Männer haben im Schnitt eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen. Ein neuer Bericht zeigt: Auch Geschlechterrollen und das Wirken von Gesellschaftsnormen spielen bei der Gesundheit von Männern eine Rolle. Von Niels Walker.
Gerade Männer, die in schlechten Lebensumständen leben, ausgegrenzt werden - zum Beispiel aufgrund ihrer Herkunft, Sprache, sexuellen Orientierung - oder unter starkem wirtschaftlichem Druck stehen, führen ein kürzeres und ungesünderes Leben. Ein wesentlicher Teil sei dabei, dass das Männerbild weltweit zu einem großen Teil ein klassisches ist. Es sieht Männer in der Rolle des Ernährers der Familie, oft verbunden mit einem Bild von Stärke.
Er warnt jedoch davor, den schwarzen Peter ausschließlich zu den gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit zu schieben: “Nicht sämtliche traditionelle Männlichkeitsnormen sind grundsätzlich gesundheitsschädlich. Entscheidend ist vielmehr, wie rigide diese Normen vertreten werden, in welchem sozialen Kontext sie wirken und welche individuellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Nicht Männlichkeit an sich macht Männer krank, sondern insbesondere starre Vorstellungen davon.”
“Die Autorinnen und Autoren knüpfen hier an das bereits in den 1980er-Jahren entwickelte ‘Gender Role Strain Paradigm’ an, demzufolge psychische Belastungen entstehen, wenn Männer gesellschaftliche Männlichkeitserwartungen aufgrund struktureller Bedingungen nicht erfüllen können, zum Beispiel die Rolle des Familienernährers”, sagt Silvia Krumm
Hier mal die Essenz:
Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen!