Technologie Offenheit… Haben alle den Untergang in 5 Jahren verdient
Porsche ist damit nicht allein, das ist ein Kulturproblem in der deutschen Autoindustrie und ich würde behaupten sogar darüber hinaus in der deutschen Kultur als solche. Nach meiner Erfahrung geht es im Kern auch nicht um Umweltverschmutzung, Klimaschutz oder (langfristigen) wirtschaftlichen Erfolg.
So wie deutsche (Groß)unternehmen organisiert sind hat man als Manager ein Interesse daran, möglichst wenig Verantwortung zu übernehmen und möglichst wenig Entscheidungen zu treffen. Das ist alles nur Angriffsfläche die einen Manager in seiner Position potentiell gefährden kann. Alles was nur ansatzweise kontrovers oder mit Risiko verbunden ist, und das ist der Aufbau einer Batterietochter immer egal ob die Technologie absehbar die einzig richtige ist, wird wegdelegiert oder irgendwie verzögert oder vermieden. So kommt es dann zum Stillstand und zu Innovationsfeindlichkeit.
In der aktuellen Situation ist ein Manager der in der Batterieforschung Millionenbeträge vernichtet hat immernoch besser als ein Manager der einfach nichts macht. Aber das ist halt nicht die Konzernkultur, Investitionen werden erst gemacht wenn jedes Risiko zu 100% ausgeschlossen ist und jemand anderes dafür die absolute Verantwortung übernimmt.
Wenn man das so liest, gleicht das einer Bankrotterklärung: Batterieforschung und -produktion gestrichen, Antriebsproduktion (für eBikes) gestrichen und Softwareentwicklung gestrichen.
Was will Porsche denn dann demnächst als Kernaufgabe machen, wenn es in Batterie, Motor und Software keine Kompetenzen hat? Design, Montage, Marketing und Service? Für einen Automobilhersteller ist das echt eine gewagte Strategie: keine Kernkompetenz mehr, nur Zukauf.
Neulich gelernt, dass die Ami‘s dafür einen Begriff haben „skin in the game“ Der fehlt vielen deutschen Unternehmen und auch Politikern.
Das Tochterunternehmen Cellforce passe nicht zur technologieoffenen Strategie.
Kann mir das bitte jemand erklären? Wie kann man sich von einer Technologie verabschieden und das mit Technologieoffenheit begründen?
Ab irgendeinem Punkt wird “technologieoffen” halt albern, weil jeder mit 2 funktioniereden Gehrinzellen weiß, dass es nur Code ist für “einfach weiter wie bisher und so tun, als wenn jeden Moment eine neue Technologie vom Himmel fällt, durch die das nicht bekloppt ist und im Untergang endet”.
Und wenn man erstmal soweit ist, müssen die Worte keinen wirklichen Sinn mehr ergeben. Sie sind halt eh nur noch Gebrabbel für Idioten, die darauf herein fallen.
Der selbe Typ Idiot hätte auch damals die Entwicklung von Autos zugunsten von Kutschen verweigert, weil sicher jeden Moment die magische Super-Pferderasse gezüchtet wird, die Motoren obsolet machen.
Es ist lediglich ein Typo: “technologie-affene Strategie” = nur auf die Affen achten, die ohne ihren bruuum bruuum sich nackig fühlen!






