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Der Medienforscher Bernd Gäbler fasst es für die Otto-Brenner-Stiftung sehr gut zusammen: Die AfD wirft den Journalisten ein Stöckchen hin und weil es Klicks bringt, wird es von allen sofort aufgegriffen. Und wenn sie wieder mal verliert, hat das scheinbar keinen Nachrichtenwert mehr. Aber genau dadurch wird der Mythos vom unaufhaltsamen AfD-Aufstieg aufrechterhalten. Nicht, weil er stimmen würde, aber weil sich anscheinend niemand traut, ihn zu widerlegen. Die Angst der Medien vor schlechten Aufrufen von Artikeln, die das Scheitern der AfD thematisieren, ist noch größer als ihre Angst vor der AfD. Dabei liest du gerade den Beweis, dass die Angst kompletter Unsinn ist. Denn wir haben uns getraut, auch die Realität zu berichten, die viel zu selten medial behandelt wird: Die von den Niederlagen der AfD.
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Die AfD hat 1,8% bekommen. Das ist schon außergewöhnlich niedrig. In Hannover ist die AfD bei 11% im Stadtrat, Braunschweig 11,8%, Oldenburg 8,8% und Osnabrück mit 8,5%. All die Städte sind größer als Göttingen und alle haben auch Unis. Wobei Göttingen einen höheren Anteil an Studenten hat als diese Städte. Wenn man mal außerhalb Niedersachsen schaut hat auch Bayern Kommunalwahlen gehabt. In Erlangen kam die AfD auf 6,7% und Regensburg auf 9,3%. Beide haben ähnlich wie Göttingen sehr viele Studenten und sind Großstädte in einer ähnlichen Größe.
Also nein, die AfD hätte durchaus sehr realistisch in Göttingen dreimal so viele Stimmen haben können, wie sie am Ende hatte.
Sie hat so abgeschnitten weil sie in den meisten Wahlbezirken nicht angetreten ist, da wo sie angetreten ist hat sie auch so 11% geholt. Es ist nichts besonders an Göttingen.