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    22 days ago

    Deutschland inklusive seiner Geheimdienste haben die Lage massiv falsch eingeschätzt.

    Nicht nur Deutschland, sondern insbesondere auch die Medien, wie eben auch Telepolis. Dort hat man, wie heute die Tagesschau, am 15. Februar 22, auch ein Interview abgedruckt:

    Frau Vollmer, glaubten Sie zu Beginn dieser Woche daran – wovor die US-Regierung gewarnt hat –, dass eine russische Invasion in der Ukraine bevorsteht und ein neuer Krieg in Europa beginnt? […]

    […] Die Russen hätten bei einem Einmarsch in die Ukraine viel zu verlieren und wenig zu gewinnen. Jeder weiß doch, dass sie eigentlich Verhandlungen erreichen wollen, die auch auf ihre eigenen Sicherheitsbedürfnisse Rücksicht nehmen. Solche Verhandlungen würden durch eine Intervention in weite Ferne rücken. Wesentliche Vertreter der russischen Führung haben deswegen auch erklärt, dass es keinen Einmarsch geben wird und dass es sich um eine hysterische Berichterstattung westlicher Geheimdienste in propagandistischer Absicht handelt

    Wir lernen: 7 Tage vor der offenen Vollinvasion, die dort schon seit Wochen vorbereitet wurde, wie Geheimdienste nicht müde wurden zu berichten, ist das Problem die “hysterische Berichterstattung westlicher Geheimdienste in propagandistischer Absicht”. Und Putin ist doch rational und man müsse doch nur auf “die russischen Sicherheitsbedürfnisse” Rücksicht nehmen.

    Das ist letztlich genau das, was ein Neitzel kritisiert: weite Teile der Öffentlichkeit haben es sich sehr gemütlich gemacht in ihrer Wunschwelt-Blase und blenden diese “störenden” Dinge einfach aus. Sie träumen vom “Frieden”, machen aber eigentlich nur die Augen zu.