Zunehmender Onlinehandel, dümpelnde Konsumlaune: Der Einzelhandel in Deutschland schrumpft. In diesem Jahr dürfte die Zahl der Läden laut einer Schätzung erstmals seit Jahrzehnten auf unter 300.000 fallen. Die Branche sieht die Politik in der Pflicht.
Das Problem sind ja die Mieten. Am Ende des Tages würden sich diverse Geschäfte bei geringeren Mieten gerade in den besser frequentierten Innenstädten lohnen. Ich könnte es ja verstehen, wenn wirtschaftlich eher etwas abgehängte Städte wie Herne Probleme hätten mit ihren Innenstädten, aber diese Probleme gibt es auch in den Boomtowns mit vielen Touristen.
Am Ende des Tages ist es wie beim Wohnungsmarkt, die Mieten zerstören nachhaltig die Profitabilität der Geschäfte. Wenn dein Vermieter den Profit rausträgt, machst du als Geschäftsinhaber wenig. Hier in der Innenstadt landest du bei so 150-200m² Ladenfläche je nach Lage schnell bei 8000-10000€ Miete pro Monat. Und die musst du dann erstmal wieder reinholen.
Das verhindert dann auch die von dir vorgeschlagenen Nachnutzungen durch Makerspaces oder soziale Einrichtungen. Die können sich solche Mieten auch nicht leisten.
True, da war ich zu naiv. Also bleiben die Innenstädte leer, bis die Mieten gesenkt werden?
Es ist sogar noch schlimmer, wenn du dort Immobilienkonzerne und Investmentfonds als Besitzer hast, dann kann es für die deutlich besser sein, auf Leerstand zu gehen, weil die sonst bei sinkenden Mieten den Wert ihrer Immobilien anpassen müssten. Und das entsprechend hart für die Bilanz wäre.