Südeuropa im Sommer: Das Feuer ist in den letzten drei Tagen knapp an meinem Haus und dem vom Liebsten vorbeigerauscht und hat fünf Dörfer bedroht, zwischen denen unsere Farm liegt. Ein paar Mal dachte ich mein Haus sei weg, ein paar Mal dachte ich mein Liebster sei weg. Der Wind hat zwei Tage lang dauernd gedreht und hat alles immer wieder in eine neue Richtung getrieben. Ganz großes Kino mit Feuerwehrautos, Hubschraubern, Flugzeugen. Jetzt steht kein Hälmchen mehr, drumherum ist alles schwarz und wir erholen uns vom Schrecken.
Der Garten hat es überstanden und meinen abgebrannten Schlauch habe ich schon ersetzt. Bin froh, dass meine Bewässerung so simpel ist. Die Esel und das Pferd habe ich rechtzeitig zu den Schafen in die Bachsenke gebracht und es geht allen gut. Nur ein einziges Huhn ging verloren, weil der Hund bei der Rettungsaktion nach dem Brand etwas zu enthusiastisch vorgegangen ist. Heu wird heute geliefert, denn das stehende Heu für Herbst und Winter ist auf mehreren Hektar abgebrannt. Im Allgemeinen ging alles relativ glimpflich aus weil die ausgetrocknete Weide von den Tieren kurz gehalten wird und das Feuer dort keine Kraft gewinnen konnte. Wir hatten aber auch einige echt schlimm zugewachsene Ecken in der Nähe der Häuser und das wäre ohne die Hilfe der Feuerwehr nicht gutgegangen.
Nach dem ersten Schock habe ich gestern einen Hilferuf an die Community gesendet und heute morgen haben 5 Leute mit mir den verbrannten Zaun wieder gerichtet - Herz ist erwärmt und Glaube an die Menschheit gründlich wiederhergestellt.
Jetzt habe ich eine neue Studienlandschaft vor der Nase und werde dokumentieren, was nach dem Brand wie nachwächst - viele Eichen und selbst kleinere Pinien werden wohl überleben, Ginster und Brombeeren werden wieder wachsen. Ein zugewucherter Ex-Garten ist jetzt wieder bepflanzbar (wenn das Leben Zitronen verteilt …)
Ich lebe seit über zwanzig Jahren im Süden, irgendwann musste es auch mich mal treffen, und ich bin froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist.
Südeuropa im Sommer: Das Feuer ist in den letzten drei Tagen knapp an meinem Haus und dem vom Liebsten vorbeigerauscht und hat fünf Dörfer bedroht, zwischen denen unsere Farm liegt. Ein paar Mal dachte ich mein Haus sei weg, ein paar Mal dachte ich mein Liebster sei weg. Der Wind hat zwei Tage lang dauernd gedreht und hat alles immer wieder in eine neue Richtung getrieben. Ganz großes Kino mit Feuerwehrautos, Hubschraubern, Flugzeugen. Jetzt steht kein Hälmchen mehr, drumherum ist alles schwarz und wir erholen uns vom Schrecken.
Der Garten hat es überstanden und meinen abgebrannten Schlauch habe ich schon ersetzt. Bin froh, dass meine Bewässerung so simpel ist. Die Esel und das Pferd habe ich rechtzeitig zu den Schafen in die Bachsenke gebracht und es geht allen gut. Nur ein einziges Huhn ging verloren, weil der Hund bei der Rettungsaktion nach dem Brand etwas zu enthusiastisch vorgegangen ist. Heu wird heute geliefert, denn das stehende Heu für Herbst und Winter ist auf mehreren Hektar abgebrannt. Im Allgemeinen ging alles relativ glimpflich aus weil die ausgetrocknete Weide von den Tieren kurz gehalten wird und das Feuer dort keine Kraft gewinnen konnte. Wir hatten aber auch einige echt schlimm zugewachsene Ecken in der Nähe der Häuser und das wäre ohne die Hilfe der Feuerwehr nicht gutgegangen.
Nach dem ersten Schock habe ich gestern einen Hilferuf an die Community gesendet und heute morgen haben 5 Leute mit mir den verbrannten Zaun wieder gerichtet - Herz ist erwärmt und Glaube an die Menschheit gründlich wiederhergestellt.
Jetzt habe ich eine neue Studienlandschaft vor der Nase und werde dokumentieren, was nach dem Brand wie nachwächst - viele Eichen und selbst kleinere Pinien werden wohl überleben, Ginster und Brombeeren werden wieder wachsen. Ein zugewucherter Ex-Garten ist jetzt wieder bepflanzbar (wenn das Leben Zitronen verteilt …)
Ich lebe seit über zwanzig Jahren im Süden, irgendwann musste es auch mich mal treffen, und ich bin froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist.