hauptsächlich Spielereien, um Anforderungen von Versicherungen zu “erfüllen”, um Prämie und/oder den Bau geeigneter fest installierter Anlagen zu sparen)
Außerdem würde auch ein so absurd hoher Gelenkmast nicht automatisch bedeuten, dass man damit einen Brand in einer Windkraftanlage sicher bekämpfen könnte, denn man müsste das Teil mitten im Trümmerschatten der brennenden Anlage aufstellen. (Spoiler: Das macht man nicht, wenn man nicht unbedingt in den Knast will, sollte dadurch jemand zu Schaden kommen) Wenn man den überhaupt dort hin gefahren kriegt. (Normale Drehleitern von höchstens 16 Tonnen Gewicht und 12 Metern Fahrzeuglänge, haben auf den Feldwegen, die man in der Regel dafür benutzen muss, schon ihre Probleme) Das Problem der Löschwasserversorgung lasse ich jetzt mal außen vor, aber allgemein tendiert die weit außerorts, wo sich Windkraftanlagen in der Regel befinden, nicht besonders gut bis nicht vorhanden zu sein.
Wenn es erstmal richtig brennt, ist die Anlage selbst eh ein Totalschaden, die Umgebung absichern und warten, bis das von selbst ausgeht, ist da die sinnvollste Lösung. Wenn dann halt mal eine benachbarte Straße gesperrt wird, ist das auch kein Beinbruch. Der Aufwand für die vermeintliche Alternative, unter erheblicher Eigengefährdung einen Brand zu bekämpfen, ohne Aussicht, dadurch den Schaden zu verringern, steht in keinem Verhältnis zum nicht vorhandenen Nutzen.
Abstand halten und zuschauen scheint mir in diesem Fall wie ein vernünftiges Konzept wenn man nicht vorhat jede Feuerwehr mit hunderten Meter hohen Leitern auszustatten. Interessanter finde ich eher, dass das Feuer von Verkehrsteilnehmern und nicht vom Windrad selber gemeldet wurde. Da einen Rauchmelder einzubauen kann eigentlich nicht so schwer sein
Brandmeldeanlagen in Windrädern wären Blödsinn. Denn damit schützt man nichts, was man erhalten könnte, produziert dafür aber Fehlalarme. Denn jede automatische Anlage produziert Fehlalarme. Damit hätte man nichts gerettet, würde aber (auch dank der Vollkasko-Mentalität, die der Idee, Windräder mit BMA auszustatten, zugrundeliegt) eh zunehmend überstrapazierte Resourcen noch mehr belasten.
Die einzigen Menschen, die potenziell durch den Brand gefährdet werden, sind auch in der Lage, ihn zu melden, und sich selbst aus dem Gefahrenbereich zu retten, denn irgendwie sind sie ja auch da hin gekommen. Wenn niemand den Brand bemerkt, ist auch niemand in Gefahr.
Vorm Hintergrund der geringen Gefahr und eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten bei so einem Brand bräuchte man ja nicht aus jeder Meldung einen Einsatz machen, aber ich denke schon das es hilfreich sein könnte wenn jeweilige Leitstelle vorzeitig informiert ist, wenn nicht auch einfach nur um zu prüfen ob nicht doch etwas schützenswertes im Gefahrenbereich ist
Das muss auch jemand prüfen. Also wird aus der Prüfung automatisch ein Einsatz. Und das artet bei der Weitläufigkeit des zu erkundenden und zu sichernden Bereichs gleich aus. Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gibt es schon jetzt mehr als genug, und das führt letztendlich dazu, dass die zunehmend weniger ernstgenommen werden. Und das, obwohl die Anlagen aktuell nur dort eingebaut werden, wo man durch frühzeitige Alarmierung tatsächlich was schützen kann. Absurderweise werden bis jetzt sogar Feuerwehrhäuser, obwohl es dort auch gerne mal brennt, (logische Konsequenz einer Vielzahl von zwecks sofortiger Einsatzbereitschaft 24/7 an Ladegeräte angeschlossenen batteriebetriebenen Geräten) nicht als so schützenswert angesehen.
Gibt es da keine Priorisierung oder Dringlichkeitsstufen?
Natürlich gibt es unterschiedliche Dringlichkeitsstufen, aber was soll das in dem Kontext jetzt bringen? Wenn was gemeldet wird, muss da jemand hin, gucken, was los ist. Und zwar jetzt gleich. Denn morgen oder nach Feierabend ist es zu spät, da braucht man auch nicht mehr zu gucken. Und die Leute, die man da hin schickt, müssen ausreichen, um wirksam eingreifen zu können, sollte da wirklich was sein. Sonst könnte man sich den ganzen Aufwand auch gleich sparen.
Wenn man immer die gleichen Leute zu oft zu Fehlalarmen schickt, haben die irgendwann keinen Bock mehr. Und eine andere Wahl, als immer die gleichen Leute zu schicken, hat man nicht, denn das sind nun mal die Leute, die man vor Ort hat.
Spoiler: Alarmmüdigkeit bei BMA-Alarmen ist ein tatsächlich existierendes und seit Jahrzehnten mit zunehmender Anzahl und zunemendem Alter der BMA zunehmendes Problem, außerdem hat die hohe Fehlalarmquote mancherorts auch schon dazu geführt, dass BMA-Alarme vom Alarmplan her anders behandelt werden, als von menschlichen Anrufern gemeldete Brände in vergleichbaren Objekten, also da wird jetzt schon weniger hingeschickt. Insbesondere auf die automatische Mitalarmierung des Rettungsdienstes (nicht nur für eventuelle Verletzte, sondern auch zur Eigensicherung der Feuerwehr) wird da inzwischen gerne verzichtet.
Brandmeldeanlagen sind ausdrücklich zur Brandfrüherkennung an Orten gedacht, wo eine frühe Erkennung großen Schaden verhindert, oder wo eine späte Erkennung zu gefährlich wäre. (z.B. in Gebäuden, in denen viele Leute schlafen) Beides trifft für (zu allem Überfluss auch noch extrem seltene) Brände in Windkraftanlagen nicht zu, denn die Gefahr für alles Andere, als die Anlage selbst (die in dem Fall eh ein Totalschaden ist), ist verschwindend gering.
Der Gefahrenbereich durch Trümmer befindet sich immer weit außerorts, weil die Anlagen gerade aus dem Grund, dass durch Schäden Trümmer runterfallen können und bei winterlicher Witterung Eisschlag möglich ist, nur mit großzügigen Sicherheitsabständen zur Bebauung genehmigt werden. Die Leute, die sich im Gefahrenbereich aufhalten, sind durchaus zur Selbstrettung in der Lage. (irgendwie sind die ja auch in den Gefahrenbereich reingekommen, dahin fährt in der Regel kein Bus) Außerdem sind genau die Leute, die durch einen solchen Brand in Gefahr geraten könnten, auch in der Lage, ihn zu erkennen und zu melden. Denn wenn die Anlage brennt, dann raucht die auch. Und irgendwann sind sogar außen Flammen sichtbar. Das eine oder andere Geräusch macht ein solcher Brand meistens auch, und wenn der Wind richtig steht, stinkt es. Wenn also eine Gefahr für Personen besteht, dann werden die das merken und den Brand melden. Die kann man dann sogar noch bei der Aufnahme des Notrufs dazu anleiten, sich möglichst weit von der brennenden Anlage zu entfernen und andere Leute, die sie unterwegs treffen, zu warnen. Das geht im Zweifel schneller, als die dann alarmierte Feuerwehr das machen kann, denn die muss ja erst mal dort hin kommen. (Die Anlagen befinden sich weit außerorts, und sind oft nur über Feldwege erreichbar. Die gesetzlichen Hilfsfristen außerorts abseits öffentlicher Straßen sind auch in der Regel wesentlich länger, als innerorts, weil das anders gar nicht möglich wäre)
Ich bin da jetzt nicht so der Profi, aber in anderen Bereichen z.B. bei Freileitungen gibt es auch den Modus erstmal 15min warten ob die Meldung weiter Bestand hat oder die Messwerte sich normalisieren. Es wurde oben ja schon ausgeführt, dass das Löschen der WKA selber nicht praktikabel ist. Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.
Brandmeldeanlagen sind entweder ausgelöst oder nicht ausgelöst und lassen sich absichtlich nur vor Ort zurücksetzen. (Rechtlich darf das auch nur der Einsatzleiter, nachdem die Erkundung ergeben hat, dass es im Bereich des ausgelösten Melders nicht brennt)
Da werden außerdem keine Messwerte übertragen, sondern nur ein Auslösezustand. Und wenn die Anlage oder die Signalübertragung ausfällt (oder unangemeldet abgeschaltet wird) gilt das auch als Auslösung.
Das ist Absicht, um die Systeme möglichst ausfallsicher zu gestalten, denn deren Sinn ist es, dort eingesetzt zu werden, wo man durch ihren Einsatz große Schäden verhindern kann.
Es bringt keinen nennenswerten Mehrwert. Die Wahrscheinlichkeit, von Trümmern getroffen werden, ist immer noch gering. Und eine Vollsperrung einer Autobahn machst Du eh nicht von jetzt auf gleich. Der Aufwand, denn BMA in WKA verursachen würden, steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, den man daraus zieht. Da regnet es nicht sofort und permanent im gesamten Gefahrenbereich tonnenweise Trümmer. Es besteht nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass da was runterkommen könnte. Genauso, wie einem im Wald ein Ast auf den Kopf fallen könnte.
Okay ich hab das Gefühl wir reden aneinander vorbei. Vielleicht muss es ja keine Brandmeldeanlage nach herkömmlicher Definition, Bauart und Reaktionsvorschriften sein? Vielleicht reicht ein Sensor der statt Alarm auszulösen irgendwo nach 15min anhaltendem Rauch eine Leuchte in der Leitzentrale anmacht? Muss ja nicht mal bei der Feuerwehr sein, vielleicht reicht auch die Technikzentrale beim Betreiber oder die Straßenmeisterei oder so?
Auszuschließen ist das nicht hab ich das Gefühl. (zugegeben es brennt nur in einigen wenigen Clips, aber wenigstens die hätte man abgedeckt)
Ich habe Google dazu befragt:
Bronto Skylift F112HLA (112 Meter): Dieser gigantische Teleskopmast hält den offiziellen Weltrekord. Er erreicht eine Höhe, die etwa 33 bis 40 Stockwerken eines Hochhauses entspricht. Aufgrund des enormen Gewichts und Preises gibt es weltweit nur sehr wenige Exemplare (unter anderem im Dienst der Zivilverteidigung in Bahrain und Katar). Der Rettungskorb kann innerhalb von nur etwa 40 Sekunden stabilisiert und vollautomatisch ausgefahren werden.
Bronto Skylift F101HLA (101 Meter): Das mit 101 Metern zweithöchste Modell wird unter anderem in Moskau eingesetzt und gilt als das höchste Rettungsfahrzeug auf dem europäischen Kontinent.
Deutschland-Rekord (90 Meter): Das höchste Hubrettungsfahrzeug in Deutschland ist ein 90-Meter-Teleskopmast (ebenfalls von Bronto Skylift), der im Dienst der Werkfeuerwehr des RWE-Kraftwerks Neurath steht. Große kommunale Feuerwehren wie die in Hamburg nutzen im Alltag leicht kompaktere Modelle, etwa mit einer Arbeitshöhe von 70 Metern.
Zu dem 90-Meter-Teil habe ich einen Artikel gefunden, in dem steht, dass es 52 Tonnen wiegt.
Ist halt überflüssig. In Windrädern halten sich in der Regel keine Menschen auf, da braucht man keinen 2. Rettungsweg, weil das Risiko verschwindend gering ist. (Mal davon abgesehen, dass solche Gelenkmasten in Deutschland aus guten Gründen nicht als 2. Rettungsweg zugelassen sind. Die sind hauptsächlich Spielereien, um Anforderungen von Versicherungen zu “erfüllen”, um Prämie und/oder den Bau geeigneter fest installierter Anlagen zu sparen)
Außerdem würde auch ein so absurd hoher Gelenkmast nicht automatisch bedeuten, dass man damit einen Brand in einer Windkraftanlage sicher bekämpfen könnte, denn man müsste das Teil mitten im Trümmerschatten der brennenden Anlage aufstellen. (Spoiler: Das macht man nicht, wenn man nicht unbedingt in den Knast will, sollte dadurch jemand zu Schaden kommen) Wenn man den überhaupt dort hin gefahren kriegt. (Normale Drehleitern von höchstens 16 Tonnen Gewicht und 12 Metern Fahrzeuglänge, haben auf den Feldwegen, die man in der Regel dafür benutzen muss, schon ihre Probleme) Das Problem der Löschwasserversorgung lasse ich jetzt mal außen vor, aber allgemein tendiert die weit außerorts, wo sich Windkraftanlagen in der Regel befinden, nicht besonders gut bis nicht vorhanden zu sein.
Wenn es erstmal richtig brennt, ist die Anlage selbst eh ein Totalschaden, die Umgebung absichern und warten, bis das von selbst ausgeht, ist da die sinnvollste Lösung. Wenn dann halt mal eine benachbarte Straße gesperrt wird, ist das auch kein Beinbruch. Der Aufwand für die vermeintliche Alternative, unter erheblicher Eigengefährdung einen Brand zu bekämpfen, ohne Aussicht, dadurch den Schaden zu verringern, steht in keinem Verhältnis zum nicht vorhandenen Nutzen.