Hab endlich mein kleines Heim-Software-Projektchen fertig. Hintergrund ist, dass ich im Studium noch ein paar interdisziplinäre Credits sammeln muss für den vollständigen Abschluss, also habe ich mich unter Anderem undercover in die Informatikfakultät eingeschlichen, um mir dort noch schnell 6 Credits in einem Programmierseminar zu holen. Die dortigen Kommilitonen haben alle ziemlich gelacht als ich meinte, dass ich aus der Philosophiefakultät komme; gleichzeitig kommt es mir so vor, dass die Studis heute noch weniger programmieren üben als früher.
Naja, ich habe jetzt einen Raspberry mit Mikrofon, welcher am Fenster das Vogelgezwitscher horcht und mit einem ML-Modell die Vogelart herausorakelt. Mit einem kleinen Wikipedia-Webscraper habe ich zu jedem bekannten Vogel ein Bild und den Einleitungstext des Wikiartikels in eine Offline-Enzyklopädie gespeichert. Der Rasperry schickt dann den erkannten Vogel über WiFi an meinen alten, ausgesonderten E-Reader, welcher Name, Bild und Beschreibung des Vogels auf dem Display anzeigt. Letzteres ist ziemliche Ghetto-Informatik, weil es dafür kein richtiges Anzeigeprogramm gibt, sondern ich den E-Reader quasi gehackt habe, um Pixeldaten direkt in den Displaybuffer zu schieben. Aber es funktioniert und jetzt werde ich bestimmt endlich mal lernen, wie man eine Amsel von einer Kohlmeise unterscheidet. :o)
Würde gerne noch herausfinden, wie stark man den Stromverbrauch drücken kann, wenn man alles versucht. Ich hab grad einen RasPi 4B, aber das ML-Modell soll angeblich auch auf einem Pi Zero funktionieren. Zusammen mit dem E-Reader ist man dann wahrscheinlich im einstelligen Wattbereich. SolChe Zahlen kennt man ja in der heutigen Technik fast gar nicht mehr.
Hier am Entwicklungsplatz. Der Raspberry links braucht ne Stromversorgung; Akkubetrieb wäre natürlich praktischer. Der E-Reader daneben kriegt die Daten über WiFi gefunkt, und das WiFi-Netz wird vom Raspberry selber aufgemacht. Es braucht also keinen Router oder andere Internetverbindung und würde somit überall funktionieren, wenn man den Raspberry auch mobil kriegt. Für den Ständer für den E-Reader habe ich alte Pappkartons zerschnitten und zusammengeklebt. Wie gesagt, Ghetto-Informatik :o) Der Text für die Vogelbeschreibung sieht auch nicht so sauber aus, weil es halt keine wirkliche GUI ist und alle Pixeldaten roh mit dem Holzhammer manuell bearbeitet sind. Coding like it’s 1986.
Ich bin ein Fan von Ghetto-Informatik und Dinge mit viel Kreativität zum Funktionieren zu bringen. Dein Gerät wäre auch ein schöner Beitrag für Permacomputing, denn das sind ja auch dieselben Skills mit denen auch alte Hardware neues Leben bekommt - und dann noch zum Vögel identifizieren, mega-geil. Ich habe vor meinem Fenster einen Sing-Ast, da kommen allerhand Spezies vorbei. Leider kann ich nur verschiedene Meisen und den Dompfaff auseinanderhalten, da ich keine Zeit habe, zu recherchieren wer da jeweils sitzt.
Den Begriff Permacomputing kannte ich noch gar nicht. Hatte aber schon rausgehört, dass es sich von Permakultur ableitet; damit hatte ich mich mal beschäftigt, zumindest als Theoretiker und in Tagträumen. :-) Aber ja, das trifft so ziemlich genau meine “Computerideologie” bei der mir die Geräte noch am meisten Spaß machen.
Hab endlich mein kleines Heim-Software-Projektchen fertig. Hintergrund ist, dass ich im Studium noch ein paar interdisziplinäre Credits sammeln muss für den vollständigen Abschluss, also habe ich mich unter Anderem undercover in die Informatikfakultät eingeschlichen, um mir dort noch schnell 6 Credits in einem Programmierseminar zu holen. Die dortigen Kommilitonen haben alle ziemlich gelacht als ich meinte, dass ich aus der Philosophiefakultät komme; gleichzeitig kommt es mir so vor, dass die Studis heute noch weniger programmieren üben als früher.
Naja, ich habe jetzt einen Raspberry mit Mikrofon, welcher am Fenster das Vogelgezwitscher horcht und mit einem ML-Modell die Vogelart herausorakelt. Mit einem kleinen Wikipedia-Webscraper habe ich zu jedem bekannten Vogel ein Bild und den Einleitungstext des Wikiartikels in eine Offline-Enzyklopädie gespeichert. Der Rasperry schickt dann den erkannten Vogel über WiFi an meinen alten, ausgesonderten E-Reader, welcher Name, Bild und Beschreibung des Vogels auf dem Display anzeigt. Letzteres ist ziemliche Ghetto-Informatik, weil es dafür kein richtiges Anzeigeprogramm gibt, sondern ich den E-Reader quasi gehackt habe, um Pixeldaten direkt in den Displaybuffer zu schieben. Aber es funktioniert und jetzt werde ich bestimmt endlich mal lernen, wie man eine Amsel von einer Kohlmeise unterscheidet. :o)
Würde gerne noch herausfinden, wie stark man den Stromverbrauch drücken kann, wenn man alles versucht. Ich hab grad einen RasPi 4B, aber das ML-Modell soll angeblich auch auf einem Pi Zero funktionieren. Zusammen mit dem E-Reader ist man dann wahrscheinlich im einstelligen Wattbereich. SolChe Zahlen kennt man ja in der heutigen Technik fast gar nicht mehr.
Klingt ja super interessant! Magst mal ein paar Fotos von deinem Projekt einstellen?
Klar, aber sieht nicht so besonders aus.
Hier am Entwicklungsplatz. Der Raspberry links braucht ne Stromversorgung; Akkubetrieb wäre natürlich praktischer. Der E-Reader daneben kriegt die Daten über WiFi gefunkt, und das WiFi-Netz wird vom Raspberry selber aufgemacht. Es braucht also keinen Router oder andere Internetverbindung und würde somit überall funktionieren, wenn man den Raspberry auch mobil kriegt. Für den Ständer für den E-Reader habe ich alte Pappkartons zerschnitten und zusammengeklebt. Wie gesagt, Ghetto-Informatik :o) Der Text für die Vogelbeschreibung sieht auch nicht so sauber aus, weil es halt keine wirkliche GUI ist und alle Pixeldaten roh mit dem Holzhammer manuell bearbeitet sind. Coding like it’s 1986.
Ich bin ein Fan von Ghetto-Informatik und Dinge mit viel Kreativität zum Funktionieren zu bringen. Dein Gerät wäre auch ein schöner Beitrag für Permacomputing, denn das sind ja auch dieselben Skills mit denen auch alte Hardware neues Leben bekommt - und dann noch zum Vögel identifizieren, mega-geil. Ich habe vor meinem Fenster einen Sing-Ast, da kommen allerhand Spezies vorbei. Leider kann ich nur verschiedene Meisen und den Dompfaff auseinanderhalten, da ich keine Zeit habe, zu recherchieren wer da jeweils sitzt.
Den Begriff Permacomputing kannte ich noch gar nicht. Hatte aber schon rausgehört, dass es sich von Permakultur ableitet; damit hatte ich mich mal beschäftigt, zumindest als Theoretiker und in Tagträumen. :-) Aber ja, das trifft so ziemlich genau meine “Computerideologie” bei der mir die Geräte noch am meisten Spaß machen.
Als Smartphone-Lösung für Nichtprogrammier kann ich “Merlin Bird ID” empfehlen. Da kriegst du eine Übersicht, was alles in deiner Umgebung singt