Immer wieder kommen Radfahrer zu Tode, weil sie unter einen Lastwagen geraten. Am Donnerstag ist in Rosenheim eine Radlerin von einem Lkw erfasst und hundert Meter weit mitgeschleift worden.
Es gibt wohl solche Systeme, hab aber noch keins live gesehen. Wie bei allen Warnsystemen, vermute ich, dass die eine gewisse Fehlerquote haben. Übermäßige Warnungen lenken ab. Unnötige Eingriffe in die Bremsen und Steuerung sind mitunter sogar gefährlich. Warnsysteme, die ständig ohne echten Grund warnen, werden irgendwann ignoriert oder ganz außer Kraft gesetzt. Das hat zum Beispiel dazu geführt, das Bremsassistenten gerne außer Kraft gesetzt werden, denn gerade die etwas schlechteren Systeme sind berüchtigt dafür, Vollbremsungen auszulösen, wenn man überholt wird und der Überholende zu kurz danach wieder die Spur wechselt. (Deswegen bitte beim Überholen von LKW großzügig Abstand lassen, bevor man wieder zurück auf die rechte Spur wechselt, eine unvermittelte Vollbremsung von einem 40-Tonner ist alles Andere als schön. Der braucht zwar ne knappe Minute von 0 auf 80, aber steht in 5 Sekunden, wenn solche Energien umgesetzt werden, will man nicht in der Nähe sein)
Straßenverkehr ist halt ein Stück weit gefährlich und wird das auch immer bleiben. Verkehrstote auf Null reduzieren, ist eine unrealistisch dumme populistische Forderung. Alle möglichen Fahrzeuge mit Sensorik vollstopfen, um einen statistisch kaum noch messbaren Rückgang von Unfällen zu erzielen, halte ich für übertrieben. Für sinnvoller halte ich, da, wo es möglich ist, die Übersichtlichkeit baulich zu verbessern und Unfälle durch entsprechende Verkehrsführung zu vermeiden. Außerdem braucht es auch mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Zum Glück muss ich nicht mehr regelmäßig mit einem LKW in die Stadt, denn das ist der Horror. Wenn man zu viel Abstand zum Straßenrand hält, um zu vermeiden, dass einem unvermittelt Fußgänger zwischen geparkten Autos raus in die Karre laufen, oder man jemandem, der ohne zu gucken die Autotür aufreißt, die Tür abfährt, sehen ein paar lebensmüde Zweiradfahrer (sowohl Fahhrad, als auch Motorrad) das gerne als Einladung zum rechts Überholen. Gerade viele Fußgänger und Radfahrer sind dazu auch noch unterwegs, ohne auf ihre Umgebung und die Gefahren dort zu achten. Blick stur geradeaus, Kopfhörer auf oder Stöpsel im Ohr, am Besten noch ständig aufs Handy gucken. Es gibt sogar Leute, die meinen, bei LKW mit Anhänger, die an einer Ampel halten, zwischen Anhänger und Zugmaschine durchklettern zu müssen, um über die Straße zu gehen, oder Zweiradfahrer, die den Zwischenraum zwischen Anhänger und Zugmaschine für eine gute Stelle halten, um auch an der Ampel zu halten. Besonders schlimm fällt die geradezu lebensmüde Unaufmerksamkeit vieler Leute auf, wenn man in Fußgängerzonen Lieferverkehr fährt. Inzwischen hat sich leider scheinbar eine Auffassung breitgemacht, dass man, wenn man nur glaubt, im Recht zu sein, nicht mehr auf die eigene Sicherheit achten muss. Menschen machen aber halt Fehler, Technik ist unvollkommen und die Naturgesetze scheren sich einen Scheißdreck um die Straßenverkehrsordnung. Physik ist unerbittlich. Wenn große Massen in Bewegung sind, entstehen dann entsprechend große Schäden, unabhängig von der Rechtslage.
Kameras statt Spiegel gibt es auch inzwischen. Die dazugehörigen Displays sind dann ungefähr da montiert, wo auch die Spiegel wären, nur halt innerhalb der Kabine. Weiß nicht, was ich davon halten soll, viel Technik heißt immer viel Störanfälligkeit. Dass ein Spiegel überhaupt nicht mehr geht, muss schon viel kaputtgehen, bei einer Kamera reicht ein lockerer Stecker. Auf jeden Fall erhöht die Menge an komplexer Sensorik die Anschaffungs- und Betriebskosten und verringert die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Technik. Das halte ich für eine unglaubliche Resourcenverschwendung.
Für sinnvoller halte ich, da, wo es möglich ist, die Übersichtlichkeit baulich zu verbessern und Unfälle durch entsprechende Verkehrsführung zu vermeiden.
In dem Zusammenhang zitiere ich aus dem Kopf die Best Practices für das Aufstellen von Stoppschildern in Großbritannien:
Wenn du eine Straße neu baust und ein Stoppschild brauchst, ist deine Straße Kacke. Geh zurück ans Zeichenbrett und plane so, dass du ohne Stoppschild auskommst.
Es gibt wohl solche Systeme, hab aber noch keins live gesehen. Wie bei allen Warnsystemen, vermute ich, dass die eine gewisse Fehlerquote haben. Übermäßige Warnungen lenken ab. Unnötige Eingriffe in die Bremsen und Steuerung sind mitunter sogar gefährlich. Warnsysteme, die ständig ohne echten Grund warnen, werden irgendwann ignoriert oder ganz außer Kraft gesetzt. Das hat zum Beispiel dazu geführt, das Bremsassistenten gerne außer Kraft gesetzt werden, denn gerade die etwas schlechteren Systeme sind berüchtigt dafür, Vollbremsungen auszulösen, wenn man überholt wird und der Überholende zu kurz danach wieder die Spur wechselt. (Deswegen bitte beim Überholen von LKW großzügig Abstand lassen, bevor man wieder zurück auf die rechte Spur wechselt, eine unvermittelte Vollbremsung von einem 40-Tonner ist alles Andere als schön. Der braucht zwar ne knappe Minute von 0 auf 80, aber steht in 5 Sekunden, wenn solche Energien umgesetzt werden, will man nicht in der Nähe sein)
Straßenverkehr ist halt ein Stück weit gefährlich und wird das auch immer bleiben. Verkehrstote auf Null reduzieren, ist eine unrealistisch dumme populistische Forderung. Alle möglichen Fahrzeuge mit Sensorik vollstopfen, um einen statistisch kaum noch messbaren Rückgang von Unfällen zu erzielen, halte ich für übertrieben. Für sinnvoller halte ich, da, wo es möglich ist, die Übersichtlichkeit baulich zu verbessern und Unfälle durch entsprechende Verkehrsführung zu vermeiden. Außerdem braucht es auch mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Zum Glück muss ich nicht mehr regelmäßig mit einem LKW in die Stadt, denn das ist der Horror. Wenn man zu viel Abstand zum Straßenrand hält, um zu vermeiden, dass einem unvermittelt Fußgänger zwischen geparkten Autos raus in die Karre laufen, oder man jemandem, der ohne zu gucken die Autotür aufreißt, die Tür abfährt, sehen ein paar lebensmüde Zweiradfahrer (sowohl Fahhrad, als auch Motorrad) das gerne als Einladung zum rechts Überholen. Gerade viele Fußgänger und Radfahrer sind dazu auch noch unterwegs, ohne auf ihre Umgebung und die Gefahren dort zu achten. Blick stur geradeaus, Kopfhörer auf oder Stöpsel im Ohr, am Besten noch ständig aufs Handy gucken. Es gibt sogar Leute, die meinen, bei LKW mit Anhänger, die an einer Ampel halten, zwischen Anhänger und Zugmaschine durchklettern zu müssen, um über die Straße zu gehen, oder Zweiradfahrer, die den Zwischenraum zwischen Anhänger und Zugmaschine für eine gute Stelle halten, um auch an der Ampel zu halten. Besonders schlimm fällt die geradezu lebensmüde Unaufmerksamkeit vieler Leute auf, wenn man in Fußgängerzonen Lieferverkehr fährt. Inzwischen hat sich leider scheinbar eine Auffassung breitgemacht, dass man, wenn man nur glaubt, im Recht zu sein, nicht mehr auf die eigene Sicherheit achten muss. Menschen machen aber halt Fehler, Technik ist unvollkommen und die Naturgesetze scheren sich einen Scheißdreck um die Straßenverkehrsordnung. Physik ist unerbittlich. Wenn große Massen in Bewegung sind, entstehen dann entsprechend große Schäden, unabhängig von der Rechtslage.
Kameras statt Spiegel gibt es auch inzwischen. Die dazugehörigen Displays sind dann ungefähr da montiert, wo auch die Spiegel wären, nur halt innerhalb der Kabine. Weiß nicht, was ich davon halten soll, viel Technik heißt immer viel Störanfälligkeit. Dass ein Spiegel überhaupt nicht mehr geht, muss schon viel kaputtgehen, bei einer Kamera reicht ein lockerer Stecker. Auf jeden Fall erhöht die Menge an komplexer Sensorik die Anschaffungs- und Betriebskosten und verringert die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Technik. Das halte ich für eine unglaubliche Resourcenverschwendung.
In dem Zusammenhang zitiere ich aus dem Kopf die Best Practices für das Aufstellen von Stoppschildern in Großbritannien:
Fand ich ganz erhellend.