Also im großen und ganzen Stimme ich dir zu, aber ich hatte tatsächlich an FFF gedacht als erfolgreichen Protest, der mit geschickter Grnezüberschreitung für Wirbel gesorgt hat. Wochenlang haben die Medien über sie geschrieben weil sie die Schule geschwänzt haben. Vor allem auch noch extrem dezentral, einfach nur weil die Idee so ansteckend war. Klar hätte ich mir danach eine andere Entwicklung gewünscht für FFF, aber am Anfang war das was die Richtung die ich meinte. Übrigens auch komplett gewaltlos, trotzdem enorm ungehorsam.
aber ich hatte tatsächlich an FFF gedacht als erfolgreichen Protest
Proteste sind erfolgreich, wenn sie ihr politisches Ziel erreichen.
Wenn man natürlich sein Ziel so niedrig steckt, wie mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, dann kann man sehr schnell und einfach Erfolg proklamieren, ohne je tatsächlich irgendwas erreicht zu haben. Dafür muss man einfach nur irgendwas machen, woran sich die Regenbogenpresse echauffiert, z.B. irgendwo auf den Marktplatz kacken. Oder organisiert die Schule schwänzen. Erreichen tut man damit rein gar nichts.
Proteste sind erfolgreich, wenn sie ihr politisches Ziel erreichen.
Das ist sehr eindimensional Gedacht. Proteste/Aktionen bzw. generell kollektive Aktivitäten haben viel mehr Facetten, auf die es sich auch lohnt zu schauen. Durch die Art und Weise wie FFF entstanden ist, haben hunderte oder Tausende junge Menschen gelernt Verantwortung zu übernehmen, bspw für die Vorbereitung einer Kundgebung, sie haben Beziehungen innerhalb der Schule aber auch darüber hinaus aufgebaut, sie haben der Springerhetze getrotzt uvm. FFF hat die Klkmabewegung wiederbelebt und war ein wichtiger Grund für die danach folgenden Sachen, wie Waldverteidigungen, Lützerath oder Letzte Generation.
Das ist aber auch eher meine anarchistisch geprägte Meinung, weil ich eh nicht so viel Wert lege auf Proteste, die Forderungen an die Regierung stellen und dann darauf hoffen, dass sie irgendwie umgesetzt werden. Mir gehts eher darum, dass wir kollektib die Fähigkeit bekommen gegen die Gesamtscheiße vorzugehen und Probleme wie die Klimakrise an der Wurzel angehen zu können. Und genau da hat FFF imo besonders zu Beginn echt viele jungen Menschen einige wichtige Fähigkeiten gelehrt. Deswegen sage ich Erfolg.
Natürlich war das auch unbequem. Es wurde ja ganz klar gesagt “Es gibt wichtigeres als Schule” und “Schule ist nicht das wichtigste für meine Zukunft” und “Ich muss eigenständig für meine Zukunft einstehen”. Das sind alles Sachen, die klar den Status Quo hinterfragen und die einer der Gründe für die damalige Springerhetze waren.
Wenn man diese Gedanken weiterpsinnt, dann werden damit ganz schnell Grundpfeiler der aktuell herrschenden Ordnung hinterfragt.
Interessante Anekdote aus meinem Bekanntenkreis dazu: Mehrere Leute, die ausdrücklich die Klimakleberei scheiße fanden, haben das plötzlich gefeiert, als ein paar wenige von den Klimaklebern sich auf dem Flugplatz von Sylt an einen Privatjet geklebt haben. Aussage: “Endlich treffen die mal die Richtigen. Das können die gerne öfter machen.”
Also im großen und ganzen Stimme ich dir zu, aber ich hatte tatsächlich an FFF gedacht als erfolgreichen Protest, der mit geschickter Grnezüberschreitung für Wirbel gesorgt hat. Wochenlang haben die Medien über sie geschrieben weil sie die Schule geschwänzt haben. Vor allem auch noch extrem dezentral, einfach nur weil die Idee so ansteckend war. Klar hätte ich mir danach eine andere Entwicklung gewünscht für FFF, aber am Anfang war das was die Richtung die ich meinte. Übrigens auch komplett gewaltlos, trotzdem enorm ungehorsam.
Proteste sind erfolgreich, wenn sie ihr politisches Ziel erreichen.
Wenn man natürlich sein Ziel so niedrig steckt, wie mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, dann kann man sehr schnell und einfach Erfolg proklamieren, ohne je tatsächlich irgendwas erreicht zu haben. Dafür muss man einfach nur irgendwas machen, woran sich die Regenbogenpresse echauffiert, z.B. irgendwo auf den Marktplatz kacken. Oder organisiert die Schule schwänzen. Erreichen tut man damit rein gar nichts.
Das ist sehr eindimensional Gedacht. Proteste/Aktionen bzw. generell kollektive Aktivitäten haben viel mehr Facetten, auf die es sich auch lohnt zu schauen. Durch die Art und Weise wie FFF entstanden ist, haben hunderte oder Tausende junge Menschen gelernt Verantwortung zu übernehmen, bspw für die Vorbereitung einer Kundgebung, sie haben Beziehungen innerhalb der Schule aber auch darüber hinaus aufgebaut, sie haben der Springerhetze getrotzt uvm. FFF hat die Klkmabewegung wiederbelebt und war ein wichtiger Grund für die danach folgenden Sachen, wie Waldverteidigungen, Lützerath oder Letzte Generation.
Das ist aber auch eher meine anarchistisch geprägte Meinung, weil ich eh nicht so viel Wert lege auf Proteste, die Forderungen an die Regierung stellen und dann darauf hoffen, dass sie irgendwie umgesetzt werden. Mir gehts eher darum, dass wir kollektib die Fähigkeit bekommen gegen die Gesamtscheiße vorzugehen und Probleme wie die Klimakrise an der Wurzel angehen zu können. Und genau da hat FFF imo besonders zu Beginn echt viele jungen Menschen einige wichtige Fähigkeiten gelehrt. Deswegen sage ich Erfolg.
Ungehorsam ja, aber nicht unbequem. Wen interessiert es denn wirklich, wenn irgendwelche Schüler nicht in den Unterricht gehen?
Deshalb wurde die Letzte Generation so vermöbelt (medial und real)…die waren auch komplett gewaltfrei, aber auch unbequem. Das hat gestört.
Natürlich war das auch unbequem. Es wurde ja ganz klar gesagt “Es gibt wichtigeres als Schule” und “Schule ist nicht das wichtigste für meine Zukunft” und “Ich muss eigenständig für meine Zukunft einstehen”. Das sind alles Sachen, die klar den Status Quo hinterfragen und die einer der Gründe für die damalige Springerhetze waren.
Wenn man diese Gedanken weiterpsinnt, dann werden damit ganz schnell Grundpfeiler der aktuell herrschenden Ordnung hinterfragt.
Und die waren moralisierend. Und haben sich gegen Machtlose gerichtet.
Falsches Mittel. Falsches Ziel.
Interessante Anekdote aus meinem Bekanntenkreis dazu: Mehrere Leute, die ausdrücklich die Klimakleberei scheiße fanden, haben das plötzlich gefeiert, als ein paar wenige von den Klimaklebern sich auf dem Flugplatz von Sylt an einen Privatjet geklebt haben. Aussage: “Endlich treffen die mal die Richtigen. Das können die gerne öfter machen.”
“Was mich nicht betrifft, kann ich ignorieren”