Meine These nachdem ich den Artikel gelesen hab: Wenn es andere (wirksame) Möglichkeiten der Mitbestimmung gäbe, gäbe es weniger Zulauf für die “Protestparteien”.
https://hpd.de/artikel/protest-kosten-demokratie-und-suche-nach-antworten-24399
Meine These nachdem ich den Artikel gelesen hab: Wenn es andere (wirksame) Möglichkeiten der Mitbestimmung gäbe, gäbe es weniger Zulauf für die “Protestparteien”.
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Bei meiner Oma im Dorf gab es (vor viel zu vielen Jahrzehnten, als ich noch ein Kind war) zwischen dem COOP und dem Hausarzt einen kleinen Park mit Kinderspielplatz. Wenn ich in den Ferien bei ihr war, sind wir mit dem Bus ins Dorf gefahren. Wir waren erst beim Arzt, dann auf dem Spielplatz und zu guter letzt im COOP. Ich durfte mir jedes Mal eine Süssigkeit aussuchen. Anschließend sind wir entweder zurück gelaufen oder wieder mit dem Bus gefahren, je nachdem wie gut sie an dem Tag zu Fuß war.
Ich wünsche mir, dass jeder Mensch auf dem Land so eine Realität hat (und darüberhinaus Glasfaser bis zur letzten Milchkanne).
War bei meiner Oma auch so. Ihr Dorf hat es allerdings geschafft den Wandel zu überleben und attraktiv zu bleiben. Alle Dörfer drum rum sind nur noch „Schlaf- und Wohndörfer“ geworden.
Wie hat es das Dorf geschafft? Soweit ich sehen kann, durch eine Kurklinik mit Arbeitsplätzen und entsprechenden Gästen (Touris), die andere Geschäfte frequentieren. Es gibt sogar Kinder und Familien die hinziehen. Eine mittelgroße landwirtschaftliche Fabrik hatte in den 90igern zugemacht und da stand es auf Messers Schneide und drohte zu kippen.
Ich glaube es hängt sehr viel an möglichen Betrieben und Arbeitgebern, ob ein ländlicher Raum überaltert und eingeht oder aktiv bleibt. Da ist, um auf ein Oberthema einzugehen, der ÖPNV sicherlich nur eine Begleiterscheinung und nicht ausschlaggebend für Unternehmer den Standort zu wählen oder zu halten.
Klar geht es in unserer arbeitszentrierten Gesellschaft auch immer um Lohnarbeitsplätze. Öffentlicher Luxus wäre auf der einen Seite selbst auch Arbeitgeber und auf der anderen Seite natürlich auch Standortfaktor.
Mir geht es vor allem darum, dass Kommunen Geld brauchen, um den „Verödungsteufelskreis“ zu durchbrechen. Altschuldenerlass, aber vor allem grundsätzlich mehr Geld vom Bund. Es kann nicht sein, dass immer mehr Pflichtaufgaben von oben vorgeschrieben werden, ohne entsprechende Mittel zu erhalten.
Genau.
Ist ja auch woanders ein beliebtes Mittel, wie bei den GKV und Rente. Da werden auch einige staatliche Kosten einfach reingeschoben. Thanks to Schuldenbremse. Andererseits, so richtig überzeugend finde ich die Finanzierung und Budgetierung trotz dem Milliardenpott gerade auch nicht.