Es ist das erste Mal, dass beide Blöcke wegen des niedrigen Pegelstandes der Donau abgeschaltet werden mussten. Der Fluss, der vom Schwarzwald aus durch zehn Länder bis zum Schwarzen Meer fließt, hat wegen fehlender Niederschläge und aufeinanderfolgender Hitzewellen seit Mai in einigen Abschnitten Rekordtiefstände erreicht - von einem Wasserstand von einem Drittel des durchschnittlich im Juli gemessenen Werts war die Rede.
Auch das Kernkraftwerk Paks, dessen vier Reaktoren von enormer Bedeutung für die Stromversorgung Ungarns sind, liegt an der Donau. Dort werden alle vier Reaktorblöcke schrittweise abgeschaltet, wie Ministerpräsident Peter Magyar ankündigte. Bereits am Vortag war einer der Reaktoren in Paks wegen eines Mangels an Kühlwasser aus der Donau heruntergefahren worden. Die übrigen drei Blöcke sollen binnen der nächsten 24 oder 72 Stunden abgeschaltet werden.
Das liest sich immer mehr wie das erste Kapitel aus Kim Stanley Robinsons ‘Hard Science Fiction’ Roman “Das Ministerium für die Zukunft”. Es beschreibt die Folgen eines grossflächigen langen Blackouts und damit des Verlusts lebensrettender Klimatisierung in einer massiven, langdauernden Hitzewelle.
In Nordafrika, d.h. Tunesien, Algerien, und Lybien ist das mit den Blackouts im Juni schon passiert - bei 50 Grad Hitze. Ohne schützende, kühle Räume überleben das auch gesunde Menschen auf die Dauer nicht.



Um fair zu sein - das Problem wäre kleiner, hätten wir statt Kohle mehr Atomkraftwerke gebaut.
Und noch kleiner wenn wir weder Kohle, noch Atomkraftwerke sondern regenerative Energie ausgebaut hätten (und Kohle- statt Atomkraftwerke frühzeitig zu gemacht hätten).
Da hast du recht! Aber das Thema wird ja gerne den Franzosen vorgehalten. Hätten alle Länder einen Strommix wie Frankreich, wäre uns schon viel geholfen
Frankreich hat das gleiche Problem mit dem Kuehlwasser.
Es geht darum das AKW klimaneutral sind, hätten alle Länder (hauptsächlich) AKW gäbe es keine Klimaerwärmung und dann auch kein Problem mit dem Kühlwasser.