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Heino selbst wird in der “Bild” so zitiert: “Ich empfinde es als Unverschämtheit, mich ungefragt zum Gesicht einer Partei zu machen.” Diese Aktion gehe ihm zu weit, auch wenn er auf seiner “Made in Germany”-Tour deutsche Volkslieder singt oder die Nationalhymne. Heinos Manager Helmut Werner erklärt: “Er steht für konservative Werte, hat aber mit der AfD nichts zu tun.”
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Nur weil die von sich behaupten Konservativ zu sein, heißt es nicht, dass die das sind. Beispiel: Ein Arschloch wird sich selbst selten wirklich das Etikett “Arschloch” auf die Stirn kleben.
Dass das so in der Breite für Konservativ übernommen wird, heißt nicht, dass das so sinnvoll ist. Zumindest dann nicht, wenn wir eine Abgrenzung zwischen Konservativ und afd wollen.
Edit: Mir geht’s halt auch darum was zu formulieren, wo man Leute die sich eben als Konservativ sehen sanft hinschubsen kann. Man muss denen was liefern womit sie halt noch mitgehen können (deshalb auch das “Geschmachsverirrung” oben) aber was halt eben doch in den ganz wichtigen Punkten nicht afd ist. An allem anderen kann man danach immer noch weiter arbeiten, alles auf einmal wird nicht klappen. Dazu blockieren Menschen (mich eingeschlossen) generell viel zu gerne, wenn es in eine Richtung gehen soll, die sie (erstmal) ablehnen.
Ich denke halt, dass es schon recht aussagekräftig ist, dass sich Konservative diesen Mantel überzustülpen scheinen oder zumindest damit kein Problem haben.
Finde ich nen guten Punkt und unter Betrachtung dieses Edits lese ich deine Kommentare auch anders. Weil klar, wenn wir den Noch-Nicht-Völlig-Abgestürzten klar machen, dass ihnen niemand ihre traditionelle Familienkonstellation kaputt machen will, wenn sie das so wollen, dann sind wir schon mal weiter. Ich befürchte nur leider, dass der größte Teil von denen weiter denkt, sieht, dass ein großer Teil der Frauen da vielleicht keinen Bock drauf hat und sich ihnen dann der Gedanke vor schiebt, dass man das ja doch mit bisschen Zwang umsetzen müsste. Alternativ, dass “Die Woken” daran Schuld sind, dass Frauen das nicht wollen.
Da geh ich voll mit.
Ich leb mehr oder weniger gezwungenermaßen mit solchen zusammen, das prägt schon. Ich versuch so gut es geht die vom afd-Gedankenmüll fern zu halten. Hab hier leider noch einen möchtegern-C.Linder-v.2.0, der das Ganze nicht einfacher macht… ^^" Immerhin konnte ich sie schon von z.B. Solar auf dem Dach und Wärmepumpe überzeugen. :D (Ja, auch kleine Siege muss man feiern) Solar steht schon und sie lieben es, Wärmepumpe ist immerhin beauftragt.
So klein finde ich die Siege gar nicht, stell mal dein Licht nicht unter den Scheffel!
Die beiden Sachen müssen ja auch eine gewisse Dissonanz in den AfD-verseuchten Köppen auslösen, denn diese Technologien kommen ja VON DEN GRÜÜÜÜNEN!
Also, gut gemacht! :)
Danke! Ü
Was du aufgezählt hast, sind alles keine Punkte konservativer Politik. Nur weil Menschen, die sich selbst als konservativ bezeichnen würden, diese Standpunkte vertreten könnten, macht es das noch lange nicht zu konservativen Standpunkten. Und noch viel weniger werden diese Punkte von Parteien vertreten, die sich als konservativ bezeichnen.
MMn ist es daher schlauer, sich in Diskussionen davon zu lösen, auf Basis solcher Labels zu argumentieren und tatsächlich Themen davon unabhängig zu betrachten.
Nichtsdestoweniger ordnen sich Menschen leider sehr gerne auch in politischen Themen Gruppen zu, die sich aufgrund dieser Labels finden, und wenn man deswegen dennoch mit Labels argumentieren will oder muss, sollte man das mMn auf Basis dessen tun, wie diese Labels politilsch vertreten werden.
Deswegen bleibt die Frage, inwiefern unterscheiden sich die Standpunkte der sog. konservativen Parteien (der Union) von denen der AfD, welchen Unterschied macht es, wem ich meine Stimme gebe? Auf Landesebene gibt es ja durchaus Punkte, z.B. in Schleswig-Holstein (anderswo wird es dagegen aber wieder deutlich schwammiger), aber auf Bundesebene ist es eigentlich egal, ob die AfD oder die Union Blödsinn über “Einwanderung in Sozialsysteme” fabuliert, um dann eben diese Sozialsysteme abzubauen, oder erklärt, dass es der Mittelschicht schlecht ginge, wenn man gleichzeitg über Besteuerung von unten nach oben umverteilt (umverteilen will) und die Mittelschicht dabei am stärksten geschröpft wird (würde).