Schon sachlich richtig aber es wird ganz gerne so getan (nicht von dir) als würde man gewisse Dinge quasi “nur” im Wehrdienst lernen.
Klar kann man “deutsche Tugenden” auch beim Bund lernen wie Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Ordnung, Teamwork usw. Allerdings kann man das auch in ziemich vielen anderen Bereichen lernen. Alles Bereiche die nicht militaristisch organisiert sind bzw. dem Staat untergeben sind.
Das Argument mit der Krisenhilfe zieht für mich auch nicht wirklich. Ich finde das eh grundsätzlich kritisch das die Bundeswehr Katastrophenhilfe leistet. Nicht weil sie es tut, weil da jede Hand hilfreich ist, sondern das wir keine anderen besseren Institutionen haben die im Ansatz ähnlich finanziert sind. Das THW besteht z.B. zu 99% aus ehrenamtlichen Helfern. Dafür muss niemand an der Waffe ausgebildet werden und letztendlich Befehle befolgen die “dem Staat” dienen und oft nicht den Menschen.
Ich habe im Freundeskreis recht viele Leute die Soldaten waren und auch aktiv in Kampfeinsätzen waren. Dazu gehören auch Leute die beim Bund waren. Teilweise wie gesagt in Kampfeinsätzen, aber auch bei Schreibtischjobs. Nur ein Kollege der dort in der IT gearbeitet hat blickt da nicht mit Verbitterung zurück. Das übrigens alles im Kontext einer Karriere und keiner potentiellen Verteidigung der BRD. Ich bin in meinem Sozialleben grundsäzlich Pazifist, aber halt auch nur dort. Gewalt ist manchmal leider nötig um z.B. Gewalt durch Dritte zu verhindern oder zu stoppen. Deswegen muss man sich aber meiner Meinung nach halt nicht einer Staatsorganisation wie der Bundeswehr anschließen.
Allerdings kann man das auch in ziemich vielen anderen Bereichen lernen
Dies. Ich kann voll verstehen, dass bspw. die Kameradschaft beim Bund für viele ein krass positives Erlebnis war, von dem ja auch immer viele schwärmen.
Ich hatte aber halt vor meinem Wehrdienst schon viel geilere Kameradschaft erlebt, bei den Pfadfindern. Die basierte dort auf Freiwilligkeit, auf “wir teilen die gleichen Werte” etc.
Beim Bund wird Kameradschaft halt verordnet. Deshalb habe ich die Kameradschaft beim Bund auch versagen sehen, in Situationen, wo sie bei den Pfadfindern niemals versagt hätte.
Ich bin privilegiert, das erlebt zu haben. Und deswegen verstehe ich auch, dass die Leute, die das Privileg nicht hatten, eben die “unechte Kameradschaft” bei der Bundeswehr als was ganz tolles wahrnehmen.
Aber irgendwie ist das nicht genug Grund junge Menschen da hin zu zwingen und sie nebenbei noch zum Töten auszubilden. Sondern irgendwie anders zu enablen das, sogar in besser, zu erleben.
Schon sachlich richtig aber es wird ganz gerne so getan (nicht von dir) als würde man gewisse Dinge quasi “nur” im Wehrdienst lernen.
Klar kann man “deutsche Tugenden” auch beim Bund lernen wie Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Ordnung, Teamwork usw. Allerdings kann man das auch in ziemich vielen anderen Bereichen lernen. Alles Bereiche die nicht militaristisch organisiert sind bzw. dem Staat untergeben sind.
Das Argument mit der Krisenhilfe zieht für mich auch nicht wirklich. Ich finde das eh grundsätzlich kritisch das die Bundeswehr Katastrophenhilfe leistet. Nicht weil sie es tut, weil da jede Hand hilfreich ist, sondern das wir keine anderen besseren Institutionen haben die im Ansatz ähnlich finanziert sind. Das THW besteht z.B. zu 99% aus ehrenamtlichen Helfern. Dafür muss niemand an der Waffe ausgebildet werden und letztendlich Befehle befolgen die “dem Staat” dienen und oft nicht den Menschen.
Ich habe im Freundeskreis recht viele Leute die Soldaten waren und auch aktiv in Kampfeinsätzen waren. Dazu gehören auch Leute die beim Bund waren. Teilweise wie gesagt in Kampfeinsätzen, aber auch bei Schreibtischjobs. Nur ein Kollege der dort in der IT gearbeitet hat blickt da nicht mit Verbitterung zurück. Das übrigens alles im Kontext einer Karriere und keiner potentiellen Verteidigung der BRD. Ich bin in meinem Sozialleben grundsäzlich Pazifist, aber halt auch nur dort. Gewalt ist manchmal leider nötig um z.B. Gewalt durch Dritte zu verhindern oder zu stoppen. Deswegen muss man sich aber meiner Meinung nach halt nicht einer Staatsorganisation wie der Bundeswehr anschließen.
Dies. Ich kann voll verstehen, dass bspw. die Kameradschaft beim Bund für viele ein krass positives Erlebnis war, von dem ja auch immer viele schwärmen.
Ich hatte aber halt vor meinem Wehrdienst schon viel geilere Kameradschaft erlebt, bei den Pfadfindern. Die basierte dort auf Freiwilligkeit, auf “wir teilen die gleichen Werte” etc.
Beim Bund wird Kameradschaft halt verordnet. Deshalb habe ich die Kameradschaft beim Bund auch versagen sehen, in Situationen, wo sie bei den Pfadfindern niemals versagt hätte.
Ich bin privilegiert, das erlebt zu haben. Und deswegen verstehe ich auch, dass die Leute, die das Privileg nicht hatten, eben die “unechte Kameradschaft” bei der Bundeswehr als was ganz tolles wahrnehmen.
Aber irgendwie ist das nicht genug Grund junge Menschen da hin zu zwingen und sie nebenbei noch zum Töten auszubilden. Sondern irgendwie anders zu enablen das, sogar in besser, zu erleben.