Das TSG hat von Trans Personen verlangt, dass diese für die Änderung von Namen/Geschlechtseintrag mehrere Gutachten vorlegen mussten und das ganze musste dann von einem Richter abgesegnet werden. Alles in allem ein ziemlich entwürdigender und langer Prozess. Mittlerweile geht das zum Glück mit 2 Besuchen beim Standesamt. Ohne irgendwelche Formalia außer dem Unterschreiben einer Persönlichen Erklärung und einer 3 monatigen Bedenkzeit.

  • Quittenbrot@feddit.org
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    7 hours ago

    Bspw. wurde beim TSG der Deadname nicht gespeichert, beim SBGG eben schon.

    Macht das auf einer rein administrativen Ebene (!) nicht Sinn? Man möchte doch wissen, wer in der Vergangenheit unter welchen Namen gehandelt hat, auch wenn es der “falsche” Name gewesen ist.

    Sagen wir, du hast vor 15 Jahren unter deinem Deadname eine Anzeige bei der Polizei gemacht und heute kommt raus, dass das bei einem aktuellen Fall behilflich sein könnte. Ohne die Info stelle ich mir das schwierig vor.

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      5 hours ago

      Der Schutz der Person überwiegt aber deutlich solche konstruierten Beispiele, vor allem in der jetzigen Zeit. Vor allem, wenn in Deutsche Politiker in der Regierung gibt, die gerne wieder Listen über transgeschlechtliche Menschen führen wollen.

      • Quittenbrot@feddit.org
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        5 hours ago

        Ist natürlich eine Frage, wie das im Detail umgesetzt wird. Eine staatliches “Transsexuellen-Register” ist, wie die anderen “Listen-Ideen” (psychisch Kranke,…) von irgendwelchen Politikern natürlich Schwachsinn, da sind wir uns hoffentlich alle einig.

        Aber das reine Vermerken der Namen, unter denen man mal geschäftsfähig war, ob nun Deadnames, gebürtige Nachnamen, etc, sehe ich wirklich nicht so kritisch, zumal der Staat schon wissen muss, wer eigentlich wer ist und war.

        Alternativ dazu kann man das natürlich auch mit einer Personennummer machen, wie die Schweden, da ist eine Identifizierung und Zuordnung auch vollkommen ohne Namen ein Leben lang möglich. Ist hierzulande aber meines Wissens nicht sehr populär.

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          5 hours ago

          Aber das reine Vermerken der Namen, unter denen man mal geschäftsfähig war, ob nun Deadnames, gebürtige Nachnamen, etc, sehe ich wirklich nicht so kritisch, zumal der Staat schon wissen muss, wer eigentlich wer ist und war.

          Finde ich nicht, dass der Staat das wissen muss. Aber kurze Frage: Betrifft es dich selber? Soll kein Angriff sein, ich habe nur öfters schon gemerkt, dass Menschen, die es eben nicht betrifft, sich dem Ausmaß der Verfolgung und der Gefährdung von Trans-Menschies nicht so bewusst sind (wie auch).

          Alternativ dazu kann man das natürlich auch mit einer Personennummer machen, wie die Schweden, da ist eine Identifizierung und Zuordnung auch vollkommen ohne Namen ein Leben lang möglich. Ist hierzulande aber meines Wissens nicht sehr populär.

          Das fände ich eine wesentlich bessere Lösung, ja.

          • Quittenbrot@feddit.org
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            1 hour ago

            Finde ich nicht, dass der Staat das wissen muss.

            Da kann man sich natürlich super streiten. In unserem Kulturraum machen wir das seit Ewigkeiten. Erst in Kirchenbüchern, seit ca. 150 Jahren in staatlichen Registern: wer wurde wann und wo geboren, heiratete, bekam Kinder und starb. Gibt natürlich auch Länder wie bspw Amerika, die das kulturell für einen Millimeter vor Tyrannei halten und andererseits Länder wie besagtes Schweden, wo das ganze noch viel gläserner ist. Darüber kann man gerne mal grundsätzlich diskutieren, wie wir das haben wollen.

            Nur innerhalb dieses jetzigen Systems fände ich es komisch, wenn eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung quasi ‘aus dem Nichts’ erscheinen soll, da dem ja nicht so ist. Man hat ja trotzdem eine Vergangenheit, hat unter diesem Namen Verträge abgeschlossen, ist tätig gewesen, hat gelebt und existiert.

            Ich kann sehr gut verstehen, dass man selber einen harten Cut haben möchte und nicht mehr mit dem Deadname konfrontiert werden will. Doch statistisch existiert ja der gleiche Mensch weiter, erst unter dem ‘falschen’, jetzt unter dem ‘richtigen’ Namen. Kannst du den Gedanken gar nicht nachvollziehen?

            Aber du hast natürlich auch vollkommen recht, dass man als nicht unmittelbar selbst betroffener natürlich anders auf die Dinge blickt und gewisse Sensibilitäten schnell fehlen. Darum stimme ich dir auch zu, dass eine Lösung wie diese schwedische Personennummer die beste Lösung wäre: der Staat hat seine Zuordnung, der Mensch jedoch die Sicherheit, aus dieser Info keine Stigmatisierung oder gar Verfolgung befürchten zu müssen.

          • Edna (dey/sie)@feddit.org
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            4 hours ago

            Im TSG waren die hürden auf jeden Fall deutlich höher.

            Übrigens ist Baden Württemberg gerade dabei ein Register von Trans* Personen anzulegen und in der Begründung des Innenministeriums wurde gesagt Offenbarungsverbot gelte nur für Privatpersonen und nicht für Ministerien, außerdwm wurden wir mit Rechtsextremisten und Islamisten verglichen.