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Und genau in diesen Kontext fällt die Forderung von Winkel und seinen Mitstreitern. Deutschland hat bereits heute kein einheitliches Gesundheitssystem. Privatversicherte genießen kürzere Wartezeiten, bessere Zimmer, direkten Zugang zu Fachärzten. Gesetzlich Versicherte sind demgegenüber längst auf ein Minimum zurückgestutzt. Wer nun für Bürgergeld-Empfänger eine dritte, noch weiter abgespeckte Versorgungsstufe einführt, schafft keine Gerechtigkeit. Er schreibt eine Drei-Klassen-Gesellschaft in der Medizin fest: oben die Privatversicherten, in der Mitte die GKV-Versicherten mit einem System, das gerade erst weiter beschnitten wurde, ganz unten die Ärmsten – mit Notfallversorgung als einzigem Sicherheitsnetz.
Kein Zahnarzt außer bei Notfällen. Keine Physiotherapie. Keine Vorsorgeuntersuchungen. All das wäre unter einem solchen „Notfalltarif“ schlicht gestrichen. Menschen, die bereits in einer der verletzlichsten Lebenssituationen stecken, würden systematisch schlechter versorgt als der Rest der Gesellschaft – nicht weil ihre Erkrankungen weniger real wären, sondern weil ihr Kontostand es nicht hergibt. Das ist keine Reform. Das ist eine Bestrafung.
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Da wird doch wohl nicht jemand Optionen auf Kiefernholz halten?
Denn die Einzigen, die von diesem (milde ausgedrückt) menschenverachtenden Bullshit profitieren, sind die Leute in der Beerdigungsindustrie.
Krematorium geht (theoretisch) auch ohne Sarg, oder wenn mit Sarg, dann im nachhaltigen Sarg aus recyceltem Kunststoff. /s
Als meine Oma kremiert wurde musste mein Vater wohl trotzdem einen Sarg aussuchen
Das wird so sein aber das muss nicht so bleiben. Jeder kann einen Beitrag für die Zukunft Deutschlands leisten. /s