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    4 hours ago

    Räuscher hat eine interessante Entwicklung gemacht. 2020 wird er von einer Regionalzeitung als Unternehmer portraitiert, wirkt darin auf mich ziemlich fortschrittlich. Seine Funktion als lokaler Parteivorstand und Mitglied im Stadtrat wird gar nicht erwähnt.

    2021 kandidiert er für den Landtag in Sachsen-Anhalt, bekommt zu diesem Anlass vom selben (einzigen größeren) Printmedium im Grunde knappe, eher belanglose Fragen gestellt. Hier zeigt er sich aber von einer anderen Seite. Unter anderem auf seine Jugendsünde(n) angesprochen entgegnet er er habe Fluchthilfe geleistet. Er selbst scheint 1989 wohl die DDR verlassen zu haben, ob vor dem 9.11. (also geflüchtet) oder danach (also migriert) konnte ich nirgends belegt finden. So oder so hätte ich allerdings schon gedacht das spätestens die eigene Erfahrung doch Empathie lehrt.

    Wie dem auch sei hatte er bis zur im September diesen Jahres zu Ende gegangenen Legislatur ein Direktmandat und brachte sich währenddessen zu verschidenen Anlässen destruktiv ein. Trotzdem hatte Räuscher von der CDU einen Listenplatz an 36. Stelle laut Facebook (Pressemitteilung auf Webseite des Landesverbandes nicht gefunden) erhalten und durfte in seinem bisherigen Wahlkreis (15, Blankenburg) für die Union erneut Erststimmen fangen gehen, dabei landete Räuscher zwar hinter der AfD aber trotzdem noch auf Platz 2.