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Er sei knappe vier Jahre im Parlament gewesen und werde, wenn er das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht habe, allein für diese kurze Zeit im Bundestag circa 800 Euro bekommen. »Das finde ich ehrlich gesagt skandalös. Das ist viel zu viel.«

  • Gollum@feddit.org
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    3 days ago

    Ich finde das tatsächlich überhaupt nicht zu hoch.

    Es ist wichtig dass unserer Politiker sich keine Sorgen um Geld machen müssen. Wer Macht aber kein Geld hat, findet in der Regel Mittel und Wege an Geld zu kommen. Das passiert allerdings dann oft über nicht ganz so integre Aktionen.

    Was sind schon 800 € Renten, Fritze zahlt das im Monat auf die Konten seiner Enkel… schlechter Vergleich ich weiß. Und natürlich werden wir alle zu knabbern haben im Rentenalter.
    Aber Politiker unseres Landes sollen sich dennoch keine Sorgen um die Rente machen müssen unabhängig von uns.

    Wir sollten dass natürlich auch nicht tun müssen.

    Wer sich über das Regelgehalt eines Politikers beschwert, der macht es sich zu leicht.

    • copacetic@discuss.tchncs.deOP
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      3 days ago

      800€ ist nicht hoch, aber es geht ja darum, dass er nur 4 Jahre dafür gearbeitet hat.

      Die maximale Rente in Deutschland ist 3589€. Wenn man 45 Jahre arbeitet, heißt das man erarbeitet sich durchschnittlich 80€ pro Jahr bzw 319€ in vier Jahren. Wenn man sich also 800€ in vier Jahren erarbeitet, dann ist das schon hoch.

      • ranslite@pie.dasneuland.de
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        3 days ago

        Ein Beispiel aus der Praxis:
        Meine Frau hat 3 Jahre ihre Ausbildung gemacht, danach ein halbes Jahr gearbeitet. Hat dann eine schwere Depression bekommen, die es ihr unmöglich machte weiter zu arbeiten. Nach mehreren erfolglosen Reintegrationsmaßnahmen, hat sie nach effektiv 3,5 Jahren sozialabgabenpflichtiger Beschäftigung 100% Erwerbminderungsrente, diese beträgt bei ihr derzeit knapp 800€. Das ist als Single zum leben zu wenig, zum sterben zuviel. Sie hat zwar eine relativ hohe Zuverdienstgrenze, darf aber nur 2:59 Stunden am Tag arbeiten und jetzt finde da mal was. Als ich sie kennengelernt habe, hat sie auf den zweiten Arbeitsmarkt gearbeitet, da gilt die Zeitgrenze nicht, aber man ist nicht an den Mindestlohn gebunden. Sie hatte nicht einmal 1 €/h verdient. Inzwischen verräumt sie für Tchibo 3x die Woche die Regale in zwei Supermärkten, so gehts einigermaßen.

    • ominous ocelot@leminal.space
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      3 days ago

      Wer Macht aber kein Geld hat, findet in der Regel Mittel und Wege an Geld zu kommen. Das passiert allerdings dann oft über nicht ganz so integre Aktionen.

      Ich weiß nicht. Meinst du Menschen verhalten sich integer, nur weil man sie reichlich mit Geld versorgt?

      • BigShammy80@feddit.org
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        2 days ago

        Wie unsere Politiker beweisen: Nein! Hier wird fleißig Lobbyiert/Vorstandssitze/Vorlesungen/Berater-Tätigkeiten, die Liste ist sehr lang… Und mein Chef scheißt sich ins Hemd, wenn ich am Wochenende paar Stunden was nebenbei machen will… Ich frage mich bei manchen Politikern, wie die bei der Fülle an Nebeneinkünften noch ihren eigentlichen Job machen können…

        Aber dafür leisten wir uns ja großzügig Berater, dann muss man die ganze Scheisse nicht mehr durchlesen oder lernen, dann plappert man einfach nur nach, was die einem Vorsagen! Jucheh!

      • AAA@feddit.org
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        3 days ago

        Nein, das hat er auch nicht gesagt. Man verhindert aber zumindest das Gegenteil, nämlich das eigentlich integere Menschen durch Geldsorgen korrumpiert werden.

        • ominous ocelot@leminal.space
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          3 days ago

          Zwischen Geldsorgen und der Entlohnung eines MdB liegen schon ein paar durchschnittliche Jahresgehälter. Da wäre Spielraum nach unten.

          Und was ist “eigentlich integer”? So etwas wie “etwas moralisch”, “ehrlich genug”?

          Ich glaub nicht, dass jemand der die ihm gegebene Macht zum eigenen Vorteil ausnutzt, plötzlich sagt: oh nein, ich werde gut bezahlt, jetzt kann ich das leider nicht mehr machen.

          Sind zum Glück nicht die meisten MdB, die so sind. Dennoch erstaunlich, dass Masken-Spahn und Autobahn GmbH-Scheuer so wenig Gegenwind aus der eigenen Schar spüren, gar nicht zu reden von Autolobby-Dobrindt.

          • AAA@feddit.org
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            3 days ago

            Ich glaub nicht, dass jemand der die ihm gegebene Macht zum eigenen Vorteil ausnutzt, plötzlich sagt: oh nein, ich werde gut bezahlt, jetzt kann ich das leider nicht mehr machen.

            Und genau das behauptet auch niemand.

            Der Punkt ist, dass jemand der ihm gegebene Macht NICHT zum eigenen Vorteil ausnutzt, zumindest nicht wegen Geldsorgen deswegen anfangen soll. Nun mag so jemand aus anderen Gründen anfangen seine Macht auszunutzen, aber zumindest die Geldsorgen können wir eliminieren in dem wir Politiker ausreichend gut bezahlen.

            Und ich stimme dir zu, dass man darüber streiten kann, was ausreichend oder gut ist, oder ob es zu viel ist. Aber wenn dieses hohe Gehalt auch nur einen Politiker davon abhält “umzukippen” und korrupt zu werden… dann hat es sich für uns alle gelohnt.

  • trollercoaster@sh.itjust.works
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    3 days ago

    Es ist wieder irgendwo Wahl, da muss die SPD mal kurz so tun, als wäre sie für soziale Gerechtigkeit.

    Und bei der nächsten Diätenerhöhung stimmen die Vögel wieder dafür.

    • GarbadgeGoober@feddit.org
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      2 days ago

      Naja wenn man sieht wie viel die Politiker sich nebenher verdienen, weiß ich nicht was das bringen soll.

      CDU/CSU wettern ja immer ordentlich dagegen ihre Nebentätigkeiten offen zu legen. Bestes Beispiel unsere Frau Reiche wo auch wieder mit Dienstwagen wo unterwegs war, wer weiß was da wieder Geld geflossen ist. Vor allem ist es ja oft so, dass scheidende Poliktiker dann als Lobbyisten für Ihr Ressort in der Wirtschaft arbeiten.

      Nichts anderes macht ja Herr Kühnert nur eben für den Verein Finanzwende.

      Ich finde schon bei all dem Spardruck, könnte man erstmal mit guten Vorbild voran gehen und bei sich auch Ausgaben sparen. Aber die Hoffnung das sich da mal was ändert halte ich für gering und das zieht sich leider durch alle Parteien durch.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      3 days ago

      Wenn die Mondgehälter, die Politiker dafür kassieren, dass sie nichts als heiße Luft produzieren, Korruption verhindern würden, hätten wir keine korrupten Politiker.

      Zum Glück hat man in Deutschland aber einen noch besseren Weg gefunden, Korruption bei Politikern zu verhindern: Korruption ist einfach rechtlich so definiert, dass es praktisch unmöglich ist, wegen Korruption angeklagt, oder gar verurteilt zu werden, egal wie sehr man die Hand aufhält.

      • brainwashed@feddit.org
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        3 days ago

        Natürlich verhindert das nicht jede korruption, aber der gemeine Bundestagsabgeordnete hat es eben nicht nötig, um seine Familie durchzubringen. Dass es immer einen Gerd gibt, der den Hals nicht vollbekommt, kommt noch dazu.

        • trollercoaster@sh.itjust.works
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          3 days ago

          Um eine Familie durchzubringen, wäre die Hälfte von dem, was die kassieren, immer noch mehr als genug.

          Die Bezüge von Politikern sollten auf das Mediangehalt gedeckelt werden und sie sollten nur Anspruch auf ganz normale Rente haben. Dazu rigorose Verfolgung und Bestrafung aller Formen von Korruption. Dann würde so Einiges anders laufen.

          • brainwashed@feddit.org
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            3 days ago

            Naja idR soll davon auch ein zweiter Wohnsitz sowie Personal bezahlt werden. Mit einem Mediangehalt kommst du da nicht weit.

            • trollercoaster@sh.itjust.works
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              2 days ago

              Wofür brauchen die denn Personal? Von der Bevölkerung verlangen sie ja auch, mehr zu arbeiten, sollen sie doch mal mit gutem Beispiel vorangehen. Und warum brauchen die einen Zweitwohnsitz? Von der arbeitenden Bevölkerung verlangt man ja auch, ihre Familien aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen, um einem Arbeitsplatz hinterherzuziehen. Warum also nicht von denen, deren Aufgabe es ist, eben diese Bevölkerung zu vertreten?

              • brainwashed@feddit.org
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                2 days ago

                Für ihre Abgeordneten Büros. Da fällt mutmaßlich etwas Arbeit an. Und der Wohnsitz ist eben immer Berlin. Gleichzeitig sollen sie ja in ihren Wahlbezirken vertreten und ansprechbar sein.

                • trollercoaster@sh.itjust.works
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                  2 days ago

                  Wenn man unbedingt will, dass die in ihren Wahlkreisen ihren Hauptwohnsitz behalten, kann man auch in Berlin ein Abgeordnetenwohnheim bauen, die Anzahl der Abgeordneten ist ja bekannt, das Wohnheim hat dann genau so viele Zimmer und gut ist. Die sollen schließlich arbeiten und nicht im Luxus leben. Bei den Büros und dem dazugehörigen Personal genauso. Einfach festlegen, was denen zusteht und die kriegen genau das gestellt.

                  In der Praxis ist das mit den Wahlkreisen aber eher unerheblich, denn ansprechbar sind die Abgeordneten eh nur für die Leute, die der Partei dicke Spenden zustecken, oder die Abgeordneten mit lukrativen Pöstchen beglücken.